Die Rommerzer Anwesen, Hausnamen und deren Besitzer 

von Ralf Atzert aus dem Buch "50 Jahre Pfarrkirche Maria Himmelfahrt 1934 - 1984" 
Die Bilder sind von den Heimat u. Geschichtsfreunden hinzugefügt worden.

 

 

Aus alten Urkunden wissen wir, dass Rommerz im Jahre  1743 46 Häuser zählte und dass im Jahre 1789 hier 28 Bauern und 29 Hüttner wohnten. Meist waren es Kleine Häuser und Hütten, in denen die großen Familien auf engstem Raum lebten. Eine Küche, eine gute Stube und eine Kammer (Schlafraum für die Eheleute) hatten die meisten Häuser aufzuweisen. Die große Anzahl der Kinder schlief oftmals unter dem Dach oder in der Stube auf Strohsäcken und die Kleinkinder bei den Eltern in der Kammer. Auch hatten die Höfe meist ein kleines Auzugshaus aufzuweisen in dem die alten Mitbewohner des Hofes ihren Lebensabend verbrachten.

Das Dorf wuchs im laufe der Jahrzente und Jahrhunderte und immer wieder wurden neue Anwesen , Häuser und Hütten gegründet. Oftmals wurde auch das elterliche Gut unter den Kindern aufgeteilt, so dass aus einem Hof mehrere Anwesen  entstanden. Bei der Entstehung eines Gutes entstand auch meist gleichzeitig oder später ein Name für dieses Haus, der sogenannte "Hausname".

Entstanden sind unsere Hausnamen aus Vornamen oder Zunamen der Gründer und ehemalige Bewohner der Anwesen, aus Berufsständen, Flurnamen, Spitznamen und dergleichen. Die meisten Hausnamen lassen sich ohne weiteres oder mit Hilfe der Kirchenbücher und mündlicher Überlieferungen deuten, andere bereiten Schwierigkeiten. So mancher alter Hausname ist ausgestorben und durch einen neuen ersetzt worden. So kommt es vor, das manches alte Gut in Rommerz mehrere Hausnamen nacheinander hatte. Manche Hausnamen sind durch Kauf oder Verkauf auf andere Anwesen übertragen worden, so beispielweise Kreischers oder Kaline. Rommerz zählt über 100 alte und neue Hausnamen.

Straßennamen und Hausnummern, so wie man es heute im Dorf vorfindet, kannte man in früherer Zeit noch nicht. Jedes Haus besaß eine nur einmal im Dorf vorkommende Hausnummer. So hatte beispielweise der Lennigshof die Hausnummer 1, Trittis Nr. 2, das Deckhaus Nr. 3, und Scheiche 3 1/2. Entstand ein neues Haus,bekam es die nächsthöhere Nummer zugeordnet, die zu vergeben war. Entstand durch Teilung eines Hofes ein neues Haus, wie beispielsweise bei Scheiche, so bekam dies eine halbe oder eine viertel Nummer. In der Reihenfolge der aufsteigenden Hausnummern sind wahrscheinlich auch unsere Häuser und somit unser Dorf entstanden. 

Aus unseren Kirchenbüchern, die ab 1831 von der Pfarrei Neuhof für Rommerz getrennt von Neuhof geführt wurden, läßt sich auch die Besitzfolge der einzelnen Anwesen ab ca. 1800 und früher nachweisen. Einen Besitzwechsel durch Einheirat sowie durch Verkauf haben fast alle Rommerzer Anwesen mitgemacht.

Hausnamen sind Kulturgut in unserem Dorf und zeugen von der Entstehung unserer alten Häuser wie auch von den Namen und Berufen unserer Vorfahren. Unsere Hausnamen haben Jahrzehnte und Jahrhunderte sowie die oftmaligen Familiennamen- und Besitzwechsel überdauert.

Es bleibt zu hoffen, dass wir die Einwohner von Rommerz an der Tradition unserer Vorfahren festhalten, Anwesen und Häuser mit Hausnamen zu benennen und zu unterscheiden. Mögen auch unsere Kinder und Kindeskinder dieses Erbe weitertragen. Eltern, Großeltern und Lehrer sollten helfen, unsere Kinder mit diesen alten Namen vertraut zu machen.

An dieser Stelle möchte ich allen älteren Dorfbewohnern für so viel Erfahrenes aus früheren Zeiten ein herzliches Dankeschön sagen. Ganz besonders möchte ich an dieser Stelle meine liebe Großmutter, Fau Luzia Atzert, sowie Frau Auguste Auth erwähnen, ohne deren Hilfe so manches unklar geblieben wäre. Ich versichere, dass ich alle Angaben wahrheitsgemäß und mit Sorgfalt aus den alten Seelenstandstabellen (Kirchenbücher) und mündlichen Angaben zusammengestellt habe. Falls beim Lesen dieser Zeilen Unstimmigkeiten auftreten, wäre ich für einen Hinweis dankbar. In den nun folgenden Zeilen werden die Anwesen von Rommerz, deren Hausnamen und deren Besitzfolge in chronologischer Reihenfolge der ehemaligen Hausnummern beschrieben.

