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E. Das Ende des Landes Fulda

Die Ereignisse des Jahrs 1866 sind allgemein bekannt. Am 28. Juni wurde die Regierung des hessischen Kurfürsten suspendiert, an seine Stelle trat als Administrator ein preußischer Regierungspräsident. Am 29. September wurde das gesetz vom 20. September 1866 bekannt gemacht, dass neben anderen deutschen Staaten auch Kurhessen für immer mit der preußischen Monarchie vereinigt werden sollte. In dem Patent wegender Besitznahme vom 3. Oktober erklärte König Wilhelm, dass er die Titel des vormaligen Kurfürsten seinen eigenen hinzufügen werde. Hiermit ging der Tirel eines Großherzogs von Fulda an das preußische Königshaus über, das Abtskreuz wurde in das große preußische Staatswappen übernommen.
Durch Verordnung vom 22. Februar 1867 wurde aus dem ehemalgen Kurstaat,vermehrt um einige kleinere vormals bayrische bezw. hessen-darmstädtische Gebiete unter Abtretung der in Hessen-Darmstadt exklaviert liegende Orte, ein Verwaltungsbezirk unter dem Namen Regierungsbezirk Kassel gebildet. Die neue Regierung trat am 1. Oktober 1867 in Wirksamkeit. Am gleichen Tag wurde die kurhessische Provinz Fulda aufgelöst, das offizielle Land Fulda beschränkte sich von nun an auf den preußischen Kreis gleichen Namens. Durch Erlaß  vom 7. Dezember 1868 wurde durch Zusammenfassung der Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden die Provinz Hessen-Nassau gebildet.

Fuldaer Geschichtsblätter 1934

Fuerstabtei Fulda

rem 201312

 

 

 

   
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