Begonnen im Hl. Jahr 1950

 

Das Heilige Jahr 1950

 

Am 1.1.1950 begann die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts und zugleich das Hl. Jahr 1950. Schon am 24. Dezember 1949 wurde es nach Öffnen der Hl. Pforte durch Papst Pius feierlich verkündet. Rundfunksender übertrugen die Feierlichkeiten, dem auch der 1.deutsche Pilgerzug beiwohnten, in aller Welt über den ganzen Erdkreis. Um Mitternacht über füllten sich die meisten Hallen des Petersdomes mit Pilgern aus aller Welt um der Christmette, die vom Hl. Vater feierlich zelebriert wurde, beizuwohnen. Auf bes. Wunsch des Hl. Vaters sangen dabei die 800 deutschen Pilger das alte und immer wieder neue Lied "Stille Nacht, heilie Nacht".

Die 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts, hat durch die beiden Weltkriege Not und Elend und schreckliche Verwüstungen über Europa und zum Teil auch über die übrige Welt gebracht. Millionen von Heimatvertriebenen  irrten hungernd und frierend hilflos und verzweifelt durch das Land. Tausende von deutschen Kriegsgefangenen sind noch hinter dem Stacheldraht in Rußland und sehnen sich nach dem Himmel

Möge nun die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Zeit des Friedens und der Selbsterfurcht für die leidgeprüfte Menschheit und besonders für unser neues deutsches Vaterland werden.

 

Wahl des Schulbeirates

In den Schulbeirat wurden gewählt:

Josef Atzert, Bürgermeister

Josef Schmitt, Hauptlehrer

Kart Rübsam, 1. Beigeordner

Fritz Möller, Gemeindevertretrer

Pfarrer Roßmann, Ortsgeistlicher

 

Schluß des Schuljahres 1949/50

 

Am 31.03. ging das Schuljahr 1949/50 zu Ende. Da die Schüler der 8. Jahrgangs bereits im Herbst 1949 ihrer Schulpflicht genüge und entlassen worden waren, so fand keine Entlassung statt.

Das neue Schuljahr begann am 18.4.1950.

Es wurden 14 Jungen und 12 Mädchen neu aufgenommen.

Zu Beginn des neunen Schuljahres hatte die Schule in 5 Klassen 229 Schüler und zwar 110 Knaben und 119 Mädchen.

Nach den Konfessionen waren 208 Kinder katholisch und 21 Kinder evangelisch.

Von den 229 Schulkindern waren: Einheimische 192, Heimatvertiebene 37,

An der Schule wirkten zu Beginn des Schuljahres folgende Lehrkräfte:

       1. Josef Schmitt, Hauptlehrer

       2. Max Grieger, Lehrer

       3. Herbert Buchholz, Lehrer

       4. Fräulein Horn, Lehrerin

 

Die am 1.Dezember 1949 durch die Regierung neu gegründete 5. Planstelle ist zur Zeit nicht besetzt.

 

Neubesetzung der 5. Planstelle

Mit der Verwaltung der 5. Planstelle wurde die a-pe Lehrerin Fräulein Magda Seelmann aus Steinwand in der Rhön beauftragt. Sie trat am 13. Mai die Stelle an.

Schulbesuchsziffern am 15. Mai 1950.

Nach dem Stande vom 15. Mai 1950 wurde die Schule bei 5 planmäßigen Schulstellen mit 6 Klassen von 226 Kindern gesucht. Diese verteilten sich wie folgt:

Knaben 107, Mädchen 119, katholisch 208, evangelisch 18

Schulferien

Vom 22.7. bis 15.8. waren Sommerferien.

 

Einweihung der beiden neuen Schulsääle am 27. August 1950

Rommerz ist stolz auf seine neue Schule, so lauteten die Schlagzeilen der Fuldaer Volkszeitung über die feierliche Einweihung am Sonntag den 27. August 1950. Ja, es war nicht nur ein Tag des Stolzes, sondern auch der Freude für das ganze Dorf, an dem auch die Nachbargemeinden freudigen Anteil nahmen. Die Anwesenheit des Herrn Landratres und der beiden Schulrätre Weigand und Schmitt wiesen hin auf die Bedeutung des Tages. Auch der Hochwürden Dechant Fasselabend aus Neuhof nahm an der Feier teil

In unermüdlicher, freudiger Arbeit, bis oft in die frühen Abendstunden hinein, hatten die Schüler Kränze gewickelt, Ehrenpforten vorberitet, Blumen zusammengetragen um der Schule innen und außen ein festliches Gewand zu geben. Keine Arbeit war ihnen zuviel und alles konnte nicht schön genug sein. An hohen Masten flatterten die Bundes - und Landesfahnen, eine schöne Ehrenpforte aus rotblühender Heide begrüßte die Gäste. um das Hauptportal wand sich ein Kranz mit bunten Bändern und leuchtenden Blumen. Alle Fensternischen schmückten Kränze mit bunten Fähnchen. Auf der großen Mauer, der den Schulhof umschließt, reihten sich Blumen an Blumen.

Auch innen bot die Schule einen festlichen Anblick. In den hellen lichten Fenstern der beiden Schulsääle fügten sich die naturfarbenen Tische und Stühle stimmungsvoll ein. Rote Geranien an den Fenstern, Gladionen und leuchtende Gänseblümchen geschmackvoll auf den Tischen verteilt machten für sie gleichsam zu einem festlich geschmückten Hochzeitssaal So war der äußere Rahmen zur Feier gegeben.

Um 13 Uhr riefen die neuen Glocken Jung und Alt zur Dankandacht in unser schönes neues Gotteshaus. In feierlichen Zügen ging es mit Musik und dem Lob- und Danklied "Gott wir preisen deine Güte" auf den Schulhof, auf dem sich schon die Ehrengäste und die vielen Zuschauer eingefunden hatten. Unter Leitung des Herrn Lehrer Grieger sang der Gesangverein zur Einleitung: "Das ist der Tag des Herrn.

In seiner Ansprache rief unser hochwürdigster Herr Pfarrer Roßmann Gottes Schutz und Segen auf Schule, Lehrer und Schüler herab, damit ihre Arbeit Segen bringen für Zeit und Ewigkeit. Anschließend weihte er unter Mitwirkung von Herrn Dechant Fasselabend Neuhof und des Flüchtlingspfarrers die Schulsäle und die beiden neuen Kreuze.

Diese wurden der Schule durch Herrn Pfarrer Roßmann und durch den Katholischen Arbeiterverein Rommerz gestiftet und dem Schulleiter durch den Vorsitzenden des Kath. Arbeitervereins, Herrn Hermann Heil alle nacheinander und verpflichtendes Zeichen überreicht.

Damit war die kirchliche Feier beendet und Herr Bürgermeister Atzert begrüßte die hohen Gäste aus Fulda und alle, die zur Einweihungsfeier erschienen waren.


In einem kurzen Rückblick zeigte er wie innerhalb eines Jahres durch die Zusammenarbeit von Gemeinde, Kreis und..........trotz der schweren Zeit das stattliche Gebäude fertig gestellt werden konnte, das es in seinem äußeren geschmackvollen Rahmen und der schönen praktisachen Inneneinrichtung nicht nur ein Zierde für unser Ort, sondern auch zu den schönsten Schulen des Landkreises Fulda gehört. Sinnvolle Gedichte und Lieder der Schulkinder,  prunkvolle Chöre des Gesangvereins umrahmten und verschönerten die Feier.

Dann hielt Schulleiter Schmitt die Festansprache. Er kennzeichnete die Feier als einen Tag der Freude, des Dankes und der Verpflichtung für Eltern, Lehrer und Schüler. Ein Freudentag ist es für die junge Gemeinde. Dies zeigen die geschmückte Schule, die strahlenden und frohen Gesichter der Schüler und die vielen ........ die in weitem Umkreis der Schule umkümmern.

Es ist auch ein Tag des Dankes für alle und an alle die mitgeholfen haben, die neuen Schulsääle so schön und         mit der alten Schule zu verbinden, dass wir in ..................stolz auf die neue Schule sein können.

Die Feierstunde ist aber auch eine echte Mahnung und eine feierliche Verpflichtung für Lehrer, Eltern und Schüler. Nur Lehrer mit rechtem Pflichtbewustsein, mit einem warmen  Herzen für die Jugend und mit einem offenen Blick für die Belange.der Schüler und der Zeit sollen  und dürfen in der Schule wirken. Nicht nur Lehrer, sondern auch Erzieher und Vorbild sollten sie sein und die Jugenderziehung zu eienm lebendigen Christentum, zur Erziehung und Duldsamkeit und zu Menschen, die sich ihrer Freiheit und Würde stets bewußt sind.

Anschließend hielten der Herr Landrat Stieler und die beiden Schulräte, Herr Regierungsrat Schmitt und Herr Schulrat Weigand kurze Ansprachen, beglückwünschten die Gemeinde zu der schönen neuen Schule und ermahnten die Kinder durch Fleiß und tüchtige Mitarbeit ihre Dankbarkeit zu zeigen, die Schule als Vorbereitungszeit für das spätere Leben zu benutzen und das sie nicht .......in der großen Gemeinschaft des deutschen Volkes ............

Nach dem Schlußwort des Herrn Bürgermeisters erklang mutig das Lob- und Danklied "Großer Gott wir loben dich".

Das Volksfest in Imhofs Garten vereinte das Dorf mit Gästen. Reigen, Liedern, Volkstänze und turnerischen Vorführungen brachten immer wieder Abwechselung und auch Freude und Frohsinn für jung und alt. Schnell flogen die Stunden dahin. Schon senkte sich die Nacht hernieder. Da erstrahlte die Schule mit Lorbeerkränzen der bunten Lichter und einer ............Beleuchtung versammelten sich noch einmal Dorfbewohner und Gäste um die Schule. So verlief die Feier in schöner ..........Weise. An alle Schüler wurde durch die Gemeinde Würstchen und Brötchen verteilt, das war wohl die größte Freude für unsere Kinder und dies werden sie wohl auch bis ins Alter in guter Erinnerung behalten.

Mögen nun auch alle Wünsche in Erfüllung gehen, möge Gottes Segen auf die Kinder, Lehrer und ihrer Arbeit ruhen , damit sie fruchtbar sei für Zeit und Ewigkeit.

 

 

Am 1. September 1950 wird Fräulein Lehrerin Angela Seelmann nach Frankenhain, Kreis Ziegenhain versetzt, um dort in der evangelischen Schule den Religionsunterricht für dir katholische Minderheit zu erteilen.

Die vierte Schulstelle wurde am 1. 11. 1950 mit Herrn Lehrer Ludwig Schaffrath neu besetzt.

Am 15.11.1950 wurde die Schule von 233 Schülern besucht und zwar von 113 Knaben und 120 Mädchen. Sie wurden in 6 Klassen von den nachfolgenden Lehrpersonen unterrichtet.

1. Josef Schmitt, Schulleiter

2. Max Grieger, Lehrer

3. Herbert Buchholz, Lehrer

4. Ludwig Schaffrath, Lehrer

5. Fräulein Horn, Lehrerin


Am 2. Weihnachtsfeiertag wurde an der Schule ein gut besuchter Elternabend durchgeführt.

Weiterhin fand eine Untersuchung in unsere Schule statt.

 Mit Wirkung vom 1. September 1951 wurde Herr Lehrer Schaffrath nach Mittelkalbach versetzt. Die frei gewordene Stelle wurde mit Fräulein Hildegard Gross neu besetzt.

 Am 21.3. ging das Schuljahr 1950/51 zu Ende.

In einer schlichten Abschiedsfeier, zu der auch der Ortsgeistliche, der Bürgermeister und die Vorsitzende des Elterbeirates erschienen waren wurden 9 Knaben u. 20 Mädchen aus der Schulgemeinschaft entlassen. Lehrer und Schulkameraden wünschten ihnen alles Glück für den kommenden Lebensweg.

Durch Verfügung der Regierung vom 22.3.1951 ist Herr Lehrer Winkler, Hettenhausen auf die Stelle des apl. Lehrers Buchholz eingewiesen worden. Herr Lehrer Buchholz wurde nach Renseln Kreis Eschwege versetzt.


Schuljahr 1951/52

Am 4.4.1951 wurde das Schuljahr durch die Aufnahme der Schulneulinge begonnen. In einer kleinen Feierstunde, an der auch die Mütter der Kinder teilnahmen, wurden 5 Knaben und 10 Mädchen neu in die Schule aufgenommen. Da am Ende des Schuljahres 29 Kinder zur Entlassung kamen und außerdem 6 Kinder auf eine Höhere Schule übertraten, ging die Gesamtschülerzahl auf 212 zurück. Diese werden in 6 Klassen von 5 Lehrpersonen unterrichtet. Zur Zeit wirken folgende Lehrpersonen an der Schule.

 1. Josef Schmitt, Schulleiter

 2. Max Grieger

 3.Gerhard Winkler

 4. Frl. Lehrerin Horn

 5. Apl. Lehrerin Gross

Nach der Religionszugehörigkeit sind 192 Kinder katholisch und 20 Kinder evangelisch. Diese erhalten ihren Religionsunterricht durch Herrn Lehrer Winkler.Von den Schulkindern sind 32 Heimatvertriebene und zwar 17 Knaben und 15 Mädchen.

 Am 15. Mai wurde die Schule von 212 Schülern besucht und davon waren 107 Knaben und 105 Mädchen.