 
Hsnr. 1 Lengeshof - Lengers
Vermutlich abgeleitet von der Dorflinde (Lenge) , die einmal bei diesem Anwesen gestanden haben dürfte.Die ältere Form Linning könte auch auf den Personennamne Leonhard oder den daraus entstandenen Familiennamen Lenning zurückgehen. Es handelt sich warscheinlich um den Ursprungshof von Rommerz. Er war ab 1655 im Besitz der Familie Atzert. Valentin Atzert übergab ihn 1880 wegen schlechter wirtschaftlicher Verhältnisse an seine Schwester Dorothea Heurich geb. Atzert. und deren Ehemann Damian Heurich. Sie brachten mit Hilfe der Schwester Coletta Storch geb. Atzert und deren Ehemann Adalbert Storch, die zuvor in Memlos wohnten, den Hof wieder in Aufschwung. Adalbert und Coletta Storch übernahm später die ganze Führung des Hofes. 
Der Bruder dieser beiden Schwestern, Franz Atzert, der auch noch mehrere Stiefgeschwister hatte, ging als erster Priester aus Rommerz hervor. Er wirkte lange und segensreich als Pfarrer in Romsthal. Der Lennigshof kam 1901 durch Einheirat  an die Familie Weber, die von Bimbach stammt. Die Erben des Lennigshofes, die heutige Familie Weber, siedelte 1959 ins Rämerz aus und verkaufte den alten Hof an Theo Schad (Deck), der ein neues Wohnhaus und neue Wirtschaftsgebäude auf dem ehemaligen Anwesen "Lenges" errichtete. Heute Brunnenweg Nr. 5.
 
Hsnr. 2 Trittishof-Trittis-Trüdis
Vermutlich abgeleitet vom Personennamen Traut (Trautwein, Trutwin). Lennges und Tittishof bildeten ursprünglich einen gemeinsamen Hof. Beiweise dafür sind der ehemalige gemeinsame Familienname Atzert und die Verwandschaft zwischne den beiden Höfen. Es ist auch durchaus möglich, das der Trittishof der ältere ist.
Bis 1924 war der Hof in Besitz der Familie Atzert. Raimund Möller übernahm den Hof von seiner aus Trittis stammenden Mutter Antonia, die in Stoffels verheiratet war und deren ledigen Geschwister Adam, Monika und Rosa Atzert. Im Jahre 1954 fand man beim Abbruch des alten Trittiswohnhauses, das 1739 erbaut worden war, Reste eines alten Mühlrades. Es erinnert daran, dass hier einmal eine Mühle stand und ein Mühlgraben vorbeiführte. Das heutige Anwesen befindet sich am Brunneweg 3 und wurde 1983 von Anna Möller, die mit ihrer Familie nach Paraguay auswanderte, an Theo Schad (Deck) verkauft.

Haus_0133Auszugshaus Haus_0135 
Hsnr. 3 Deckhaus
Vermutlich abgeleitet vom Vornamen Dietrich oder von einem Spitznamen den die Leute dem Bauern des Hofes gaben -"der Deck" = der Dicke, somit Deckbauer.
Ab 1800 in Besitz der Familie Besel, die 1837 nach Amerika auswanderte und das Anwesen an zwei verschiedene Besitzer verkaufte. Die Familie Schad aus der Ochsenmühle erwarb den einen Teil des Hofes. Heute Theo Schad, der das Anwesen an die Familie Reher und das Nebenhaus (Auszugshaus) an eine Gastarbeiterfamilie vermietet hat. Heute Brunnenweg 8.
 
