Schuljahr 1951/52

Am 4.4.1951 wurde das Schuljahr durch die Aufnahme der Schulneulinge begonnen. In einer kleinen Feierstunde, an der auch die Mütter der Kinder teilnahmen, wurden 5 Knaben und 10 Mädchen neu in die Schule aufgenommen. Da am Ende des Schuljahres 29 Kinder zur Entlassung kamen und außerdem 6 Kinder auf eine Höhere Schule übertraten, ging die Gesamtschülerzahl auf 212 zurück. Diese werden in 6 Klassen von 5 Lehrpersonen unterrichtet. Zur Zeit wirken folgende Lehrpersonen an der Schule.

 1. Josef Schmitt, Schulleiter

 2. Max Grieger

 3.Gerhard Winkler

 4. Frl. Lehrerin Horn

 5. Apl. Lehrerin Gross

Nach der Religionszugehörigkeit sind 192 Kinder katholisch und 20 Kinder evangelisch. Diese erhalten ihren Religionsunterricht durch Herrn Lehrer Winkler.Von den Schulkindern sind 32 Heimatvertriebene und zwar 17 Knaben und 15 Mädchen.

 Am 15. Mai wurde die Schule von 212 Schülern besucht und davon waren 107 Knaben und 105 Mädchen.

 Sommerferien 

 Am 29. Juni begannen für den Landreis Fulda die Sommerferien, sie dauern bis zum 26.Juli, eine lange Zeit zur Arbeit, aber auch zur Erholung.

 Abschied von Frl. Antonia Horn

 Mit Wirkung vom 1. August 1951 wurde Frl. Lehrerin Toni Horn auf eigenen Wunsch nach Fulda versetzt. Mit den Massen der Heimatvertriebenen kam sie im Sommer 1945 von Grandenz nach Fulda und wurde am 1.2.1945 in unserer Schule angestellt. Über 5 Jahre hat Frl. Horn mit großer Pflichttreue und mit reichem Erfolg n unserer Schule gearbeitet. In einer Feierstunde, umrahmt von Gedichten und Liedern würdigte der Schulleiter die Verdienste der scheidenden Lehrerin in Schule und Dorf. Auch der Ortsgeistliche, der Bürgermeister und der Vorsitzende des Elternbeirats nahmen an der Abschiedsfeier teil und dankten in herzlichen Worten Frl. Horn. Die besten Wünsche begleiten sie nach Fulda und zur neuen Arbeit im Dienste der deutschen Jugend.

 Herr Lehrer Josef Schmitt wird an unsere Schule versetzt.

 Die freie 3.Klasse wurde mit Wirkung vom 1. September 51 mit Herrn Lehrer Josef Schmitt neu besetzt. Er war zuletzt in Bergshausen bei Kassel tätig.

 Bundes-Jugendwettkämpfe 1951

 Am 15.September führten die Schulen einen Jugendwettkampf durch. Mit einem forschen Lied ging es auf den Sportplatz. Bürgermeister Josef Atzert eröffnete die Wettkämpfe und wies in seiner Ansprache darauf hin, dass ein gesunder Geist auch in einem gesunden Körper wohnt. Am Schluss der spannenden Kämpfe konnten 20 Schüler als Sieger im Wettkampf verkündet werden.

 Herbstferien  Am 20. September bis 13. Oktober waren Herbstferien.

 Schülerzahl am 15.11.1951

 Am 15.11. wurde die Schule von 206 Schülern besucht, das sind 27 weniger als am 15.11.1950.

 Weihnachtsferien

 Vom 22.12.1951 bis 8.1.1952 waren Weihnachtsferien

 Gedenkfeier am 21. 11.51

 Auf Anordnung der Landesregierung gedachten Hessen am Buß- und Bettag der Opfer des Faschismus und der beiden Weltkriege. In der Schule fand die Feier am    20.11. in den beiden letzten Stunden statt. In seiner Ansprache gedachte der Schulleiter all der Opfer, die das Deutsche Volk in den letzten Kriegsjahren bringen musste.

 Am Abend fand unter Mitwirkung der Schule noch eine öffentliche Gedenkfeier im neuen Saal von Imhofs statt. Der große Saal war dichtgefüllt und geschlossen nahm das Dorf an der Feier teil. Mit einem Trauerchoral der Musikkapelle wurde die Feier stimmungsvoll eingeleitet. Gedichte und Liedern umrandeten sie. Bürgermeister Josef Atzert gab einen ausführlichen Bericht von seiner Gefangenschaft in Sibirien. Der Schulleiter zeigte in einem Lichtbildervortrag Kriegsgräber im Osten unter dem Titel: “Aus Totenäckern wurden Ehrenmäler Der Bildstreifen ist von der deutschen Kriegsgräberfürsorge und zeigt die liebevolle Ausgestaltung der Kriegsgräber im Westen. Unter tiefer Anteilnahme besonders der Hinterbliebenen wurden in seinen Lichtbildern der 35 Gefallenen des 1. Weltkrieges gezeigt und die Namen der Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges verlesen. Die Feier endete mit dem Lied vom guten Kameraden.

Schulentlassungsfeier

Am Sonntag den 24. März fand im Rahmen eines Eltern-.und Dorfabends die Schulentlassungsfeier von 8 Mädchen und 7 Knaben unserer Schule statt. Der große, neue Saal von Imhofs war gefüllt bis auf den letzten Platz.

Der erste Teil des Abends stand unter dem Gedanken Heimat und Vaterland. In Wort, Lied und Gedichten wurde die Liebe und Treue zur Heimat und zum Vaterland als göttliches Naturgesetz herausgestellt, der allen Verpflichtung.den Groessen seiner geistigen und  körperlichen Anlagen und Fähigkeiten mitzuarbeiten zum Segen und zur Wohlfahrt für Heimat und Vaterland.

Der 2. Teil des Abends war der Freude und dem Frohsinn gewidmet.

Alle Klassen wetteiferten, um durch Singen, Volkstänzen, Spiele und frohen Liedern die Eltern und die vielen Gäste zu erfreuen und einen kleinen Einblick in die Schularbeit zu geben.

Es war kein Schulabend, aber gerade durch sein zwangloses  Wesen, durch seine Natürlichkeit und die richtige Klangausführung fand der Abend großen Anklang.

Einen tiefen Eindruck bei allen Eltern, Kindern und Gästen hinterließ die feierlich Verabschiedung der Entlassschüler. In einer kleinen Ansprache der ………………     wurde der Schule und den Eltern gedankt, das sie ihr Kind so sorgsam und liebevoll behütet hatten. Es folgte mit dem Gelöbnis auch im späteren Leben immer den Segen der Schule zu wahren und zu befolgen und die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten zum Wohle von Heimat und Vaterland zu nutzen und einzusetzen.

Nun wurden sie durch den Schulleiter mit mahnenden, aber auch mit Worten der frohen Hoffnung, Zuversicht und Selbstvertrauens aus der Schulgemeinschaft entlassen.

Auch der Ortsgeistliche, der Bürgermeister und der Vorsitzende des Elternbeirates richteten noch mahnende Worte an die Entlassschüler. Die besten Wünsche der Schule begleiten die jungen Menschen in das Leben hinaus. Möge dieser glücklich und friedlich werden für sie auch für unser ganzes Volk und möchen sie noch erleben ein wiedervereites Deutschland in Recht und Freiheit in einem geeinten, friedlichen ……..

   
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