 Sommerferien 

 Am 29. Juni begannen für den Landreis Fulda die Sommerferien, sie dauern bis zum 26.Juli, eine lange Zeit zur Arbeit, aber auch zur Erholung.

 Abschied von Frl. Antonia Horn

 Mit Wirkung vom 1. August 1951 wurde Frl. Lehrerin Toni Horn auf eigenen Wunsch nach Fulda versetzt. Mit den Massen der Heimatvertriebenen kam sie im Sommer 1945 von Grandenz nach Fulda und wurde am 1.2.1945 in unserer Schule angestellt. Über 5 Jahre hat Frl. Horn mit großer Pflichttreue und mit reichem Erfolg n unserer Schule gearbeitet. In einer Feierstunde, umrahmt von Gedichten und Liedern würdigte der Schulleiter die Verdienste der scheidenden Lehrerin in Schule und Dorf. Auch der Ortsgeistliche, der Bürgermeister und der Vorsitzende des Elternbeirats nahmen an der Abschiedsfeier teil und dankten in herzlichen Worten Frl. Horn. Die besten Wünsche begleiten sie nach Fulda und zur neuen Arbeit im Dienste der deutschen Jugend.

 Herr Lehrer Josef Schmitt wird an unsere Schule versetzt.

 Die freie 3.Klasse wurde mit Wirkung vom 1. September 51 mit Herrn Lehrer Josef Schmitt neu besetzt. Er war zuletzt in Bergshausen bei Kassel tätig.

 Bundes-Jugendwettkämpfe 1951

 Am 15.September führten die Schulen einen Jugendwettkampf durch. Mit einem forschen Lied ging es auf den Sportplatz. Bürgermeister Josef Atzert eröffnete die Wettkämpfe und wies in seiner Ansprache darauf hin, dass ein gesunder Geist auch in einem gesunden Körper wohnt. Am Schluss der spannenden Kämpfe konnten 20 Schüler als Sieger im Wettkampf verkündet werden.

 Herbstferien  Am 20. September bis 13. Oktober waren Herbstferien.

 Schülerzahl am 15.11.1951

 Am 15.11. wurde die Schule von 206 Schülern besucht, das sind 27 weniger als am 15.11.1950.

 Weihnachtsferien

 Vom 22.12.1951 bis 8.1.1952 waren Weihnachtsferien

 Gedenkfeier am 21. 11.51

 Auf Anordnung der Landesregierung gedachten Hessen am Buß- und Bettag der Opfer des Faschismus und der beiden Weltkriege. In der Schule fand die Feier am    20.11. in den beiden letzten Stunden statt. In seiner Ansprache gedachte der Schulleiter all der Opfer, die das Deutsche Volk in den letzten Kriegsjahren bringen musste.

 Am Abend fand unter Mitwirkung der Schule noch eine öffentliche Gedenkfeier im neuen Saal von Imhofs statt. Der große Saal war dichtgefüllt und geschlossen nahm das Dorf an der Feier teil. Mit einem Trauerchoral der Musikkapelle wurde die Feier stimmungsvoll eingeleitet. Gedichte und Liedern umrandeten sie. Bürgermeister Josef Atzert gab einen ausführlichen Bericht von seiner Gefangenschaft in Sibirien. Der Schulleiter zeigte in einem Lichtbildervortrag Kriegsgräber im Osten unter dem Titel: “Aus Totenäckern wurden Ehrenmäler Der Bildstreifen ist von der deutschen Kriegsgräberfürsorge und zeigt die liebevolle Ausgestaltung der Kriegsgräber im Westen. Unter tiefer Anteilnahme besonders der Hinterbliebenen wurden in seinen Lichtbildern der 35 Gefallenen des 1. Weltkrieges gezeigt und die Namen der Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges verlesen. Die Feier endete mit dem Lied vom guten Kameraden.

Schulentlassungsfeier

Am Sonntag den 24. März fand im Rahmen eines Eltern-.und Dorfabends die Schulentlassungsfeier von 8 Mädchen und 7 Knaben unserer Schule statt. Der große, neue Saal von Imhofs war gefüllt bis auf den letzten Platz.

Der erste Teil des Abends stand unter dem Gedanken Heimat und Vaterland. In Wort, Lied und Gedichten wurde die Liebe und Treue zur Heimat und zum Vaterland als göttliches Naturgesetz herausgestellt, der allen Verpflichtung.den Groessen seiner geistigen und  körperlichen Anlagen und Fähigkeiten mitzuarbeiten zum Segen und zur Wohlfahrt für Heimat und Vaterland.

Der 2. Teil des Abends war der Freude und dem Frohsinn gewidmet.

Alle Klassen wetteiferten, um durch Singen, Volkstänzen, Spiele und frohen Liedern die Eltern und die vielen Gäste zu erfreuen und einen kleinen Einblick in die Schularbeit zu geben.

Es war kein Schulabend, aber gerade durch sein zwangloses  Wesen, durch seine Natürlichkeit und die richtige Klangausführung fand der Abend großen Anklang.

Einen tiefen Eindruck bei allen Eltern, Kindern und Gästen hinterließ die feierlich Verabschiedung der Entlassschüler. In einer kleinen Ansprache der ………………     wurde der Schule und den Eltern gedankt, das sie ihr Kind so sorgsam und liebevoll behütet hatten. Es folgte mit dem Gelöbnis auch im späteren Leben immer den Segen der Schule zu wahren und zu befolgen und die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten zum Wohle von Heimat und Vaterland zu nutzen und einzusetzen.

Nun wurden sie durch den Schulleiter mit mahnenden, aber auch mit Worten der frohen Hoffnung, Zuversicht und Selbstvertrauens aus der Schulgemeinschaft entlassen.

Auch der Ortsgeistliche, der Bürgermeister und der Vorsitzende des Elternbeirates richteten noch mahnende Worte an die Entlassschüler. Die besten Wünsche der Schule begleiten die jungen Menschen in das Leben hinaus. Möge dieser glücklich und friedlich werden für sie auch für unser ganzes Volk und möchen sie noch erleben ein wiedervereites Deutschland in Recht und Freiheit in einem geeinten, friedlichen ……..


Das Schuljahr 1952/53

Am Dienstag den 22. April begann das neue Schuljahr. Späte Folge des Krieges ist auch ein starkes Abnehmen der Geburten. So werden in Hessen diese Ostern 17000 Kinder weniger eingeschult.

Auch unsere Schule konnte nur 8 Kinder neu aufnehmen und zwar 3 Knaben und 8 Mädchen. Durch diese geringen Neuaufnehmungen, durch Versetzung im Laufe des letzten Schuljahres und durch den Abgang zu höheren Schulen sank die Schülerzahl auf 193.

Sie werden vorläufig in 6 Klassen und von 6 Lehrkräften unterrichtet.

Mit Wirkung vom 15. April 1952 wurde deshalb durch den Herrn Regierungspräsidenten die 5. Schulstelle aufgegeben und der Lehrer dieser Klasse, Herr Lehre Josef Schmitt nach Rückers, Kreis Fulda versetzt.

 

Schulbesuchsziffer am 15.5.1952

Am 15.5.1952 wurde die Schule von 193 Schülern besucht.

            Knaben            94             Mädchen          99              katholisch         179              evangelisch      14

Sommerferien

Vom 7.9. bis 5. 8. waren die Sommerferien.

Bundeswettkampf der deutschen Jugend        

Am 4. September fand in Flieden der Bundeswettkampf der deutschen Jugend statt. 52 Knaben und 41 Mädchen nahmen an den Wettkämpfen teil. Es hatte in der Nacht geregnet und auch beim Abmarsch von der Schule hingen die Wolken tief. Lehrer Gollombek von Flieden begrüßte nach einem forschen Lied die vielen Jungen und Mädchen und ermahnte sie, in ehrlichem Wettstreit die Kräfte zu messen. Dank der guten Vorbereitung ging die Durchführung so reibungslos ab, dass dies gegen 13 Uhr abgeschlossen war. Lehrer und Schüler warteten voll Ungeduld auf die Ergebnisse; auch unsere Schule sollte sich vorher gedulden. 18 Jungen und Mädchen konnten einen Preis erringen. Der Schüler Edgar Auth hatte die größte Punktzahl (57) seines Jahrgangs und konnte unter dem begeisterten Beifall seiner Schulkameraden das Ehrendiplom des Herrn Landespräsidenten in Empfang nehmen. Außerdem errang die Schule in der Stafetten den 1. Preis. Nach einem Schlußwort des Herrn Rektors und einem frohen Lied marschierten die siegreichen Schüler in ihre Heimatorte zurück.

Schulbesuchsziffer am 15.11.1952

Am 15.11.1952 wurde die Schule von 194 Schülern besucht.

 

Dorfabend am 30.11.1952

Am 30.11.52 hatte die Schule zu einem Dorfabend eingeladen. Der große “Weise Saal” von Imhofs war bis auf den letzten Platz gefüllt. Er war zur Erntedankfeier, die eigentlich am kirchlichen Erntedankfest am 16. November stattfinden sollte. Wegen des Volkstrauertages und des Totensonntages konnte er erst am letzten n Sonntag im November abgehalten werden.

In Liedern und Gedichten, in drei schönen Erntespielen “So ist das Bauernjahr Erntesegen und Erntedank” zog auf einmal das ganze Bauernjahr mit seinen Arbeiten und Sorgen, aber auch mit dem wichtigen Segen der Arbeit und dem frohen Erntedank in mehr als 3 Stunden in frohem Spiel vorüber. Obwohl über 600 Zuhörer den weißen Saal füllten, so genossen sie bis zum Schluss die größte Aufmerksamkeit und Anteilnahmen. Riesiger Beifall erhielten Arbeit und Spiel. Der Dank des Dorfes sprachen Herr Johannes Roßmann und Bürgermeister Atzert in herzlichen Worten aus.

Weihnachtsferien 22.12.1952 bis 7.1.1953


Schluß des Schuljahres 1952/53

Am 31. März 1953 ging das Schuljahr zu Ende. In einer schlichen Abschiedsfeier wurden 11 Knaben und 18 Mädchen aus der Schulgemeinschaft entlassen

 Das Schuljahr 1953/54

Am 14. April begann das neue Schuljahr. Der große Ausfall der Geburten während der Kriegsjahre zeigt sich bei den Neuaufnahmen immer mehr und mehr. So wurden auch dieses Jahr nur 10 Schulneulinge aufgenommen und zwar 7 Knaben und 3 Mädchen.

Die Schulprüfziffern gingen deshalb immer mehr zurück. Im Jahr 1950 hatte due Schule 233 Schüler, sie sank im Jahr 1952 auf 194 Schüler.

Im neuen Schuljahr fiel sie nun auf 166 Schüler.

Sie werden in 5 Klassen von 4 Lehrpersonen unterrichtet und zwar von

Josef Schmitt, Schulleiter

Max Grieger, Lehrer

Gerhard Winkler, Lehrer

Frl. Groß, Lehrerin

Schülerzahl am 15. Mai

Die Schule zählte in den 5 Klassen 166 Schüler und zwar 90 Knaben und 76 Mädchen.,

Sommerferien

Vom 15.7. bis 15. 8. die Sommerferien.

Bundeswettkampf der Schule am 2.9.1953

Blauer Himmel wölbte sich über die Flure der Heimat und strahlend stieg die Morgensonne auf als sich die Schüler zum Landeswettkampf auf dem Schulhof

sammelten.

Mit einem frohen Lied ging es hinaus auf den schönen Sportplatz und nach einer kurzen Begrüßungsansprache durch den Schulleiter und durch den Herrn Bürgermeister Atzert wurde zum großen Wettkampf angetreten.

Es nahmen 56 Knaben und 44 Mädchen an den vorgeschriebenen Übungen teil, alle strengten sich an, um die vorgeschriebene  Punktzahl zu erreichen und als Sieger aus den Wettkämpfen hervorzugehen. Die Leistungen waren deswegen auch befriedigend bis gut.

Durchschnittspunktzahl der Knaben:   39,7

                                   der Mädchen 34,5

 Punktzahl der Sieger:

   Knaben:    58,9 %

    Mädchen: 43,1 %

 Die Ehrenurkunden des Herrn Landespräsidenten erringen 3 Knaben und 1 Mädchen.

 Die Siegerurkunden errangen 33 Knaben und 19 Mädchen.

 Die größte Punktzahl der Knaben erreichte der Schüler Winfried Emmert mit 59 Punkten.

 Mit der Siegerehrung und der 3.Strophe des Deutschlandliedes wurden die Wettkämpfe beendet.

 

Schülerzahl am 15. 9. 1953

 Gesamtschülerzahl                   =                      168 

 vorübergehend eingeschult         =                         2

 einheimische Schüler                =                      166

 

Herbstferien Vom 27.9. bis 13.10 waren Herbstferien.

 

Schulentlassungsfeier am 28. März 1953

Zum letzen Male vereinigten sich an diesem Abend die Eltern und Lehrer mit den Schülern im weißen Saal des Gasthauses Imhof. Nachdem am Morgen ein Hochamt in feierlicher Form die kirchliche Entlassung stattgefunden hatte,tat die Schule mit selbst mit einem überaus frohen   und reichen Programm an die Öffentlichkeit. Nach einleitenden Frühlingsliedern begrüßte der Leiter der Schule Hauptlehrer Schmitt die vielen Eltern und Gäste. Dann folgten in bunten Reigen Lieder und Dichtungen. Die kleisten der Kleinen stellten den ersten Frühling dar, Ernstes und Heiteres aus der Schule folgte, bis der Höhepunkt des Abends mit dem Spiel vom Frühling die Schulentlassung erreicht war.