 
Hsnr. 3 1/2 Scheiche 
Abgeleitet von Johannes Scheich, der mit seiner Gattin den zweiten Teil des Deckhauses 1837 vom Amerikaauswanderer Besel erwarb. Durch nochmalige Heirat der Witwe Scheich, Balzer, gebürtig aus Belze - Mertes ('Fritze). Heute Robert Balzer Brunnenweg 6.
Scheiche Sägewerk                                              Haus_0112Haus_0113
Hsnr. 4 Bowelsmühle
Vermutlich abgeleitet vom Kurznamen Poppo (Bodobert) oder  von Paul (Powel), wenn sie nicht ursprünglich Robelsmühle (von Ruppel, Rupprecht) hieß.
Ab 1750 bis 1860 war der Hof mit Mühle im Besitz der Familie Maul. Das alte Mühlchen befand sich ehemals direkt am Bach, das Anwesen an der Stelle des jetzigen Wohnhauses.
Die Mühle hatte mehrmaligen Besitzwechsel durch Konkurs. Seit 1875 durch Kauf im Besitz der Familie Jökel, die von Schletzenhausen stammt. Sie haben auch die neue Mühle und den Mühlgraben gebaut, wie sie heute noch erhalten sind. Auch eine Holzschneidemühle (Gatter) richtete der damalige Besitzer Hilarius Jökel ein. Heut Hermann und Wilmar Jökel, Mühlenstraße 26.
            Mühlenneubau                                                                                                                                           Wohnhaus                   Haus_0024Haus_0027
Hsnr. 4a Rochuse - Bäcker 
Columbus Staubach aus Megdesch und Ehefrau Monica geb. Haseneier gründeten das Anwesen 1880. Sie unterhileten gemeinsam einen kleinen Kramladen, den die Nachkommen Rochus und Adolf Staubach weiterführten. Das Anwesen wurde unter dem Sohn Rochus und der Tochter Berta aufgeteilt., wobei Rochus Staubach den Kramladen und das Auszughaus, die Tochter Berta, die mit Gotthard Eckert von Herbstein verheiratet war, das Wohnhaus erhielt. Sie gründete mit ihrem Gatten die erste Bäckerei in Rommerz. Sie wurde von deren Enkelin Mechthild aufgegeben, die das Wohnhaus an die heute hier wohnhafte Familie Merklinghaus, Brunnenweg 10, verkauft. Den Teil des Anwesens, wo sich das Auszughaus und der Kramladen befanden und der auch "Rochuse" (nach Rochus Staubch) genannt wird, hat heute Adolf Staubach, Mühlenstraße 10, im Besitz.
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Hsnr. 5 Hummelchershof Humölkesch 
Abgeleitet vom Zunamen Huhn und vom Vornamen Melchior. "Der Huhn Melchior" = Hunmelchers. Ab 1750 war der Hof im Besitz der Familie Kreß, ab 1815 durch Einheirat Diel aus Neuhof. Heute Pau Diel, Mühlenstraße 14.
Haus_0072 
Hsnr. 5 1/die Schmiede Schmied 
Das heutige Anwesen "Schmied" gehörte ehemals zum Hunmelchershof. Die Abtrennung der Schmiede durch Teilung des Hunmelchershof erfolgte im Jahre 1849. Die zwei Brüder Diel bekamen jeweils einen Teil des Anwesens, einer den eigentlichen Hof, der andere die dazugehörende Schmiede. Der Familienname der Schmiede war auch ehemals Diel. 1913 durch Einheirat Kreß von Niederkalbach. Heute Alois Kreß, Mühlenstraße 4.
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Die Schmiede          
Hsnr. 5 1/4 Vincenze
Abgeleitet vom Namen des ehemaligen Besitzers des Anwesens Vincenz Besel, der aus Deckhaus gebürtig war und in das Gut einheiratete. Vorher Familie Diel. 1876 durch Einheirat Mahr von Buchenrod. Heute Hugo Mahr, Mühlenstraße 18, davor die Eltern Franz und Therese Mahr
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Hsnr. 6 Scholze Heinrichs Scholzheinriche
Abgeleitet vom Hof des Schulzen (Bürgermeister) Heinrich. Ab 1820 durch Kauf Familie Auth von Rückers. Der Hof bildete ehemals eines der größten Güter mit fruchtbarem Land in Rommerz. Letzter Eigentümer war Damian Auth, dessen Ehe kinderlos blieb. die Familie Diel (Hunmelches) erbte das Gut. Heute (2011) Heiner Schulz Mühlenstraße 20. 
 
Hsnr. 7 Baiers Baiesch
Vermutlich abgeleitet von einem besitzer mit Zunamen Baier. Ab 1750 im Besitz der alteingesessenen Familie Maul. Das alte Wohnhaus mit Stall wurde 1979 abgebrochen und durch ein neues oberhalb des alten Anwesens ersetzt. Heute Josef und Adolf Maul, Werrastraße 4.
Die Bilder zeigen das landwirtschaftlich Anwesen Maul zwischen Mühlenstraße und Fuchsberg
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Hsnr. 7 a Rübsams 
Das Anwesen wurde 1836 gegründet und war im Besitz der Familie Diel. 1848 durch Einheirat Rübsam, stammend von Mittelberg in der Pfarrei Magretenhaun. Heute Helmut Rübsam, Mühlenstraße 11.
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Hsnr. 7b Domese
Thomas Maul aus der Bowelsmühle erbaute 1837 das heutige Haus und gründete somit das kleine Anwesen. Nach ihm wird es auch Domes (Thomas) benannt. 1859 durch Einheirat Gärtner aus dem Schulzeklashof. Heute Reinhold Gärtner, Mühlenstraße 9. 
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Hsnr. 8 Schulzeklas Scholzklase - Amme 
Abgeleitet vom Hof des Schulzen (Bürgermeister) Klaus. Ehemals im Besitz der Familie Gärtner. Von diesem Hof stammt auch weitestgehend der häufige Name Gärtner in Rommerz. Der Hof wurde 1900 durch Konkurs aufgegeben und an die Hebamme Klug vom Kiliansberg und deren Gatten Wilhelm Klug aus Möllesch verkauft, dewegen heute Amme genannt. Heute Alfred Klug, Mühlenstraße 3.
 

Hsnr. 8a Nothütte des Teerbrenners Klenneres - Schöppners 
Vermutlich abgeleitet von "der kleinen Hütte" des Teerbrenners, weil es eine sehr dürftige und kleine Hütte war("Nothütte" wurde häufig aus Abbruchmaterial gebaut), oder vom Zunamen Kleiner. Ab 1820 im Besitz der Familie Haseneier; 1847 verkauft an den Teerbrenner Schiebener. Sein Stiefsohn Niclas 'Schöppner, bekannt auch als Schmierklos, übernahm des Anwesen und die Teerbrennerei, die sich in der Gegend des Dieborns befand. Der Wald und das Land in dieser Gengend heißen heute noch "An den Schmieröfen". Das alte Häuschen des Teerbrenners befand sich in de rheutigen Mühlenstraße auf dem Grundstück der Familie Baumann. Bardo Schöppner baute um die Jahrhunderwende ein neues Haus am heutigen Brunnenweg. Heute Reinhold Schöppner, Brunnenweg 2.

 
Hsnr. 8b Nothütte Wächters - Klugs 
Ab 1815 im Besitz der Familie Klug, stammend von Flieden. Früher befand sich hier ein sehr kleines notdürftiges Häuschen, ähnlich wie das des Teerbrenners, das ja genau gegenüberstand. Heute durch Einheirat Rudolf Baumann (von Neuhof), Mühlenstraße 8. Der Hausname "Wächters" kommt entweder vom Familiennamen Wächter oder vielleicht auch vom Beruf des Nachtwächters.
 
Hsnr. 8c Nothütte des Zimmermanns 
Ab 1816 im Besitz der Familie Spiegel. 1844 verkauft an die Familie Licht. Der Name Licht und auch das Gehöft des Zimmermanns existieren nicht mehr in Rommerz und es läßt sich auch nicht herrausfinden, wo es einmal stand.
 

Hsnr. 9 Ad-Härtisehof - Odhäte 
Vermutlich abgeleitet vom Hof des Auth Hartmann = Ad - Härtisehof. Ab 1800 im Besitz der Familie Möller. 1825 durch Einheirat Familie Huhn von Rückers. 1884 in Konkurs verkauft an Franz Schöppner vom Scheerhof/Struth. 1922 durch Einheirat Kaib von Mittelkalbach. Heute durch Einheirat Familie Blümel von Istergiesel (Heimatvertrieben). Mühlenstraße 1.

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Hsnr. 10 Klashütte - Oppels 
Dieses kleine Gehöft besteht heute nicht mehr. Es befand sich auf dem heutigen Grundstück der Familie Blümel, deren alte Scheune 1698 von einem Besitzer Namens Klas (Klaus) erbaut wurde. Dieses läßt sich in einem alten Balken in der Scheune entziffern. Ab 1832 im Besitz der Familie Möller, 1870 durch Einheirat Kreß von Neuhof (Säufranz), ab 1904 durch Einheirat Oppel von Bieberbach (Pegnitz). Oppels erbauten 1921 das heutige Haus Stupps in der Bergstraße. Das kleine Anwesen wurde später mit dem Odhättehof vereinigt aus dem es wahrscheinlich auch seien Ursprung hatte. Es existiert heute nicht mehr.
 Klashütte Oppels

Hsnr. 10 a Nothütte des Schneiders, Maurers und Zimmermanns 
Aus  einem ehemals zusammengehörigen Gehöft entstanden drei kleine Anwsen:
 

1. das Ursrungsanwesen "Fladungshäuschen" 
Ab 1841 im Besitz der Familie Hau, 1845 im Konkurs verkauft an den Verwandten Johannes Föller. Die Familie Föller wanderte 1847 nach Amerika aus und verkaufte das Haus an den Schneider Valentin Walter von Langenschwarz. 1857 verkauft an den Zimmermann Adam Franz Fladung von Dirlos, nach dem es "Fladungs Häuschen genannt wurde. Emil Auth erwarb das Anwesen und erbaute das heutige alte Pfarrhaus, das er wegen Verschuldug an die Rommerzer kath. Kirchengemeide verkaufte. Heute Familie Vanderberg, Am Fuchsberg 9.
 
2. Äpelschnieresch, Hsnr. 10 3/4 
Dies erkaufte Ferdinand Heil aus Börnschnieresch von der hier wohnhaften Fam. Möller. Äpelschnieresch ist ein Spitzname, den man erfand, um das Gehöft von Börnschnieresch zu unterscheiden, denn die Besitzer dieser beiden Häuser waren Brüder (Leopold und Ferdinand Heil). Heute durch Einheirat aus Banade, Oskar Auth, Fuchsberg 12.

 

3. Ferdnande
Amand Heil und seine Frau Ferdinande bauten dort ein kleines Haus, wo heute der Laden der Familie Resch, Am Fuchsberg 14, ist. Vater und Mutter von Amand Heil stammten von Neuhof. Die Brüder Heil erbauten 1919 ein neues Haus. Heute Reinhard Heil, Niddastr. 6.  
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Hsnr. 11 Börnpeters, Börnschnieresch 
Abgeleitet vom Born des Peter, man sagt Börnschieresch weil vermutlich auch einmal ein Spitzbrettschneider hier gewohnt hat. In der Gegend befand sich nämlich ein Born (auch Firles Wasserstöckele genannt), wo sich die umliegenden Bewohner mit Trinkwasser versorgten und der einmal zum Anwesen gehörte. Das Anwesen befand sich unterhalb von Firles am Fuchsberg und ist heute ein freier Platz auf dem Bäume und noch der Brunnen vorhanden ist. Bis 1836 im Besitz der Famile Haseneier, die nach Amerika auswanderte und das Anwesen an Conrad Heil von Schweben verkaufte. Karl Heil erbaute 1930 das jetzige Anwesen "Börnschnieresch". Heute Robert Heil, Weserstraße 13.  
 