In 4 wundervollen Liedern wurde gespielt, wie nach jedem Winter, wenn auch oft spät und kurz, wieder der Frühling kommt. Wunderbarerweise ...............

 (Fortsetzung folgt)


  

Schuljahr 1954/55

Das neue Schuljahr begann am Diestag den 27. April 1954. Am 31. März wurden 17 Knaben und 15 Mädchen aus der Schule entlassen, außerdem gingen 2 Schüler auf die Aufbauklasse in Neuhof und 2 Schüler auf die Höhere Schule nach Fulda, sodass die Schule einen Abgang von 36 Schülern hatte. Durch den Zuzug von 2 Flüchtlingskindern wurden noch 2 Schüler auf andere Jahrgänge überwiesen, sodass 38 Abgänge zu verzeichnen sind. Es wurden aber nur  13 Schulneulinge, 8 Knaben und 5 Mädchen neu aufgenommen. So sank die Schülerzahl von 167 Kindern auf 141 Schüler im neuen Schuljahr 1954/55. Sie gliederten sich in 78 Knaben und 63 Mädchen, die in 4 Klassen aufgeteilt sind.

Kl I hat 37 Kinder, Klassenlehre Herr Winkler

KL II hat 35 Kinder, Klassenlehrerin Frl. Groß

Kl III hat 38 Kinder, Klassenlehrer Herr Grieger

Kl IV hat 31 Kinder, Klassenlehrer

 

 

Elternbeiratswahl am 2.5.1954

Am 2.5.1954 wurden nach ortsüblicher Bekanntmachung und außerdem noch durch die Schüler die Erziehungsberechtigen zur Wahl der Klassenelternbeirät eingeladen.  Da diese auch erstvorher.............waren, konnte die Wahl unter Aufsicht des Schulleiters ordnungsgemäß durchgeführt werden. Die Schule hat 4 Klassen, deshalb wurden 4 Beitratsmitglieder und 4 Vertretrer gewählt.

Auf einstimmigen Bechluß wurde offene Wahl durchgeführt.

Es wurden gewählt:

Kl. 1  Leo Becker - Ersatz Willi Mackwitz

Kl 2   Wilhelm Henkel - Ersatz Frau

Kl 3   Frau Francois - Ersatz Hermann Heurich

Kl 4    Josef Rausch  - Ersatz Frau Apel

Der neue Elternbeirat wählte zum Vorsitzenden Wilhelm Henkel und zur Schriftführerin Frau Maria Francois.

 

Schulbesuchsziffer am 15.Mai 1954

Am 15. Mai 1954 wurde die Schule von 141 Schülern besucht und zwar:

       Knaben   = 78

       Mädchen = 63

 

      katholisch = 135          evangelisch  = 6

 

1.Sitzung des Schulvorstandes

 

Nachdem das Schulvorstandsgesezt vom10.7.1953 in Kraft gesetzt worden war, müssen noch weiter die Schulvorstände gewählt werden

Am 27. 6.1954 traf sich der neu gewählte Schulvorstand zusammen um den Vorsitzenden zu wählen und die Mitglieder zu verpflichten und auf ihre Rechte u nd Pflichten hinzuweisen.

Dem neuen Schulvorstand gehören folgenden Mitglieder am:

1. Pfarrer Roßmann als Vertreter der Kirche

2. Bürgermeister Atzert, zugleich Vorsitzender

3. Josef Schmitrt, Hauptlehrer und Schulleitert

4. Max Grieger, Vertretrer der Lehrpersonen

5. Eduard Schleicher, Vertetrer der Gemeinde

6. Fritz Möller, Vertreter der Gemeinde

7. Amand Heil, Vertretrer der Eltern

8. Friedrich Möller, Vertreter der Eltern. 

Von den Lehrpersonen wurden als Ersatzmänner Frl. Groß und vom Elternbeirat Gustav Wess und Ferdinand Weber gewählt.

 

Schülerzahl am 15. September      138 Schüler

 

Versetzung von Herrn Lehrer Winkler

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1954 wurde Lehrer Gerhard Winkler als Schulleiter nach Gilserberg, Kreis Ziegenhain versetzt. Fast 2 1/2  Jahre hat er treu und gewissenhaft in unserer Schule gewirkt. In väterlicher Weise und sehr gewissenhaft in  seinem Unterricht hat er besonders die Kleinen betreut und geführt. Daneben gab er den Religionsunterricht für die evangelische Minderheit der Schüler. In arbeitssamer Weise hat er sich auch da in unserer Schule und in unserem Dorf eingefügt, was auch vom Bürgemeister und dem Elternrat in der kleinen Abschiedsfeier besonders betont wurde. Schule und Dorf wünschten ihm und seiner Familie für seinen neuen Wirkungskreis alls Gute.

 

Landtagswahl am 28. November 1954

Am 28. November 1954 wurde der neue Landtag in Hessen gewählt. Stimmberechtigt waren in unserem Dorf 806, davon genügten 727 ihrer Wahlpflicht, 25 Stimmscheine waren ungültig. Die Wahlbeteiligung war auch sehr gut. Die gültigen Stimmen verteilten sich wie folgt:

    SPD = 189

    FDP =  13

    CDU = 426

    BHE =  70

    KPD =   3

    DP  =   1

 

Zum Ministerpräsidenten wurde Dr. Georg August Zinn gewählt, Kultusminister ist Arno Hennig

 

Zeitungsbericht zu J. Schmitt  
als PDF hier doppelklick  

Versetzung des Hauptlehrers Josef Schmitt in den Ruhestand

Durch Urkunde des Herrn Regierungspräsidenten vom 28.2.1955 wurde der Hauptlehrer Josef Schmitt im Namen des Landes Hessen mit Wirkung vom 1. April 1955 in Ruhestand versetzt. Fast 45 Jahre war er im Schuldienst tätig, davon 43 Jahre in der Schule in Rommerz..

Am 30.März wurde er von dem Herrn Regierungs- und Schulrat Schmitt, Fulda in einer schönen Feierstunde, vorbereitet und durchgeführt von Herrn Lehrer Grieger und Frl.Lehrerin Groß auch aus dem Schuldienst und der hiesigen Schule verabschiedet. Auch Herr Pfarrer Roßmann, Bürgermeister Atzert und der Vorsitzende des Elternbeirates Wilhelm Henkel nahmen an der Abschiedsfeier teil. In ihren Ansprachen dankten sie dem scheidenden Hauptlehrer für seine mühevolle und oft undankbare Aufgabe als Erzieher unf Lehrer der heranwachsenden Jugend. Für die Lehrpersonen sprach Herr Lehrer Grieger herzliche Worte des Dankes und überreichte als stete Erinnerungsgab.für die gute und ungetrübten Zusammenarbeiten in der Schule das wundervolle Werk von dem 1200jährigen Bonifatiusjubiläum "Sankt Bonifatius"

Die Schülerin Hiltrud Schäfer sprach im Namen der Klassen und der Schüler Dank und zugleich gute Wünsche für den Ruhestand aus.

Dankesworte der scheidenden .............und ein Abschiedslied der Schüler beendeten die schöne und .........Feierstunde,

Am Ostermontag fand noch die gemeinsame Abschiedsfeier des Dorfes im "Weißen Saal" bei Imhofs statt. Der große Saal, dicht gefüllt von all den Schülern, die in den 43 Jahren aufgenommen, geführt und ins Leben entlassen wurden.

Ein kleinen Ausschnitt des gelungen Abends brachte die Fuldaer Zeitung, der zum Abschluß folgen soll.

Ich möchte diese letzte Eintragung in die Chronik nicht schließen ohne meinen innigen Dank an Gott, der mich in diesen 45 Jahren, trotz des unwichtigen Krieges und Vetreibungen so gnädig geführt und geleitet hat.

 (Zeritungsausschnitte)



Schuljahr 1955/56

Das neue Schuljahr begann am 19. April 1955. Am 31. März wurden 9 Knaben und 12 Mädchen entlassen. 2 Schüler wurden dem Mittelschulzweig Neuhof überwiesen. Aufgenommen wurden 8 Knaben und 13 Mädchen. Die Gesamtschülerzahl beträgt 141, davon Knaben 74, Mädchen 67, aufgeteilt in 4 Klassen.

            Klasse I u. II               60 Schüler      Klassenlehrerin Frl.Groß

            Klasse III                    36 Schüler      Klassenlehrer Bug

            Klasse IV                    45 Schüler      Klassenlehrer Grieger

Religion: katholisch   131       evangelisch 10

           

Neuwahl des Elternbeirates - 15. Mai 1955

Nach ortsüblicher Bekanntmachung und durch Schüler wurden die Eltern zur Wahl des Elternbeirates für Sonntag den 15. Mai 1955 eingeladen. Nach einführenden Worten des stellv. Schulleiters – Lehrer Grieger – Bedeutung u. Durchführung der Wahl wurden gewählt:

für Kl. I          Günther Elend, Vetreter: Rosa Weß

     Kl. II         Leo Becker, Vertreter: Hermann Heil

     Kl. III        Maria Francois, Vertreter: August Emmert

     Kl. IV       Wilhelm Henkel, Vertreter: Hedwig Apel

Vorsitzender: Wilhelm Henkel

Schriftführer: Maria Francois

Am 1.10. 1955 wurde Herr Lehrer Bug, der seit Beginn des neuen Schuljahres an der hiesige Schule wirkte, durch Verfügung der Regierung nach Eiterfeld – Kr. Hünfeld versetzt. An seiner Stelle kam Herr Lehrer Josef Schmitt von Eiterfeld.

Am 15. Oktober 1955 wurde Herr Schmitt in den Kreis Hünfeld versetzt. An seine Stelle berief die Regierung Herrn Lehrer Oskar Langer von Lahrbach hierher. Herr Langer ist am 18. November 1902 in Wien geboren. Seine Ausbildung erfolgte in der Staatsbildungsanstalt in Olmütz von 1917 bis 1921. Dort legte er am 20.Juni 1921 die erste Lehrerprüfung ab. Die 2. Prüfung bestand er am 25. 11. 1928 in Brünn. Seine erste Anstellung erfolgte in Deutsch-Liebau Kreis Mährisch-Schönberg. Infolge Vertreibung kam Herr Langer am 28. Juli 1946 zunächst nach Hainzell. Seine erste Anstellung in der Bundesrepublik erfolgte in Lahrbach am 1. April 1947.

Feierliche Orgelweihe am 20. November 1955

Am Sonntag den 20.November 1955 wurde die Orgel feierlich eingeweiht. H. H. Pfarrer Roßmann wies in der Einleitung zur Sonntagspredigt auf die besondere Bedeutung des Tages hin und dankte allen, die zur Beschaffung der Orgel Beiträge geleistet haben. Unter Leitung des Organisten – Lehrer Grieger – sang der Männerchor „Harmonie“ die Messe „In honorem St. Caroli Boromaei“ von Max Filke mit Orgelbegleitung.

Die eigentliche Weihe der Orgel fand am Nachmittag statt. Der Männerchor leitete die Feier mit Beethovens „Ehre Gottes“ ein. Die Festansprache hielt Benektinerpater Dr. Stephan Hilpisch. Er legte seinen Worten den 150.Psalm zugrunde: „ Lobt den Herrn mit Saitenspiel und Zitherklängen. Lobt den Herrn mit Schalmeien und Flöten, lobt ihn mit Harfen und Posaunen; alles was Odem hat, lobe den Herrn!“

Anschließend sang der Männerchor die Hymne an Gott von Michael Haydn: „Groß, o Gott sind Deiner Liebe Taten....!“ Alsdann erfolgte durch Herrn Pfarrer Roßmann und Assistenz von Pater Hilpisch und Superior Grösch die Orgelweihe. Während sich nun die Geistlichkeit zum Hochaltar begab spielte der Organist Präludium und Fuge in B-Dur von J. S. Bach. Nach einer Andacht mit festlichem Te Deum und Segen schloß die Feier mit einem Orgelbeitrag.

Am 7. Januar 1956 wurden dem bisherigen stellvertretenden Schulleiter – Lehrer Grieger – durch Herrn Regierungs- und Schulrat Schmitt – Fulda, der in Begleitung von Herrn Hauptlehrer Reith – Johannesberg die Schule besuchte, die Ernennungsurkunde zum Hauptlehrer überreicht. Hauptlehrer Grieger ist mit Wirkung vom 1. Oktober 1955 zu diesem Dienstgrad ernannt worden. Die Ernennungsurkunde ist vom Regierungspräsidenten Dr. Hoch – Kassel unterzeichnet.


Schuljahr 1956/57

Dieses begann am Dienstag den 10.April 1956. Es wurden am 20. März 16 Knaben und 12 Mädchen entlassen. Neu aufgenommen wurden 8 Knaben und 6 Mädchen.

Die Schülerzahl beträgt 125 – 67 Knaben und 58 Mädchen – hiervon insgesamt 11 evangelische Schüler. Der Unterricht wird in 3 Klassen erteilt

 Kl. I     Klassenlehrer Frl. Groß                     50 Schüler

 Kl II    Klassenlehrer H. Langer                     36 Schüler

 KL III  Klassenlehrer Schulleiter Grieger          39 Schüler

 Den evangel. Religionsunterricht erteilt Lehrer a.D. Urbach – Neuhof.

Entlassschüler 1956/57

Helmut Auth, Paul Bös, Reinhold Diegmller, Erich Gärtner, Hilmar Gärtner, Reiner Henkel, Werner Heil, Siegfried Jahn, Berthold Jökel, Reinfried Kreß, Robert Mannert, Wolfgang Ottomann, Helmut Rinkes, Willi Soukup, Rudi Spitznagel, Gerd Volkmer, Friedhild Auth, Hiltrud Auth, Irmgard Fries,Roselinde Fröhlich, Sigrid Krispin, Anneliese Leuschner, Berta Möller, Agathe Schäfer, Lydia Weber.


Das Schuljahr 1957/58

Es begann am1. April 1957. An diesem Tage wurden aufgenommen 8 Knaben und 7 Mädchen.. Die Gesamtschülerzahl beträgt 116 und zwar 58 Knaben und 58 Mädchen.

Hiervon sind:   katholisch:   105

                      evangelisch   11

 Der Unterricht wird in drei Klassen erteilt, die sich wie folgt zusammensetzen:

 Kl. I                Frl. Groß           1. u. 2. Schuljahr -      31 Schüler  

 Kl. II               Herr Langer       3.4.. u. 5. Schulj. -      46 Schüler

 Kl. III              H.Grieger           6. 7. u. 8. Schulj. -     39 Schüler

 

Neuwahl des Elternbeirates

Nach dem Erlass des Ministeriums vom 16.4.1957 sollen bis zum 15. Juni die Neuwahlen der Elternbeiräte durchgeführt sein. An der hiesigen Schule fanden die Wahlen am 13. Juni statt.


Es wurden gewählt:

Kl. I                Herr Kurt Ratzka

                     Herr Heinrich Wiegand

Kl. II               Herr Wilhelm Henkel

                     Frau Gertrud Elend

Kl. III              Herr Lorenz Schiebener

                     Frau Maria Francois

 Vorsitzender -  Herr Henkel

 Schriftführer –  Frau Francois

 

Bundesjugendspiele 1957

Am 5. September wurden die Bundesjugendspiele in Flieden durchgeführt. Es traten folgende Schulen dort an: Flieden, Rückers, Rommerz, Struth u. Döngesmühle. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied begrüßte Hauptlehrer Werner – Flieden die anwesenden Lehrerschaft sowie Helfer und Schüler. Lehrer Häßler – Flieden hatte die technische Leitung. Die Schule Rommerz beteiligte sich mit 43 Schülern, wovon 9 als Landessieger hervorgingen.

Den Siegern wurden von Hauptlehrer Werner Urkunden überreicht.

Entlassung 1957/58

Am 20.3.1958 wurden nach Erfüllung der Schulpflicht 9 Knaben und 8 Mädchen entlassen. Die Feier fand im Klassenzimmer der Oberklasse statt. Nach dem Lied „Lobe den Herrn....“ richtete der Schulleiter Abschiedsworte an die Entlassschüler. Nach einem kurzen Überblick über die 8jähr. Schulzeit und ihrer Bedeutung für den nunmehr beginnenden neuen Lebensabschnitt, stellte der Schulleiter seine weiteren Ausführungen unter die Gedanken: Religion, Heimat, Vaterland. Treu zur Heimat auchn in weiter Ferne soll uns stets ein ernstes Anliegen sein. Mit mahnenden Worten, auch den weiteren Lebensweg mit Treue zum Glauben zu erfüllen, schloss die Ansprache. Es folgten Lieder und Gedichte in welchen der Abschiedsgedanke, aber auch die Hoffnung auf eine frohe Zukunft zum Ausdruck kamen.. Mit der Überreichung der Zeugnisse und dem Deutschlandlied schloss die schlichte Feier.

Es wurden folgende Schüler und Schülerinnen entlassen:

Walter Auth, Peter Francois, Wolfgang Gärtner, Arnold Heil, Berthold Nüchter, Eberhard Resch, Berthold Theurer, Lothar Weß, Arnold Heurich, Gudrun Bolz, Marianne Emmert, Anni Kaib, Ursula Klug, Christel Maul, Doris Oestreich, Reinhilde Weber und Karin Übelacker.

 


 

Das Schuljahr 1958/59

Dieses begann am 15. April. Es wurden 6 Knaben und 9 Mädchen aufgenommen:

Reinhold Fischer, Klaus Grieger, Stefan Heurich,Arnold Kollmann, Norbert Schleicher, Thomas Weber, Carla Auth, Ursula Balzer, Isolde Leinweber, Ingrid Mahr, Hiltrud Mattheis, Claudia Schad, Gerlinde Spruck, Waltraud Wiegand und Marianne Zährl.

Die Gesamtschülerzahl beträgt 114

Die Anzahl der Knaben:    55

                    Mädchen: 59

Der Unterricht wird in 3 Klassen erteilt:

 Kl. I     Frl. Meurer      1. - 3. Schulj.          46 Schüler

 Kl. II   Herr Langer      4. - 5. Schulj.          34 Schüler

 Kl. III Herr Grieger       6. - 8. Schulj.          34 Schüler

 

Mit Beginn des neuen Schuljahres wurde Frl. Groß, welche hier seit 1951 Dienst tat, nach Fulda – Horas versetzt. An ihre Stelle wurde Frl. Meurer von Gersfeld abgeordnet.

 

Tod von Papst Pius XII.

Am 9.Oktober 1958 starb Papst Pius XII. Mit ihm verliert nicht nur die kath. Kirche, sondern die ganze Christenheit eine führende Gestalt, die sich insbes. im Ringen um die Erhaltung und Sicherung des Friedens geschichtliche Verdienste erworben hat. Das deutsche Volk hat die tatkräftige Hilfe nicht vergessen, die ihm der Verstorbene schon als langjähriger diplomatischer Vertreter des Hl. Stuhls in Deutschland hat zuteil werden lassen.In der Zeit nach dem Kriege hat Pius XII. seine väterliche Sorge u. Liebe dem deutschen Volke gegenüber ganz besonders bewiesen. Kardinal Wendel – München sagt: „ Wir Deutsche haben an der Bahre dieses großen Papstes eine besondere Pflicht der Dankbarkeit zu erfüllen.“

Am 28.Oktober 1958 ist nach dreitägigem Conclave der Cardinal Roncalli – Patriarch von Venedig – von den in Rom versammelten 51 Cardinälen zu Nachfolger Pius XII. gewählt worden. Er gab sich den Namen Johannes XXIII.

 

Entlassungsfeier 1958/59

Am 20. März wurden nach gesetzlich erfüllter Schulpflicht 3 Schüler und 8 Schülerinnen aus der Schule entlassen.

Die Namen der Entlassschüler sind folgende:

Theo Gärtner, Wolfgang Langer, Wolfgang Schiebener, Ursula Auth, Christhild Wienold, Karola Emmert, Brigitte Reinhardt, Karin Auth, Helga Soukop, Christa Weß und Marita Hack.

In einer Feierstunde erinnerte der Schulleiter die Schüler an die Bedeutung der Schule für das Leben. Er wies vor allem darauf hin, das jedem, der diesen Lebensabschnitt recht genutzt hat, im ferneren Leben Erfolg beschieden sein wird. Des weiteren wurde de Kindern vor Augen geführt, wie wichtig es ist, die Tugenden der Höflichkeit, Bescheidenheit, Dankbarkeit u. Ehrlichkeit sich in aller Zukunft zu eigen zu machen. Das sind Fundamente für einen weiteren, glücklichen Lebensweg. Über allem aber steht die Treue in religiösen Dingen. Heimat- u. Abschiedslieder umrahmten die schlichte Feierstunde, die allen Kindern zu Herzen ging.

In einer abschließenden Betrachtung gedachte der Sprecher der harten Prüfung, welche unser zweigeteiltes Heimatland gegenwärtig zu bestehen hat. Er ermahnte die Scheidenden, wohin sie auch das Schicksal verschlagen möge, ihrem Vaterlande die Treue zu bewahren. Mit der 3. Strophe des Deutschlandliedes klang die letzte Schulstunde aus.


Das Schuljahr 1959/60

Die Aufnahme der Schulanfänger fand am 9.4. statt. Folgende Kinder traten ihre Schulpflicht an:

Helmut Oestreich, Klaus Weber, Ewald Hack, Walter Soukup, Bernhard Emmert, Adolf Klüh, Rudolf Bülte, Hugo Fuß, Volker Köditz, Egon Fritz, Walter Heurich, Monika Krah, Martha Weß, Hannelore Dohm, Bertilla Kreß, Claudia Langer, Beate Bagus, Gerlinde Staubach, Ilona Schleicher, Jutta Auth und Brigitta Bechert.

11 Knaben und 10 Mädchen.

Nachdem die Formalitäten – Eintragungen usw. - erledigt waren, begrüßte der Schulleiter die anwesenden Mütter und Schulneulinge und sprach über die Schulreife der Kinder, die körperliche u. geistige Entwicklung des Schulneulings. Er betonte besonders, daß nicht jedes schulpflichtige Kind auch schulreif sei, daß sich viele Kinder noch in der Übergangszeit zur Schulreife befinden und solche Zeiten für sie körperliche Belastungen bedeuten. Es wäre unverantwortlich, solche Kinder in die Schule zu schicken, es würde nicht gefördert, sondern müßte an Leib und Seele Schaden leiden. Es braucht noch Zeit und Ruhe zur Entfaltung, dann holt es den kleinen Vorsprung der anderen schon auf. Einem dem Schulreife zurückgestellten Kunde wird die Pause von einem Jahr von Vorteil sein. Es wird später mehr leisten können als die, welche ihm jetzt anscheindend überlegen sind. - Am Schluß seiner Ausführungen erinnerte der Schulleiter daran, daß Erziehungsfagen nur in Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus gelöst werden können und die Eltern regen Gebrauch von der Möglichkeit machen sollten. - Anschließend begrüßte die Lehrerin der 1. Klasse – Frl. Meurer – die Schulneulinge und führte mit dem 2. Schuljahr das Spiel „Wir halten Schule“ auf. Die kleinen Zuschauer verfolgten mit viel Anteilnahme die Aufführung.. Sie fühlten sich in der neuen Umgebung recht heimisch.

Die Gesamtschülerzahl beträgt 124

Hiervon sind:    katholisch         114

                       evangelisch        10

Die Anzahl der Knaben:            63

Die Anzahl der Mädchen           61

 

Der Unterricht wird in 3 Klassen erteilt:

Kl. I     Frl. Meurer                     1. - 3. Schulj.         34 Schüler

Kl. II   Herr Langer                     4. - 5. Schulj.         36 Schüler

Kl. III Schulltr. Grieger                6. - 8. Schulj.        34 Schüler

 

Das neue Schuljahr begann am 9.4.1959. Als techn. Lehrkraft wurde Frl. Maheke dienstl. Wohnung – Hauswurz – der Schule zugewiesen. Frl. Maheke erteilt Hauswirtschaft (Kochen im 7. u. 8. Schulj.) Handarbeit und Werken 3. u. 4. Schuljahr Knaben.

 

70 jähr. Geburtstag des im Ruhestand lebenden früheren Schulleiters Jos. Schmitt

 

Am 8. November 1959 vollendete Hauptlehrer i. R. Kantor Josef Schmitt sein 70. Lebensjahr. Schon am Vortag erschien Regierungsschulrat Schmitt – Fulda, welcher gemeinsam mit der derzeitigen Schulleiter – Hptl. Grieger – den Geburtstagsjubilanten in seiner Wohnung Josefstraße aufsuchte um seine persönlichen Glückwünsche auszusprechen. Er überreichte gleichzeitig ein Schreiben des Minsters für Erziehung u. Volksbildung – Prf. Schütt – Wiesbaden und ein solches des Regierungspräsidenten Dr. Hoch, Kassel in welchen die Glückwünsche und der Dank der Regierung zum Ausdruck gebracht wurden. Am Geburtstage selbst – einem Sonntag – begab sich die ganze Schule – Lehrpersonal - Schüler unmittelbar (bzw. nach dem Gottesdienst zum Hause des Jubilanten. Während die Herbstsonne die düsteren Wolkenschleier verdrängten, ließen die Schüler ihre Geburtstagslieder erklingen. Im Wechsel mit diesen Darbietungen wurden Gedichte vorgetragen und Blumen überreicht. In einer Ansprache würdigte Hptl. Grieger die Verdienste seines Vorgängers und sprach für Lehrer und Schüler die Glück- und Segenswünsche aus. Herr Schmitt dankte dem Lehrerkollegium und den Schülern für die schöne Feierstunde. Mit Einbruch der Dunkelheit erschien der Gesangverein „Harmonie“ begleitet von brennenden lampion- tragenden Schülern, um dem Geburtstagskind ein Ständchen zu bringen.. Während die Kinder mit ihren bunten Lichtern das Gartenrund umsäumten, erschollen die Lieder der Harmonie. Vorsitzender Adolf Östreich überbrachte die Glückwünsche des Vereins und Bürgermeister Atzert die der Gemeinde. Beide Gratulanten überreichten Geschenkkörbe. Der so Gefeierte bedankte sich herzlich und in aufrichtiger Freude für alle Aufmerksamkeiten. Das Schlusswort sprach der jetzige Schulleiter. Die Feierstunde klang aus mit dem von den vielen anwesenden Gemeindebürgern und -bürgerinnen gesungene Lied „Lobe den Herrn!“

 

Versetzung Herr Langer

Herr Langer, der hier seit Oktober 1955 tätig war, ist mit Wirkung vom 1. Januar 1960 als Hauptlehrer nach Mackenzell Kr. Hünfeld versetzt worden. Die Schule veranstaltete für den scheidenden Lehrer eine schlichte Abschiedsfeier. Der Schulleiter sprach die Abschiedswort. Er verflochte seine Ausführungen mit der Darstellung eines kurzen Lebenslaufes des Scheidenden und sprach den Dank aus für die zum Wohle von Kirche, Schule und Gemeinde geleistete Arbeit. Anschließend wünschte er Herrn Langer und seiner Familie für seinen neuen Wirkungsort alles Gute. Herr Langer dankte mit herzlichen Worten für die aus Anlaß seiner Versetzung gestaltete Abschiedsfeier und wünschte Lehrern und Schülern eine frohe Zukunft. Schülerinnen trugen Gedichte vor und überreichten Blumen und ein Abschiedsgeschenk. Die Feier wurde durch Lieder des Schülerchores eingeleitet und geschlossen. Unter dem Kollegium, das an der Abschiedsfeier teilnahm, war auch der Nachfolger von Herrn Langer – Herr Kurt Schloßbauer, der noch besonders begrüßt wurde.