Hsnr. 12 Firleshof, Firles 
Abgeleitet vom Besitzer Valentin Firle, der das Gut 1714 in Besitz hatte. Seit 1830 im Besitz der Familie Hack von Magdlos. Heute Lina
und Helmut Hack, Wendelinusstr. 12.
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                                                   Ferles Häuschen

Hsnr. 13 Ditze, heute Kreischers 
Abgeleitet vermutlich vom Vornamen Dietrich. Das heutige Gut hat Damian Schmitt, Fuchsberg 5 im Besitz. Der Hausname Kreischers, den das Gut heute hat, kommt aus dem eigentlichen Ursprungshof der Famile Heurich (Kreischers) im Hinterdorf (heute Kaline) und wurde auf das Anwesen Ditze übertragen. Ab 1800 im Besitz der Famile Betz, die den Bildstock an der Turnhalle 1822 mit der Familie Klug (Wirts) stiftete. Ab 1836 durch Einheirat Leibold vom Klesberg. 1894 im Konkurs verkauft an Damian Heurich aus Kreischers (vergl. auch Hsnr. 36a). Die letzte Nachkommin des eigentlichen Ditzehofes war Maria Leibold, sie wohnte zuletzt in Schnause Häuschen (abgerissen).

 
Hsnr. 14 Hannpaulshütte,  Hannpals
Abgeleitet von der Hütte des Johanes Paul = Hannpaul. Bis 1836 im Besitz der Familie Föller, die nach Amerika auswanderte. Diese verkaufte die Hütte an die Fmilie Klug aus Flieden, 1857 verkauft an die Familie Weber aus Föllesch. Heute durch Einheirat Reith (von Kerzell), Am Fuchsberg 3. 

 

Hsnr. 15 Stephes Dura
Ab 1800 in Besitz der Familie Licht. Der Name Licht und auch der Hausname Stephes (von Stefan) starben aus. Verkauft an Peter Gärtner und Frau Dorothea, deswegen auch Dura genannt. Heute Frau Johanna Gärtner;Fuchsberg 2. 

 
Hsnr. 16  Merteshof, Mertes
Abgeleitet vom Vornamen Martin. Ab 1800 im Besitz der Familie Trüschler. Durch nochmalige Heirat der Witwe Katharina Trüschler, Auth aus Möllesch. 1931 durch Einheirat Bös (von Tiefengruben). Heute Josef Bös, Fuchsberg 2.
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Hsnr. 16 1/2 Schulhaus Lene
Die hier wohnhaften Lehrer ab 1779: Lehrer Fröhlich, Kaspar Walter, Johannes Schmelz, Philipp Stumpf, Johannes Beck, Peter Lehmer, Lehrer Sauer, Lehrer Feig, Johannes Jakob Franz Grössel, Lehrer Ramb, Augustin Schick. Das Schulhaus wurde nach Gründung der neuen Schule an Damian Gärtner aus Dura und Ehefrau Helene aus Mertes verkauft, deswegen auch genannt Lene. Heute Adolf Gärtner, Am Fuchsberg 4.
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16 b Kasperhütte, Kaspesch, Staubachs
Abgeleitet vom Vornamen Kaspar. Der Hausname Kaspesch starb durch Besitzwechsel aus. Ab 1800 im Besitz der Familie Fritz. Diese verkaufte 1848 das Anwesen und wandeten nach Amerika aus. Die Familie Schnorr aus Neuenberg erwarb das Anwesen. Sie verkaufte es wiederum an die Familie Staubach, die 1908 das heutige Haus erbaute. Heute durch Einheirat Oswald Wolf (von Flieden), Am Fuchsberg 6. Nachkommen der Familie Schnorr wohnten zuletzt in Trittis Häuschen.  
 
Hsnr. 17 Schmittshütte, Wähnere, Fritzkaline 
Bis 1807 im Besitz der Familie Schmitt, deswegen auch ehemals Schmittshütte genannt. 1835 durch Einheirat Familie Gärtner, 1865 verkauft an Constantin Maul asu Bowels. 1879 wiederum verkauft an Amand Gärtner, ein Verwandten des vorherigen Bestizers Gärtner aus Scholzklase. Die Witwe Gärtner heiratete zum zweiten Mal Ferdinand Jahn von Neuhof, auch gennannt Wähnere, weil er eine Wagnerei hatte. Der Stiefsohn Ignaz Gärtner erbaute das Haus Ignaze in der Bergstraße. Die Wagnerei und das Haus wurden verkauft an Karl und Carolina Fritz, deswegen sagt man heute Fritzkaline. Heute durch Einheirat Alois Kreß (von Dorfborn), Mühlenstraße 4.