Herr Schloßbauer ist am 26.1.1936 in Jägerndorf – Ostsudentenland (CSR) geboren. Die Familie hat mit den vielen anderen das Vertiebenenschicksal erlitten. Sie ist nach einer entbehrungsreichen Zeit in Fürstenhage Kr. Witzenhausen seßhaft geworden. In Hess. Lichtenau bestand Herr Schloßbauer im März 1956 die Reifeprüfung. Es folgte ein 6 semestriges Studium am pädagoischen Institut Jugenheim a.de. Bergstraße. Im Februar 1959 legte er seine erste Lehramtsprüfung ab. Anschließend erfolgte eine versetzungsweise Beschäftigung in Mackenzell. Mit Wirkung vom Januar 1960 ist Herr Schloßbauer nach hier versetzt.

Schulentlassung 1959/60

Am 19.März wurden nach gesetzlich erfüllter Schulpflicht 4 Schüler und 5 Schülerinnen aus der Schule entlassen: Hugo Kopp, Günther Matzner, Helmut Ruppert, Heinz Schleicher, Agnes Auth, Annemie Becker, Ursula Döppel, Magdalena Heil und Klara Heurich.

In einer Feierstunde umriß der Schulleiter den Lebensabschnitt der Kinder- und Schulzeit. Insbesondere lob er die Bedeutung dieses Zeitabschnittes für die künftigen Epochen im Leben des Menschen hervor. Er erinnerte an die mahnenden Worte, die er zu Beginn eines jeden Schulhalbjahres den Kindern zurief und dankte allen welche die wohlgemeinten Ratschläge in ihren Herzen aufnahmen und die Schulzeit mit dem nötigen Ernst ausfüllten.

Im 2.Teil der Feier erinnerte der Sprechen alle Schüler, das religiöse Gut, welches ihnen die Schule auf ihren Lebensweg mitgegeben hat, allezeit lebendig sein zu lassen.

Der letzte Teil bewegte sich an die Gedanken Heimat – Vaterland. Heimat- und Abschiedslieder wurden harmonische eingestreut.

Gäste waren nicht eingeladen. Die Feierstunde war absichtlich improvisiert. Doch der Humor fehlte nicht. Der Schulleiter ließ die „Schülerblüten“ im Laufe der letzten Jahre sammeln. Die Verlesung derselben wurde mit viel Beifall u. Lachen aufgenommen. Es hat sich gezeigt, daß auch eine unvorbereitete Feierstunde den Sinn einer solchen voll erfüllte. Und gerade eine Abschiedsfeier sollte, wie in diesem Falle, nur für den Abschiednehmenden sein. Dazu gehören der Lehrer und die aus dem bisherigen Klassenverband noch verbleibenden Schüler. Die Feier klang aus mit der 3.Strophe des Deutschlandliedes.


Schuljahr 1960/61

Das neue Schuljahr begann am 27. April. Es wurden an diesem Tage 11 Knaben und 9 Mädchen aufgenommen: Wolfgang Hohmann, Bernhard Klug, Bernhard Kraus, Josef Klüh, Gerhard Dollinger, Peter Kielenz, Gerhard Ritter, Andreas Rempeters, Reiner Wiegand, Ewald Weber, Klaus-Dieter Berlik, Brunhilde Möller, Hildegard Bagus, Renate Henkel, Elvira Gärtner, Karin Hofmann, Waltraud Heil Gabriele Bülte, Elke Auth und Maria Heil.

Nach Erledigung der Formatitäten begrüßte der Schulleiter die anwesenden Mütter und Schulneulinge. Er sprach über die Schulreife, die sich aus der körperlichen, der geistigen, der gefühlsmäßigen u.sozilaen Reife zusammensetzt. Auch bedachte er die Frage „Schule und Elternhaus“. Anschließend führte das 2. Schuljahr ein Spiel auf, welches die Kleinen mit viel Anteilnahme verfolgten.

Die Gesamtschülerzahl beträgt 135. Sie ist gegen das Vorjahr um 11 gewachsen.

            Knaben             75

            Mädchen           60

            katholisch:      123

            evangelisch:     12

 

Der Stundenplan ist für 4 Klassen mit 3 Lehrern aufgestellt. Die 3. Lehrstelle ist z. Zt. unbesetzt. Von den gegenwärtig hier anwesenden Lehrkräften -Frl. Meurer und Schulleiter – muß demnach jede zwei Klassen betreuen.

Klasse I u. II               Frl. Meurer                 75 Schuler

Klasse III u. IV.           Schulleiter                  60 Schüler

 

Bundesjugendspiele

Am 2. Juli wurden die Bundesjugendspiele in Flieden durchgeführt. Die Schule beteiligte sich mit 63 Schülern und Schülerinnen. Die Schule Rommerz hatte 20 Landessieger u. 3 Bundessieger. Bundessieger: Gabriele Albert 58 Pkte, Floribert Möller 56,5 Pkte, Fridolin Schäfer 58,5 Pkte. Nach der Siegerehrung und Preisverleihung stimmten alle Teilnehmer die 3. Strophe des Deutschlandliedes an.

 

Alarmübung

Am 19.August wurde hier die erste Alarmprobe – Brandgefahr – durchgeführt. Diese fand nach einem Unterricht über die Verhaltensmaßregeln bei Alarm statt. Die Lehrkräfte wurden von dieser ersten Alarmprobe verständigt. Der Alarm verlief nach der vom Schulleiter aufgetellten Alarmordnung. Hiervon hängt in jedem Klassenzimmer ein Exemplar.

 

Neue Lehrkräfte

Als Nachfolger des apl. Lehrers Kurt Schloßbauer, welcher am 1.4.1960 nach Oberufhausen Kr. Hünfeld versetzt wurde, hat die Regierung den al. Lehrer Franz Wellek der hieß. Schule zugeteilt. Am 16.8.1960 begann begann Herr Wellek hier seine Tätigkeit. Herr W. ist am 23.1.1937 in Wallern (Böhmerwald) geboren. 1946 wurde die Familie nach Presberg – Rheingau ausgesiedelt.. Herr Wellek besuchte das hum. Gymnasium in Hadamar, wo er 1957 sein Abitur machte. Er besuchte die päd. Akademie Jugenheim und legte dort seine erste Lehrerprüfung im Juli 1960 ab. Seine Eltern wohnen jetzt in Geisenheim-Nothgottes im Rheingau.

 

Entlassungen

Ostern 1961 verließen nach erfüllter Volksschulpflicht 9 Knaben und 8 Mädchen die Schule. Die Entlassung fand im großen Saal des Gasthauses Imhof statt wozu die ganze Gemeinde eingeladen war.Die Veranstaltung vollzog sich am Sonntag den 26. März. Der Saal war wie stets bei solchen Anlässen schon gut gefüllt. Der Schulleiter begrüßte die Eltern u. Freunde der Schule und wies auf die Bedeutung des Abends hin. Das Programm wurde von allen Stufen bestritten, Mit einem Kanon und Frühlingslied – vorgetragen von der Oberklasse, spielte die U.Stufe unter Frl. Meurer ......Hase u. Igel und Abenteuer im Walde. Die Kleinen gewannen mit ihrem zwanglosen Spiel die Herzen aller Zuschauer. Herr Wellek hatte mit der Mittelstufe zwei Schwänke von Stegeweit „ Iha , der Esel“ u. „Die Gans“eingeübt. Die Oberklasse brachte das Chorspiel „Die Mühlenlegende.Mit der Aufführung der Theaterstücke wechselten mehrstimmige Lieder, durch den Schülerchor vorgetragen, ab. Als letzter Teil des Abends fand die eigentliche Entlassung statt. Die Schüler und Schülerinnen nahmen auf der Bühne im Halbrund Aufstellung. Durch Gedichte brachten die Schülerr Abschied und Dank zum Ausdruck. Der Schulleiter richtete nun noch die Abschiedsworte an die Jungen und Mädchen. Vor ihrem geistigen Auge entrollte er noch einmal die 8jährige Schulzeit, angefangen vom 1. Schultag bis heute und hob besonders das geistige Brachtum dabei hervon. Er streifte in seinen weiteren Ausführungen die Zukunft der Jungen und Mädchen und wies auf die damit zusammenhängenden Aufgaben der Schule hin, welche jedem einzelnen die Grundlage dazu gibt, im späteren Leben ein volljähriger Staatsbürger zu werden, der in seinem Berufe Anerkennung findet und auch am politischen Geschehen aktiv mitwirken soll. Abschließend ermahnte er sie, neben anderem Tugenden insbesondere die der Dankbarkeit sich angelegen sein zu lassen, Dankbarkeit insbesondere auch den Lehrern gegenüber. Nun noch wünschte er den Entlassschülern für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen immerdar. Mit kurzen Worten wandte er sich noch an die Eltern. Er brachte zum Ausdruck, daß die Schule mit dieser Stunde den Eltern ihre Kinder wiedergäbe, für sie nun durch 8 Jahre nach bestem Gewissen neben dem Elternhaus beteut hat. Er vergaß nicht zu betonen, daß nunmehr die Eltern allein die Verantwortung trügen, die eigentlich niemals erlöschen sollte. Mit dem Lied „Kein schöner Land“ u. Einem „Gute Nacht“ Kanon nahmen die Kinder Abschied.

Hier die Namen der Entlassschüler Ostern 1961:

Anton Ott, Lothar Vogel, Hermann Auth, Ewald Henkel, Helmut Möller, Walter Möller, Eberhard Oestreich, Helmut Schöppner, Martin Möller, Gabriele Albert, Roswitha Klaus, Rosemarie Krah, Helga Ott, Ursula Weß, Marianne Weber, Ursula Wurmehl, Elfride Berlik.


Das Schuljahr 1961/62

Es begann am 12. April. An diesem Tage wurden 9 Jungen u. 9 Mädchen in die Schule aufgenommen. Der Schulleiter begrüßte in Abwesenheit der Klassenlehrerin -Frl. Meurer- die Mütter der keinen Kandidaten. Er sprach zu ihnen über Schulreife – Zurückstellung von Schulneulingen und die günstigen Auswirkungen dieser Maßnahme für die Entwicklung der Kinder. Zum Schluß wies er auf die Zusammenarbeit Schule – Elternhaus hin. Er ermahnte die Eltern, von der Möglichkeit der Ansprache – Eltern-Lehrer regen Gebrauch zu machen.

Folgende Schulneulinge wurden ins Hauptbuch eingetragen: Walter Glückler, Herbert Kreß, Gerold Grundig, Udo Deutrich, Gerhard Kreß, Josef Rempeters, Reiner Grünberg, Werner Hörl, Udo Meffert, Monika Bagus, Elisabeth Schad, Ingrid Seuring, Claudia Giebel, Petra Jökel, Ursula Bolz, Maria Mattheis, Silvia Otto, Maria Gärtner.

Die Gesamtschülerzahl beträgt 137.

            Knaben            70

             Mädchen         67

             katholisch:      121

             evangelisch:    16

 

Die Schüler werden in 4 aufsteigenden Klassen von 3 Lehrer unterrichtet

Klasse I           42 Schüler                  Frl. Meurer

Klasse II          38 Schüler                  Herr Wellek

Klasse III         29 Schüler                  (Vertreterklasse)

Klasse IV         28 Schüler                  Schulleiter

 

Bundesjugendspiele 1961

Am 1.Juli wurden die Bundesjugendspiele in Flieden durchgeführt. Die Schule Rommerz beteiligte sich daselbst mit 60 Schülern. Nach der Begrüßung durch den ört.. Schulleiter Rektor Schratz, nach gemeinsamem Absingen des Turnerliedes, starteten die Wettkämpfe. Rommerz ging mit 27 Siegern, darunter 3 Bundessiegern aus den Kämpfen hervor (459 Sieger). Mit einer Siegerehrung u.dem Deutschlandlied schlossen die Spiele ab.

Bundessieger waren:

  1. Manfred Kielenz (10 Jahre) 68,5 Pkte
  2. Arno Hartmann (10 Jahre)  56 Pkte
  3. Harald Ratzka (12 Jahre)    55 Pkte.

 

2.techn. Lehrerin

Mit Wirkung vom 16. August 1961 wurde die apl. techn. Leherin Schlitzer (Hainzell) dem Schulaufsichtskreis Fulda-Süd-Dienstort Rommerz zugeteilt. An der Schule sind somit 2 techn. Lehrerinnen tätig. Frl. Malke u. Frl. Schlitzer. Fr. Malke erteilt Hauswirtschaft 7./8. in demselben Schuljahr. Handarbeit – im Schnitt in der Woche 3 Stunden. Frl. Schlitzer erteilt Turnen 5./8. Schuljahr Mädchen und Handarbeit in 2 Abteilungen für 3./6. Schuljahr – 7 Std. wöchentlich.

 

Schulentlassung 1962

Diese wurde von der Regierung auf den 17. März festgelegt. Die Entlassungsfeier fand im Schulsaal statt. In seiner Ansprache erinnerte der Schulleiter rückblickend an die 8 Schuljahre, die im Leben des Kindes einen besonders wichtigen Abschnitt darstellten. Er stellte die Bedeutung der Schuljahre für das künftige Leben des Staatsbürgers heraus und dankte allen Schülern, die mit Fleiß und Gewissenhaftigkeit diese Zeit erfüllten. Im 2.Teil betonte der Sprecher im künftigen Leben der religiöse Gruß.welches die Schule den Kindern angedeihen ließ, stets lebendig zu erhalten. Im letzen Teil führte er Gedanken aus, die sich um den Menschen im Heimat und Vaterland bewegten. Die Ansprache schloß mit dem Deutschlandlied, Lieder u.Gedichte umrahmten die Worte des Schulleiters. Die Feier klang aus in Anschiedsliedern, welche die Schüler nach freier Wahl sangen. Dann folgte die Aushändigung der Entlassungszeugnisse. Es wurden folgende Schüler entlassen:

Friedrich Fuß, Heribert Möller, Friedolin Schäfer, Bernd Schleicher, Norbert Koszudowsli, Werner Herbert, Helmut Engelmann, Hans-Jürgen Otto, Adolf Maul, Irene Bagus, Gerda Oestreich, Sieglinde Resch, Annette Ritzel, Margarete Weiß.

Waldemar Zeccin, der im Laufe des Schuljahres von der Ostzone kam, wo das Schuljahr erst im Herbst beginnt, ist bis Herbst 1962 vom Schulamt beurlaubt. Dann folgt erst seine Entlassung.

Lehrer Franz Wellek, der seit August 1960 hier wirkte, ist mit Beginn des neuen Schuljahres nach Johannesberg versetzt worden. An seine Stelle trat Herr Baumgartl von Hettenhausen. H. Baumgartl. 1904 in Ruditzgrün Kr. Falkenau, Egerland geboren, diente 1925/26 im tschechischen Heer. Wegen Drangsalierung der deutschen Schule durch die Tschechen ist Herr B. erst 1928 in den Schuldienst eingetreten. Bis dahin war er stellenlos, in welcher Zeit er den Bauernhof seines Vaters bewirtschaftete. 1930 zweite Lehrerprüfung. 1939 – 1945 Soldat (Kriegsdienst); 1945 Verwundung durch Granatsplitter; amerikanische Gefangenschaft; bis 1948 Lager Darmstadt; bis 1950 fremdberuflich tätig; 1950 Wiedereinstellung im Schuldienst Hauswurz, 1954 in Hettenhausen, mit Beginn des Schuljahres 1962/63 Rommerz. 1946 wurde seine Familie aus der Heimat (Egerland) vertrieben. Ihr erster Zufluchtsort war Flieden.. Herr B. wohnt mit Familie in Neuhof, wo er ein Eigenheim besitzt. Er muß täglich seinen Weg Neuhof – Rommerz mit dem Fahrrad zurücklegen

 


 

Schuljahr 1962/63

Die Schulaufnahme der Schulneulingen erfolgte am 25. April 1962. Der Schulleiter begrüßte die Mütter der Kinder und sprach zu ihnen über die richtige Vorbereitung der Kinder auf die Schule – Schule – Elternhaus.

Folgende Kinder wurden aufgenommen: Ewald Kollmann, Jürgen Auth, Stefan Ruppel, Horst Heil, Reinhold Klüh, Werner Kullmann, Wolgang Glückler, Brigitte Schleicher, Gabriele Kreß, Christina Bagus, Maria Hohmann, Petra Möhle, Cornelia Gisselmamm, Gabriele Grünberg, Angelika Staubach, Waltraud Mahr, Hannelore Scheich, Maria Eckert, Helga Bode.

Nach der Eintragung der neuen Schulbürger begrüßte die Klassenlehrerin – Frl. Meurer – ihre Neulinge und führte mit den älteren Schülern das Spiel „Heiner im Storchennest“ auf. Eine passende Kulisse sorgte für Verlebendigung dieses lustigen Stückchens, das viel Freude auslöste.

Die Gesamtschülerzahl:         141

            katholisch                124

            evangelisch               16

 

Kl. I.    Frl. Meurer                   41

Kl. II   Herr Baumgartl             40

Kl. III  (Vertreterklasse)          30

Kl. IV  Schulleiter Grieger        30

 

Goldenes Priesterjubiläum Pfarrer Roßmann

Pfarrer Roßmann, der seit 1934 hier tätig ist, konn te am Pfingstmontag unter großer und herzlicher Anteilnahme der Gläubigen sein goldenes Priesterjubiläum begehen. Das Dorf hatte Festschmuck angelegt. In Prozession wurde der Jubila zum Gotteshaus geleitet. Am Pfarrhause sang der Schülerchor „Lobe den Herren“ (Psalm 102). Pfarrer Weigand -Petersberg wies in seiner Begrüßungsansprache auf die Sendung des Priesters hin und bat die Gemeinde, mit dem Jubilar Gott zu danken und an der Freudedes Tages innigen Anteil zu nehmen. Msgr. Dompfarrer Abel, - ein Schüler des Jubilanten – konnte in seiner Festpredigt an Text „Geist der Pfingstsequenz die Würde des Priesters denken, der..Übergang.des hl. Geistes in der Verkündigung und Sakramentenspendung, besonders in der Eucharistiefeier ist. Dem Wunsche des Jubilars entsprechend nahmen die Pfarrangehörigen auch am eucharistischen Mahle teil. Nach dem Jubiläumsamt an dem neben den Verwandten, die Pfarrgemeinde lebendigen Anteil nahm, wurde der Jubilar wieder zum Pfarrhause zurückgeleitet. Am Abend wurde der Jubilar in der Gastwirtschaft – weißer Saal - zu einer weltlichen Feier geehrt. Dieser Abend wurde insbesondere durch die Schule und den Gesangverein „Harmonie“ gestaltet. Die Festansprache hielt Pater Bleuel – Marianum Fulda. Gedichte und Lieder wurden im Wechsel vorgetragen. Schüler der Oberklasse brachten „Die Legende der hl. Elisabeth – Rosenwunder“ zur Aufführung. Kirchenvorstand, poli. Gemeinde,.örtl. Vereine, Gesangverein und Schule gratulierten durch ihre Sprecher u. überreichten Geschenke. So wirkten Kirchen- u.polit. Gemeinde, kirchliche und weltliche Vereine, Kinder u. Lehrer mit, ihrem treusorgenden, eifrigen Seelenhirten einen Tag dankerfüllter Freude zu schenken. Pfarrer Roßmann dankte bewegt allen, die mithalfen, den Festtag zu verschönern. Rommerz habe nicht nur seien Priester sondern sich selbst geehrt Mit den gemeinsam von allen Anwesenden gesungenen Liedern „Lobe den Herren....“ u. „Nun Brüder eine gute Nacht“ klang der Abend aus.

 

Elternbeirateswahl

Sie fand am 24.6. statt. Der Schulelternbeirat setzt sich wie folgt zusammen:

Es wurden gewählt:

Kl. I                Rosa Hohmann                      Vertr.: Adolf Kommann

Kl. II               Willi Hofmann                       Vertr.: Therese Bagus

Kl. III              Heinrich Wiegand                  Vertr.: Adelheid Kielenz

 Kl. IV              Emil Schöppner                     Vertr.: Josef Heil

 Vorsitzender - Willi Hofmann

 Schriftführer – Rosa Hohmann

 

Bundesjugendspiele 1962

 

Sie fanden am 26. Juni in Flieden statt. Dort beteiligten sich folgende Schulen daran: Flieden, Döngesmühle, Rückers, Struth, Schweben und Rommerz. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied begrüßte Rektor Schratz – Flieden die Schüler und Lehrpersonen. Bei ausgezeichneter Witterung wurden die Wettkämpfe durchgeführt. Die Schule Rommerz beteiligte sich mit insgesamt 69 Schülern. Die besten Leistungen verzeichneten.

 

            Jungen:           Harald Ratzka            54,5 Pkte.

                                 Manfred Kielenz          56 Pkte.

                                 Walter Soukup             54 Pkte.

 

            Mädchen:       Christa Köditz              46,5 Pkte.

                                Marlies Wienold            46,5 Pkte.

                                Marianne Zährl             43,5 Pkte.

 

Es erhielten 32 % der Teilnehmen die Siegerurkunden.

 

Elternhaus und Schule

Im Winterhalbjahr 1962/63 sprach Schulrat i. R. Jos. Weigand im Rahmen der Volkshochschule Fulda in der hiesigen Schule zu den Eltern über folgende Themen:

  1. Auftrag und Verantwortung
  2. Entwicklung des Kindes
  3. Was liest dein Kind?
  4. Bleibe deinem Glauben treu
  5. Übe die Tugend der Dankbarkeit
  6. Bleibe deiner Heimat treu

 

Schulentlassung 1963

Nach beendeter Schulpflicht wurden die Schüler und Schülerinnen des 8. Schuljahres am 16. März entlassen. An diesem Tage wurden ihnen auch die Entlassungszeugnisse ausgehändigt. Da eine öffentliche Feier im Saale Imhof vorgesehen war, wurden die Kinder in eines kurzen Feierstunde vom Schulleiter auf die Bedeutung dieses Tages hingewiesen. Heimat- und Abschiedslieder gaben dieser Stunde einen sinnvollen Rahmen. Die öffentliche Feier war für Sonntag den 17.3. vorgesehen. Da jedoch zwei Lehrkäfte erkrankt waren und dieser Abend mit Spielen aller Klassen in seinem 1.Teil ausgefüllt werden sollte, war eine Verschiebung um zwei Wochen notwendig geworden, sodaß die Gemeinde für Sonntag den 31.3.in den großen Saal von Imhof eingeladen wurde. Der Schulleiter konnte nach einem Willkommenslied einen voll besetzen Saal begrüßen. Gleich darauf begannen unsere Kleinsten damit ihre schauspielerishe Kunst auf der Bühne zu zeigen. Der 1.Teil war recht lustig und sollte nur der Unterhaltung dienen. Die einzelnen Klasse führten der Reihe nach auf: Handwerker, Hans im Glück, Doktor Allwissen u. Zirka Sellerie. Dazwischen sang der Schülerchor sich gut einfügend Lieder.Der kräftige Applaus zeigt, daß die Schule die rechte Wahl des Programms getroffen hatte. Die eigentlicheEntlassunsfeier erfolgte nach einer Pause im 2.Teil des Abends, der mit dem Lied „Wir sind jung, die Welt ist offen“ seinen Auftakt nahm.Die Oberklasse führte anschließend auf „Die Probe vom Stein“ Es ist dies eine choristisches Spiel von Nächstenliebe.In einleitenden Worten wies der Schulleiter darauf hin, das sich gerade dieses Spiel der Besinnlichkeit in den Rahmen des heutigen Sonntags „Misereor“ gut einfügt. Mit großer Aufmerksamkeit folgten die Zuschauer der Handlung. Man konnte feststellen, daß diese Darbietung einen tiefen Eindruck hinterließ. Nach diesem Spiel richtete der Schulleiter an die Entlassschüler, die auf der Bühnen Aufstellung genommen hatten, Worte an dieselben. In seiner Ansprache hob er insbesondere drei Mahnungen hervor:1.  "Bleibe deinem Glauben treu"  - 2. "Übe die Tugend der Dankbarkeit" und 3. "Bleibe deiner Heimat treu"

Nach einem kurzen Wort an die Eltern der Entlassschüler schloß die Feier mit dem Lied „Kein schöner Land“ und einem Gute-Nacht-Kanon.