 

Hsnr. 18 Kreuzhansjörgs, Krüzhansjörge 
Der Besitzer Haseneier errichtete 1682 den Bildstock, der heute am Grundstück von Mertes steht (Orginal des Kopfstücks im Bürgerhaus). So entstand auch der Name Kreuzhansjörgs = beim Kreuz des Johann Georg. Ab 1814 im Besitz der Familie Maul aus der Bowelsmühle, ab 1850 durch Einheirat Möller aus Stoffels. Heute Blanka Möller, Mühlenstraße 2.
 

Hsnr. 19 Schäfershütte, Schöffesch
Hier hat vermutlích ein Besitzer gewohnt, der von Beruf Schäfer war oder auch mit Zunamen Schäfer hieß. Seit 1800 im Besitz der Familie Heil (von Hattenhof). Heute Familie Amand und Bernhard Heil, Fliedener Straße 1. 

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Hsnr. 20 Bonese, Caline, Dura Häuschen
Dieses Anwesen existiert nich mehr. Es befand sich zwischen den Häusern Dura und Mande am Beginn des Fuchsberges. Bis 1849 gehörte es der Witwe Carolina Elm geb. Klüber. Von ihr stammt der Hausname Caline. Der vorgehende Hausname Bonese (vom Zunamen Born oder Bohn bezw. Vorname Bonifatius) starb aus. Der Hausname Caline übertrug sich auf den späteren Eigentümer Möller aus Stoffels, der das Hüttchen 1849 kaufte. Augustin Möller verkaufte es 1894 an Lucas Kreß, der es später an die Familie Gärtenr (Dura) veräußerte. Augustin Möller kaufte das Kreischergut im Hinterdorf und übertrug auf dieses den Hausnamen Caline (vgl. auch Hsnr. 36 a und 13).
 
 

 

Hsnr. 21 Wirtshaus und Hof, Wirts und Mande
Die Gastwirtschaft Imhof ist die ältere der beiden Gastwirtschaften in Rommerz. Mit ihr war Mitte des letzten Jahrhunderts eine Bierbrauerei verbunden. Zum Lagern des Gerstensaftes diente der heute noch erhaltene Felsenkeller im Wirtsgarten. Das Anwesen hatte auch eine große Landwirtschaft. Bis 1814 im Besitz der Familie Weber, durch Einheirat Klug vom Klesberg. Die Familie Klug verkaufte das Anwesen 1913 an die Familie Imhof von Lettgenbrunn. Die Familie Klug erhielt das Nebenhaus (Auszugshaus), das zum Hof gehörte. In ihm befand sich ein Kramladen, der später in den heutigen Neubau umgelegt wurde. Die Gast- und Landwirtschaft gehört heute Reinhold Imhof, Hauswurzer Straße 4. Das Lebensmittelgeschäft gehört den Nachkommen der Familie Klug, Frau Rosa Fritz und deren Sohn Egon. Der Name Mande kommt von Amanda Klug, der Schwester des verstorbenen Franz Klug.
 
 Haus_0150Haus_0151
Haus_0047 Haus_0046
Kolonialwaren Klug heute Wohnhaus
Auf dem Bild handelt es sich um das Wohnhaus (Rommerz 20) der Fam. Franz und Martha Auth, geb. Möller, Tochter Annelise Göb, geb Auth, bis 1963 hat Martha Auth darin gewohnt bis sie nach Harmerz zur Tochter umgezogen ist.
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Hsnr. 22 Schnause
Bis 1852 im Besitz der Familie Schnaus, die nach Amerika auswanderte. Zu ihren Nachkommen gehört die heutige Familie Schnaus in der Bergstraße, auch Flure genannt, nach Flora Schnaus. Ebenso Familie Müller am Backhaus 8vergl. Nr. 45 1/2 Schnäuse). Ab 1852 war der Schnausehof im Besitz der Familie Auth, die ihne von der Auswanderfamilie Schnaus erkaufte. 1866 durch Einheirat Klug, 1888 durch Einheirat Ruppert, 1920 durch Einheirat Hartmann von Magdlos. Heute Leo und Erwin Hartmann, Maigrabenstr. 4.
 Haus_0119Haus_0117

Hsnr. 22 a Schusters
Die Bewohner dieses Hauses waren von Beruf Schuhmacher. Der Hausname Schusters starb aus. Ab 1820 im Besitz der Familie Gärtenr, ab 1851 durch Kauf Familie Dehler von Harmerz, ab 1863 durch Kauf Fam. Föller. Heute Ewald Föller, Maigrabenstr. 9.
 
 Haus_0045

Hsnr. 22 b in der Hohle Hohlbäned, Seuferts
Von Beruf
 waren die Bewohner dieses Anwesens ehemals Teerbrenner und Hüttner. Bis 1865 Familie Wehner, danach Bernhard Seufert, dessen Sohn Wilhelm das Anwesen 1933 an Leo Faulstich von Rupsroth verkaufte. Heute Josef Faulstich, Maigrabenstraße 7.

Haus_0044

 v. l. Eugens, Seuferts, Schusters 
Hsnr. 22 1/2 Krause
Um 1880 gegründet und erbaut von Bernard Kraus, nach dem es benannt ist. 1912 durch Einheirat Klüh aus Neuhöfer Spritzmühle, 1937 durch Einheirat Diegelmann von Flieden, 1961 Einheirat Josef Neidert von Flieden, aus der Bornmühle. Maigrabenstraße 13.
 