Insgesamt wurden 12 Mädchen und 7. Jungen entlassen. Dies die Namen:

Willi Schöppner, Hugo Heil,Theo Oestreich,Bernhard Heil, Winfried Balzer, Paul Emmert, Siegbert Klug, Gabi Weber, Renate Krah, Roaswitha Wolf, Gisela Weß, Rita Spruck, Margit Schleicher,Rosemarie Kreß, Angela Schad, Mechthild Eckert, Anita Weß, Maria Fritz, Christa Köditz

 


 

Schuljahr 1963/64

 

Der erste Schultag im neuen Schuljahr war der 18. April. Am gleichen Tage um 11 Uhr fand die Aufnahme der Schulneulinge statt. Es wurden 18 Knaben und 13 Mädchen aufgenommen. Hier die Namen:

Günther Lorenz, Walter Fritz, Matthias Heurich, Martin Schiebener, Hubert Betz, Roland Hofmann,Robert Ott, Martin Balzer, Rudolf Kreß, Reiner Klug,Wolfgaang Auth, Helmut Maul,Kuno Hofmann, Josef Demel, Helmut Hack,Barbara Hartmann, Ingrid Schad, Gerlinde Grundig, Monika Riedl, Ursula Möller, Maria Balzer, Monika Atzert, Barbara Heurich, Carmen Gärtner, Brigitte Baumann, Maria Bagus, Christa Kullmann, Ute Bagus

Der Schulleiter begrüßte in Gegenwart der ...........   Klassenlehrerin - Frl. Meurer- die Neuaufgenommenen u. deren Mütter und sprach über das Thema “Wie lernt das Kind in der modernen Schule?” Frl. Meurer richtete ihrerseits Worte an die Eltern u. Kinder und stellte dabei insbesondere die Zusammenarbeit - Schule - Elternhaus - heraus. Anschließend führte die Lehrerin Farb-Dias (Osterhasenbilder) den Kindern vor. Nach Empfang der Überraschungen konnten die Kleinen den Heimweg antreten.

 

Geamtschülerzahl:        147

 

            katholisch       133

            evangelisch      14

 

Wegen der ungleich starken Jahrgänge ist folgende Klasseneinteilung getroffen:

 

Kl. I                1. Schuljahr                31 Schüler                  Frl. Meurer

Kl. II               2.u. 3. Schuljahr          38 Schüler                 Vertreter

Kl III               4.u. 5.Schuljahr           42 Schüler                 Herr Baumgartl

Kl IV               6. 7. u. 8. Schuljahr      36 Schüler                Schulleiter Grieger

 

Johannes XXIII stirbt          

 

Das Oberhaupt der kath. Kirche - Papst Johannes XXIII starb am 3. Juni (2. Pfingsteiertag) im Alter von 81 Jahren. Millionen Menschen in aller Welt trauern um den Oberhirten der röm. kath. Kirche, dem in den letzten Tagen seines Lebens wie keinem seiner Vorgänger Beweise der Symphatie und Anteilnahme aus allen politischen Lagern, aus allen Konfessionen und Rassenzugehörigkeit zuteil geworden waren. Papst Johann XXIII regierte 4 ½ Jahre die Kirche Christi.

 

Abschiedsfeier für Pfarrer Johannes Roßmann (9.6.1963)

Nach 29 jähr. Tätigkeit als Pfarrer der Pfarrei Rommerz trat der Seelsorger in den Ruhestand im Alter von 77 Jahren. Die Pfarrangehörigen bereiteten ihm in herzlicher Danbkbarkeit u. Verbundenheit einen würdigen Abschiedsabend. Der große Saal Imhof war voll besetzt. Pfarrverweser Erwin Sturm begrüßte die Anwesenden, insbesondere die Geistlichkeit des Dekanates, die vollzählig erschienen war. Die Gestaltung des Abends übernahmen Gesangverein „Harmonie“ unter Leitung von Hptl. Grieger und die Schule. Gesangsvorträge und Gedichte leiteten die Feier ein. Dann traten die Sprecher auf die Bühne. Für den Kirchenvorstand Paul Jahn, für die Gemeinde Bürgermstr. Josef Atzert und Hptl. Grieger für die Schule.. Alle rühmten die Tätigkeit des scheidenden Pfarrers als Mensch, Mitbürger, Priester un d Seelsorger und brachten manche schöne Erlebnisse aus der langen Tätigkeit in Rommerz in Erinnerung.Dann folgte ein Einakter, welchen der Schulleiter mit Schülern der Oberklasse eingeübt hatte, betitelt „Der Arme u. der Reiche“. Dieses dramatische Märchen paßte mit seiner Idee – Barmherzigkeit gegen die Armen ist Christenpflicht, die von Gott belohnt wird – vorzüglich in den Rahmen einer Priesterfeier.

Im 2. Teil widmeten die Dekantsgeistlichen dem scheidenden Mitbruder Abschiedsworte. Zuerst sprach Domkapitular Dr. Heribert Abel – Fulda, der von dem ehemaligen Kaplan Johannes Roßmann in Poppenhausen den ersten Lateinunterricht erhalten hatte und manche köstliche Anekdote von diesem Lateinlehrer zu berichten wußte. Dann sprach Pfarrer Fröhlich – Mittelkalbach, der als Pfarrverweser von Rommerz im Jahre 1934 such den Willkommensgruß der Pfarrgemeinde Rommerz dem neuen Pfarrer Roßmann entboten hatte. Anschließend dankte Pfarrer i. R. Roßmann für alle Beweise von Liebe u. Anhänglichkeit seiner Pfarrkinder. Er versprach, im Ruhestand durch Opfer und Gebet dafür Dank abzustatten und bat um ebenso verstehende Haltung seiner ehemaligen Pfarrkinder gegenüber dem neuen Pfarrer Erwin Sturm aus Fulda. Ein Film über „Priesterweihe“ durch Kardinal Wendel – München beschloß die eindrucksvolle Abschiedsfeier für Pfarrer Roßmann.

Pfarrer Roßmann stammt aus Altenmittlau im Freigericht. Im Jahre 1934 wurde er – nach den Stationen Poppenhausen, Flieden und Momberg von Bischof Dr. Joseph Damian Schmitt nach Rommerz berufen. Neben seinen seelsorgerischen Aufgaben setzte er sich für die Fertigstellung der neuen Kirche ein – Glockenturm, neues Geläut, neue Orgel und Olheizung. Durch seine Leutseligkeit, Bescheidenheit und dem nie versiegenden Humor, durch Volkstümlichkeit in Predigt, Unterricht und Seelsorge und durch seine unsterbliche Frömmigkeit hat Pfr. Roßmann sich die Herzen seiner Gemeinde zu dankbarer Liebe verpflichtet.

Sein Nachfolger – zunächst als Pfarrverweser – ist seit 1. Juni 1963 bis dahin Kaplan Erwin Sturm, Hanau.

 

Bundesjugendspiele 1963

Diese wurden in Flieden durchgeführt. Folgende Schulen wurden dort vertreten: Flieden, Döngesmühle, Struth, Rückers, Schweben u. Rommerz. Nach Begrüßung durch Rektor Schratz – Flieden und gemeinsam gesungenen Liedern begannen die Wettkämpfe. Rommerz war mit 69 Schülern u. Schülerinnen angetreten. Davon erhielten 24 den Siegerpreis = 34%, davon 3 Bundessieger.

            Harald Ratzka            63 Pkte.

            Walter Soukup           59,5 Pkte.

            Manfred Kielenz         57,5 Pkte.

Von den Mädchen erreichten die besten Leistungen

            Jutta Auth                   47 Pkte.

            Hannelore Heurich       44 Pkte.

            Martha Weß                42,5 Pkte.

Den Staffellauf gewann die Schule Rommerz vor Flieden I.

 

Nach den Sommerferien.

Der Unterricht begann am 21. August, es wurde der apl. Lehrer Peter Krah der Schule zugewiesen. Er übernahm die Klasse II.

Kl. I                1. Schuljahr               31 Schüler                  Frl. Meurer

Kl. II               2.u. 3. Schuljahr         38 Schüler                 Herr Krah

Kl III               4. u. 5. Schuljahr        42 Schüler                 Herr Baumgartl

Kl IV               6. -. 8. Schuljahr        36 Schüler                  Schulleiter Grieger

Herr Peter Krah wurde am 2.3.1915 in Jossa Kr. Fulda geboren. Er besuchte das humanistische Gymnasium Fulda. 1935 Abitur. Recht Semester Theologie in Fulda. Teilnehmer des 2. Weltkrieges, schwer verwundet. Feldzüge in Frankreich u. Rußland – bis 1950 in russ. Gefangenschaft. Nach Rückkehr konnte Herr Krah wegen Krankheit das theol. Studium nicht mehr fortsetzen. 1953 übernahm er den väterlichen Bauernhof in Jossa. Wegen Gehbehinderung Verwundung mußte Herr Krah auch diese Tätigkeit aufgeben. Nach 3 Semestern Studium an der pädag. Hochschule Jugenheim 1963 Staatsexamen. Seit 22. August 1963 in Rommerz im Volksschuldienst..

Am 16.12.1963 wurde der 4. Schulraum mit neuen Möbeln (Tische, Stühle) ausgestattet. Tische u. Stühle gehören zur Gruppe Größe I u. II für das erste bzw. zweite Schuljahr. Die Lieferung erfolgte widerum durch die Fa. G. Straub, Butzbach. Somit sind alle vier Räume mit modernen Schulmöbeln ausgestattet.

Am 10. März 1964 erhielt die Schule eine neue, moderne Nähmaschine – Ladenpreis annähernd 900 DM, Vorzugspreis für die Schule – etwa 480 DM.

Schulentlassung 1964

Nach beendeter Schulpflicht wurden am 14. März 5 Knaben und 7 Mädchen entlassen. Die Entlassfeier fand im Schulsaal statt. Der Schulleiter wies in seiner Ansprache auf die vergangenen 8 Jahre hin und stellte den Entlassschülern die Wichtigkeit dieses Abschnittes im Leben des Kindes vor Augen. Im 2. Teil seiner Ausführungen ermahnte er die Kinder, auf den erworbenen Grundlagen weiter aufzubauen, um einmal ein tüchtiger Bürger des Staates zu werden, der auf seine Weise mithelfen soll am Aufbu der Gemeinschaft. Insbesondere erinnerte der Sprecher daran, daß der einzelne bei all seinen Zielsetzungen und Planungen sich von dem in der Schule erworbenen religiösen Gut leiten lassen solle. Im letzten Teil bewegten sich die Gedanken um unsere Heimat und das Vaterland. Wir sollten nie vergessen, daß es die Aufgabe aller Menschen sei, wieder ein geeintes Deutschland zu schaffen, gegenwärtig aber unserer getrennten Brüder und Schwestern stets gedenken, vot allem durch die tätige Hilfe. Mit dem Deutschlandlied klang die Ansprache aus. Gedichte, Heimat- und Abschiedslieder fügten sich noch in den Rahmen der Entlassfeier ein. Am Schluß sangen die Kinder die der Schule Rommerz traditionellen Abschiedslieder im Wechsel mit den noch verbleibenden Schülern, wobei manche Träne die Wangen hin runter rollte. Als Abschluss erfolgte die Überreichung der Entlassungszeugnisse. Es wurden folgende Schüler und Schülerinnen entlassen:

Harald Ratzka, Werner Balzer, Josef Soukup, Gerhard Bolz, Diethard Kreß, Agnes Heil, Elfriede Oestreich, Iris Köditz, Regina Würfel, Marita Theurer, Antonia Becker, Waltraud Ritzel

In die Realschule Neuhof wurden folgende Kinder aufgenommen:

Elke Auth, Jutta Auth, Bernhard Kraus, Irmgard Hack, Hildegard Bagus, Wolfgang Hohmann

Domgymnasium Fulda: Adolf Klüh

Marienschule Fulda: Ursula Heumüller

 

Verabschiedung des Schulleiters, Hauptlehrer Max Grieger

Nach 32 jähr. Tätigkeit als Erzieher und Lehre an der hies. Schule wurde ich wegen Erreichung der Altersgrenze verabschiedet. Der Abend, den die Gemeinde veranstaltete, war für mich durch die große Beteiligung und vielen Dankesbezeugungen durch Ansprachen u. Geschenke ein Beweis dafür, daß mein Wirken hier Anerkennung gefunden hat. Es sollte dies für einen Lehrer nicht letztes irdisches Ziel sein, den Abgang mit einem solchen „Staatsakt“ gekrönt zu wissen. Das wäre Selbstzweck und es lag auch nicht in meinem Sinn. Aber trotzdem kann es für einen Lehrer, der lange Zeit in einer Gemeinde tätig war, von wohltuender Wirkung sein, wenn er in den Äußerlichkeiten die Anerkennung seiner Arbeit feststellt. Vox populi, vox die!

Am folgenden Morgen, dem 23. März 1964 fand im oberen neuen, festlich geschmückten Schulsaal, die behördliche Verabschiedung statt. Neben den Familienangehörigen des Scheidenden waren anwesend: Schulrat Staender (Schulamt Fulda-Süd), Pfarrer Sturm, Pfarrer Groth – Neuhof, Bürgermeister Atzert, Elternbeiratsvorsitzender Willi Hofmann, Frau Maria Francois und das Collegium: Frl. Meurer, Frl. Schlitzer, Herr Baumgartl u. Herr Krah. Auch hier fanden die Sprecher herzliche Worte für den Scheidenden. Schulrat Staender übergab ein Dankschreiben nebst Urkunde vom Regierungspräsidenten. Die Oberklasse (6. - 8. Schulj.) und einzelne Schüler der jüngeren Jahrgänge gehörten zu Auditorium. Durch Lieder und Gedichte mit Überreichen von Blumen wurden der Feier eine besondere Note verliehen. Der nunmehr Verabschiedete dankte allen Rednern. Seine Worte schlossen mit dem Dank gegen Gott u. der gemeinsam gesungenen Hymne „Großer Gott wir loben dich...“

Ich kann versichern, daß beide Verabschiedungen nicht ohne die Gefühle innigsten Wehmutes u. aufrichtiger Dankes begleitet waren. Dieser Dank gilt vor allem dem Collegium, das mich während der Amtszeit stets mit großem Wohlwollen entgegenkam, das mir immer seine freundliche Gesinnung bewahrte und mit Rat und Tat zur Seite stand.. Möge der Raum, der uns nun äußerlich trennt, nicht zu einer Kluft werden, die uns auch innerlich scheidet!. Der Schule Gottes Segen.