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Hsnr. 23 Hohlbeckers, Hohlschmitte
Bis 1874 im Besitz der Familie Becker, deswegen auch ehemals Hohlbeckers genannt. Diese verkaufte das Anwesen an Lucas Kress. Dieser veräußerte es später an Familie Schmitt, auch Hohlschmitte genannt. Lucas Kress erwarb Hsnr. 20, Bonese Caline Durahäuschen. Der Besitzer des Anwesens Emil Schmitt wanderte 1924 mit seiner Familie nach Amerika aus.
 Er verkaufte es an die Familie Föller. Heute Josef Faust (von Hauswurz), Maigrabenstr. 11. 

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Die Anwesen Föller und Faust 1897

Hsnr. 24 Büdhätte
Vermutlich abgeleitet von einem Besitzer, der mit Zunamen Büttner hieß oder von Beruf Büttenr war. Die Hütte des Büttners (oder Büd Hartmann). Ab 1785 Fam. Fritz,  1880 durch Einheirat Michael Hasenau von Hosenfeld. Er gab 1864 das Grundstück für den Kirchenbau der alten Rommerzer Kirche 190 Goldgulden ab. Ab 1880 durch Einheirat Koch von Hauswurz, ab 1901 durch Einheirat Kaib von Mittelkalbach. Heute Ewald Kaib, Hauswurzerstr. 8.
 
 
Hsnr. 25 Schneiders, Schnieresch
Abgeleitet vom Berufsstand der Bewohner, nämlich Spitzbrettschneider (Schindler), Seit 1750 im Besitz der Familie Heurich. Das alte Wohnhaus wurde 1973 abgebrochen und durch ein neues an der gleichen Stelle ersetzt. Heute Alfred Heurich, Hauswurzer Str. 10.
 
 
Hsnr. 26 Obere Schneiders, Dobe Schieresch, Eugens
Abgeleitet von den oberen Schneiders, die mit den unteren Schneiders (Schnieresch) verwandt sind. Beweise dafür ist auch der ehemals gemeinsame Name Heurich. Ab 1873 im Besitz der Famile Heurich aus Schnieresch. Durch den Besitzer Eugen Heurich (verst. 1891)
 auch Euges genannt. Durch Einheirat Hohmann aus Neuhof. Heute Helmut Hohmann, Maigraben Str. 5.
                                                                                                               Eugens
Hsnr. 27 Jahnes - Joars
Abgeleitet vom Vornamen Johannes. Die ehemaligen Bewaohner dieses Anwesens waren von Beruf Steinhauer. Ab 1756 im Besitz der Familie Diel. Die Familie Diel verkaufte das Anwesen mit Nebenhaus (Auszugshaus) 1895 an zwei verschiedene Besitzer.
1. Das eigentliche Anwesen an Johannes Gärtner aus dem Scholzeklashof. Heute Gustav Gärtner und Josef Ruppert, Hauswurzer Str. 14.  
 
2. Das Nebenhaus (Auszugshaus) an Carl Weber von Schweben, 1907 durch Einheirat Schöppner von Kauppen, auch Nasse bezw. Schöppners genannt. Heute Justina Schöppner, Hauswurzer Str. 12.
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Hsnr. 28 Metzgers - Megdesch
Abgeleitet vom Berufsstand der Bewohner dieses Anwesens, Schweinehändler und Schlachter, also Metzger. Daraus durch Konsonantenumstellung Megdesch. Ab 1815 im Besitz der Familie Stauchbach von Flieden. Dies sind acuh die Vorfahren der heute noch ansässigen Familie Staubach (Rochuse) in Rommerz. Ab 1848 durch Einheirat Fam. Schad, ab 1869 durch Einheirat Familie Oestreich von Malkes. 1977 verkauft an Familie Seemann, Hauswurzer Str. 16.  Die Familie Oestreich siedelte ins Neubaugebiet um.
 
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Hsnr. 29 Kähre
Vermutlich abgeleitet vom Vornamen Makarius oder Katharina. Ab 1799 im Besitz der Familie Becker, ab 1881 Fröhlich, ab 1889 Familie Möller von Mittelkalbach. Heute Reinhold Möller, Eichweg 2 
 
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Hsnr. 30 Jüngihes - Jönges
Vermutlich abgeleitet von einem Besitzer mit dem Zunamen Jung. Das Anwesen ist seit 1790 im Besitz der Familie Emmert. Auch Theise stammen aus diesem Hof. Heute Käthe und Ruolf Emmert Eichweg 4.
 
 Emmert Eichweg
Vorne Kehre Bienenhaus, rechts Wohnhaus von Jönges
 
Hsnr. 31 Konrädges - Nolls
Abgeleitet vom Vornamen Konrad eines früheren Bewohners. Dieser ältere Hausname ging verloren. Bis 1829 in Besitz der Familie Nüchter, die auch das Nebenhaus Wehners, 31 a, erbauten. Dann durch Einheirat Familie Noll, die da Anwesen 1848 im Konkurs an die Familie Schiebener aus dem Nebenhaus Wehners verkauften. Die Familie Noll wanderte nach Amerika aus. Nach dieser Familie wird das Haus heute noch Nolls genannt. Heute Augustin und Hubert Schiebener, Eichweg 1.
 