                Rommerz, den 2. April 1964         Max Grieger, Hauptl. i. R.

 

Als Schlesier möchte ich meinen Lebenslauf kurzgefaßt anfügen, mit dem Wunsche, daß dieser Teile der Chronik Anerkennung findet.

Es sei von vornherein gesagt, daß Hessen mein zweites Heimatland ist. Ich bin aber wiederrum kein Vertriebener im Sinne des heutigen Lexikons, (nach dem 2. Weltkrieg), sondern wie man damals es amtlich formulierte „Flüchtlingslehrer“, infolge der Ereignisse u. Gebietsabtretungen im Osten als Folge des 1. Weltkrieges.

Geboren wurde ich am 20.Mai 1898 in Zawada -Beneschau Kr. Ratibor Oberschlesien (Hultschiner Ländchen ) als 4. Kind des damaligen Lehrers Anton G. (Mein Vater amtierte an einer einklassigen Schule mit 120 (einhundetzwanzig) Kindern, bei einem Jahresgehalt von 800 (achthundet) Mark. Mein Vater war Bauernsohn von einem Hof mit 160 Morgen bestem Boden im Kreis Loebschütz. Meine Mutter Maria war die Tochter des Revierförsters Franz Langer vom Forsthaus Boor, gleichfalls im Hultschiner Ländchen. Als ich knapp 1 Jahr alt war, kam mein Vater als Hauptlehrer nach Makoschau Kr. Hindenburg (früher Zabrze). Hier verbrachte ich meine Kindheit um nach bestandener Volksschulpflicht die Präparandie und das Lehrerseminar zu besuchen. Meine Ausbildung wurde unterbrochen durch Teilnahme am 1. Weltkrieg vom 3.1.1917 bis 20.1.1919. Ich war als Infanterist, später Flak im Westen (Frankreich) ein gesetzt. Nach erfolgter Entlassung wurde die Wiederaufnahme der Ausbildung für den Lehrerberuf aufgenommen. Am 15. Juli 1919 1.Lehrerprüfung am Lehrerseminar in Proskau b. Oppeln. Bereits im Herbst 1919 fand ich Beschäftigung an der Schule, welche mein Vater als Rektor leitete. Es war eine Zeit voller Spannungen und Unsicherheiten für uns Lehrer. Viele von ihnen standen einsam auf fast verlorenem Posten. Welche Collegen im übrigen Teil des Reiches wußten von den Leiden und Gefahren, die wir Lehrer in Obersclesien während der 3 Insurgantenaufständen und der Abstimmungskämfe neben der dort besonders schwierigen Schularbeit zu bestehen hatten?.So wurde auch ich gezwungen, in der Unterstufe Unterricht in polnischer Sprache zu erteilen. Als Leiter von deutschen Vereinen, wozu ja immer der Lehrer bestellt war, was auch zu meinen Obliegenheiten gehörte, war man besonderen Angriffen seitens der aufgeputschten polnischen Bevölkerung ausgesetzt.Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß die poln. Bevölkerung und alles, was die kongresspolitischen Ziele besonders förderte von der französischen Besatzung (General Le Rond) größte Unterstützung fand. Es war soldatische Pflicht, daß ich mich dem deutschen Selbstschutz anschloß, neu im Verbande eines Freikorps insbes. während des bedeutenden 3. Insurgentenaufstandes, die Heimat zu verteidigen. Obwohl die Abstimmung im Jahre 1921 eine deutsche Mehrheit (ca. 60%) ergab, wurde Oberschlesien gegen die Abmachung geteilt. Der größte Teil der Industrie (80%) fiel dadurch an Polen. Die Entscheidung fand bald seine Auswirkungen. Alle Lehrer und die meisten Deutschen mußten die abgetretenen Gebiete verlassen. Da mein Dienstort polnischer Grenzort wurde, gehörte auch ich zu den „Flüchtlingslehrern“. Bis 1927 war ich stellungslos. Anfangs Klavierspieler im Kino oder Gastwirtschaften, später Beschäftigung an der Reg. Hauptkasse in Breslau mit Besuch von Vorlesungen an der Universität. Im Jahre 1927 erfolgte meine Berufung in den Kreis Fulda – 1. Stelle in Höf u. Haid. Hier im Kreis Fulda verblieb ich bis zu meiner Pensionierung. Unterbrochen wurde diese Dienstzeit durch die Teilnahme am 2.Weltkrieg 1939 – 1945. Die Einberufung erfolgte 26. August 1939, die Entlassung durch die Amerikaner im August 1945.Mein letzter militärischer Dienstgrad war der eines Majors bei der Flakartillerie.

Hier in Rommerz heiratete ich im Jahre 1950 Klara geb.Mahr. Aus meiner Ehe gingen 2 Kinder hervor, Klaus Bernhard und Maria Christa. Es stand bereits fest, daß nach meiner Verabschiedung

Rommerz mein endgültiger Wohnsitz bleibt. Als Nebenaufgabe wurde mir anvertraut (nicht gesucht) das Standesamt,, der Organistendienst, Ortsgerichtsvorsitzender und seit fast 32 Jahren – solange ich hier bin – derr Dirigentenposten des Gesangvereins „Harmonie“. Möge mir der Herrgott noch weiterhin die Kraft u. Gesundheit verleiten, die mit diesen Aufgaben verbundenen Pflichten in bescheidenem Umfange zu erfüllen.

 

                        Max Grieger, Hauptl. i. R.


Neuer Chronist: Lehrer Baumgartl

 

 Schuljahr 1964/65

 

Das neue Schuljahr begann am 7. April 1964 mit einem Schulgottesdienst. Anschließend wurden die Schüler u. Schülerinnen in die Klassen eingewiesen. Um 11 Uhr erfolgte die Aufnahme der Schulneulinge durch die Klassenleherin Frl. Meurer. Es wurden 25 Kinder aufgenommen (17 Knaben, 8 Mädchen). Joachim Brustmeier, Michael Heil, Josef Klug, Andreas Kollmann, Günter Kostroch, Bernd Leinweber, Andreas Möhle, Erich Möller, Hubert Möller, Franz Hermann Reith, Stefan Reith, Eugen Schad, Matthias Schad, Dieter Schlereth, Bernhard Wald, Dieter Zebisch, Edwin Zechin, Andrea Fischer, Petra Heumüller,Petra Hofmann, Petra Klug, Andrea Mahr, Mariette Möller, Ilka Wittwer.

Die Gesamtschülerzahl betrug am 1. Schultag 152, davon 81 Knaben, 71 Mädchen. Die Schülerzahl wurde auf 5 aufsteigende Klassen verteilt, die von 3 Lehrkräften geleitet werden, die 4. Klasse als Vertreterklasse.

Die Klassenlehrer entschieden sich zu folgender Einteilung:

Kl.1                1. Schulj.                    25 Kinder       Frl. Meurer

Kl. 2               2. Schulj.                    30 Kinder       Frl. Meurer

Kl 3                3. u. 4. Schulj.             38 Kinder       apl. Lehrer Peter Krah

Kl. 4               5. u. 6. Schulj.             34 Kinder       Vertreterkl. Baumgartl. Klassenlehrer 

Kl. 5               7.u. 8. Schulj.              25 Schüler      Lehrer Karl Baumgartl

 

Die techn. Lehrerin, Frl. Schlitzer, der an der hiesigen Schule die technische Stelle (Körp. Erz für Mädchen, Familien- und Hauswirtschaft) zugewiesen ist, erteilt wöchentlich 9 Stunden Unterricht.

 

Am 6. Mai 1964 meldete sich der Junglehrer, Herr Hugo Bott, aus Petersberg zum Dienstantritt. Er wurde laut Verfügung des Herrn Reg. Präs. Vom 6. Mai 1964 als apl. Lehrer eingestellt und übernahm die 4. Klasse (5./6. Schuljahr).

 

Die Schulküche (Behelfsküche – I. Klasse) erhielt eine neue Spüle, gleichzeitig wurde die Wasserleitung in den Raum verlegt.

 

Am 7. April 1964 fand durch einen Verkehrsunfall in Neuhof der zu Ostern aus der Schule entlassene Junge Werner Balzer den Tod. Die Schule beteiligte sich geschlossen an dem Begräbnis. Die Oberklasse nahm mit einem Lied Abschied von ihrem ehemaligen Mitschüler. Schüler und Lehrer leten je einen Kranz am Grabe nieder. Lehrerin Frl. Meurer dankte in ihrer Grabrede dem Verstorbenen für seine große Hilfsbereitschaft und sein anständiges, vorbildliches Benehmen.

 

Die Schulferien währten vom 7. Juli bis 18. August 1964.

 

Eine Schulklasse im Altbau wurde renoviert (getüncht, gestrichen). Die Nachricht vom jähen Ableben des ehemaligen Hauptlehrers Jos. Schmitt, der in Gläserzell bei Verwandten wohnte, versetzte den ganzen Ort in Erregung. Die Schule und der Lehrkörper erwiesen dem Verstorbenen die letzte Ehre. Die Oberklasse sang unter der Leitung des Hptl. i. R. Max Grieger 2 Lieder am Grabe. Lehrer Krah legte im Namen des Lehrkörpers einen Kranz nieder. Die Beliebtheit des langjährigen Erziehers zeigte sich durch die überaus große Beteiligung der Rommerzer Einwohner am Begräbnis. Ansprachen: Pfarrer E. Sturm, Bürgerneister Atzert.

 

Der große Schulausflug (2./6.), an dem die Schüler vom 4. - 8.Schuljahr teilnahmen, wurde im Rahmen eines von der Bundesbahm gestarteten Sonderausfluges durchgeführt. Ziel: Neckarsteinach, Heidelberg, verbunden mit Dampferfahrt.

 

Die Klassen- Eltern-Beiratswahl und die Schulelternbeiratswahlenge wurden durchgeführt:

Schulelternbeiräte:

                         Willi Brustmeier

                         Norbert Kreß

 

Am 2. September 1964 war in der 3. Kl. (5./6. Schulj) ein Seminar, bei dem Lehrer Bott eine Probelektion vorführte.

 

2. Probe – Feueralarm am 26. August 1964.

 

Bundesjugendspiele 1964

 

Die Bundesjugendspiel wurden am 27. Juni 1964 in Flieden durchgeführt. Es nahmen 52 Kinder teil. Die besten Leistungen erreichten:

Helmut Hohmann       8. Schulj.        65 Pkte

Manfred Kielenz        8. Schulj.         64,5 Pkte

Norbert Schleicher    7. Schulj.         64 Pkte

Alle drei Schüler erhielten für ihre sportlichen Leistungen die Ehrenurkunde ausgehändigt.

 

In den Herbstferien 2. - 10. Oktober wurde das untere Klassenzimmer im Anbau getüncht und kleine Reparaturen ausgeführt. Die Kommunalwahlen am 25. Okt. 1964 in diesem Klassenraum vorgenommen. Für die Gemeindewahl erreichten: CDU – 3, WG (Wählergemeinschaft) – 1, RBL 5 Mandate (Rommerzer Bürgerliste).

 

Ein großes Ereignis, mit besonderer Freude für das ganze Dorf, wurde die Primiz eines japanischen Priesters in unserer Kirche. Das Studium dieses Priesters ermöglichte der Hw. Herr Pfarrer i. R. Johannes Roßmann.

 

Die Klasse IV. (7./8. Schulj.) spendete wie im Vorjahr 25 DM für die Taufe eines Negerkindes.

 

Am 12. Dezember 1964 wurde der Schüler Norbert Schleicher, 7. Schulj., auf dem Wege zum Gottesdienst von einem Tankwagen angefahren und lebensgefährlich verletzt. Nach 6 wöchigem Krankenhausaufenthalt , mit mehrere Operationen verbunden, konnte der Schüler die letzte Schulwoche der Schule wieder besuchen.

 Probealarm für Feuergefahren am 25.3.1965 durchgeführt.

 Das Schuljahr endete am 31.3.1965. Es wurden 15 Kinder aus der Schule entlassen. 6 Kinder besuchen die Realschule in Neuhof, 1 Schülerin Marienschule Fulda, 1 Schüler Freiherr vom Stein Schule (Gymna.) Fulda, 1 Schüler vom 7. Schuljahr Abgang zur Winfried Schule Aufbauschul Fulda. Die Schülerzahl am Schuljahresende belief sich auf 126 Kinder. Von den 15 Entlassenen erhielten 10 Kinder Abschlußzeugnisse und 5 Abgangszeugnisse. 1 Schüler entschloß sich freiwillig das 9. Schuljahr in Fulda zu besuchen.

 Am 1. April 1965 wurde der hauptamtliche Bürgermeister Herr Willi Herr – von Herrn Landrat Sieler in sein Amt eingeführt. Die Lehrer waren eingeladen und nahmen an der Feier teil.

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