                                                                                            Nolls Wagnerei Haus_0097Haus_0098
Hsnr. 31 a Wehners - Wänesch 
Der Hausname erinnert an eine frühere Wagnerei (Wehner = Wagner), die von der Familie Schiebener betrieben wurde (vergl. worher). Die Familie Schiebener hatte ihren Ursprung aus dem Haus Bauesch. Erbaut wurde das Wänesch - Haus von Johannes Nüchter, wie aus dem Grundstein zu ersehen ist. Ab 1874 durch Einheirat Auth, danach durch Einheirat Schäfer aus Bänez. Nach Umsiedlung ins Neubaugebiet verkauft an Otto Lipka (aus Frankfurt), Hauswurzer Str. 18. Anna Auth aus Wänesch heiratete Gustav Schad (Deck), mit dem sie das Haus Forststraße 19 (heute Robert Schad) im Kreuzdorf erbaute, das ebenfalls den Hausnamen Wänesch erhielt.
 
 Haus_0143Haus_0144
Hsnr. 32 Scheuhe - Jahns - Nolls Josef
Der alte Hausname Scheuhe (vom Zunamen Scheu?) ging verloren. Bis 1875 im besitz der Familie Schleicher, die das Anwesen an die Familie Jahn von Neuhof verkaufte. Die Familie Jahn wohnte hier bis nach dem 1. Weltkrieg und verkaufte das Haus an Ferdinand Schäfer. Josef Schiebener war der nächste Besitzer, dessen Frau Berta bis vor einiger Zeit dort wohnte. Der Sohn Alois Schiebener verkaufte das Anwesen 1984 an die Familie Walter Messenzehl (von Fulda), Hauswurzer Str. 20. Jahns kauften das Haus Föllesch in der Borngasse (vgl. Hsnr. 45).
 
 Haus_0114
Hsnr. 33 Belze - Mertes - Fritze
Abgeleitet von Martin Balzer, der das Gut bis 1800 in Besitz hatte. Der alte Hausnamen Belze - Mertes ging verloren. Ab 1800 im Besitz der Familie Fritz, deswegen auch der neue Hausname
 Fritze. Ab 1899 durch Einheirat Hasenauer von Jossa, ab 1908 Hack von Hauswurz. Heute Alois Hack, Hauswurzer Str. 22.
 Haus_0053  Haeuser v.l. Gorre, Fritze Nolls Josef
Hsnr. 34 Gorre
Abgeleitet von der Familie Gorr, die das Anwesen bis 1798 im Besitz hatte, danach durch Einheirat Familie Föller, die das Anwesen 1836 an die Familie Gundersdorf von Großenlüder verkaufte. Diese hatte das Anwesen bis 1861 in Besitz und übte den Beruf des Forstläufers in Rommerz aus. Ab 1861 Familie Auth, 1884 verkauft an den Schuhmacher Ambrosius Jahn von Ellers. Heute durch Einheirat Rudolf Meth, Heideweg 2.
 
                      Haus_0052                                                  v. l. Thaise, Gorre                                                           
Hsnr. 35 Thais - Thaise 
Abgeleitet vom Vonamen Matthäus, Matheis = Thais. Bis 1878 in Besitz der Familie Schäfer, die auch den Bildstock 1842 errichtete. Danach durch Einheirat Familie Emmert aus Jönges. Von Beruf waren die  Bewohner dieses Anwesens Schuhmacher. Heute Josef und Bernhard Emmert, Heideweg 1. Karl Emmert aus Thaise erbaute das heutige Haus Magdloser Weg 1, jetzt durch Einheirat Rudolf Glückler.
 
Hsnr. 36 Ochsenmühle - Ossemöllesch
Der Name Ochsen-Mühle hat nichts mit dem Zug- oder Mastochsen zu tun, sondern kommt wahrscheinlich vom Wort äsen, azzan = weiden. Der Weidegrund um die Mühle heißt Ochserain, Osserain = Weiderain. Bis 1882 war die Mühle in Besitz der Familie Schad (Vorfahren der weiterverbreiteten Familie Schad in Rommerz: Scholthese, Deck und Metria). Am 29.10.1854 brannte die Mühle ab. Daraufhin verkaufte der Müller Johannes Schad die Mühle mit Gütern an seinen Vetter Gregor Schad asu Scholthese. Er selbst wanderte mit Frau und seinen 7 Kindern 1855 nach Amerika aus. Die nächsten Eigentümer folgten in den Jahren 1880 und 1882 ihren Verwandten nach Amerika und verkauften die Mühle an den Bruder der Frau, Gregor Krah von Weidenau, dessen Sohn Joseph 1906 ebenfalls nach Amerika ging. Heute Josef Krah, Hauswurzer Str. 59 (Neubau), der das Mühlenwohnhaus vermietet hat.
 
 Ochsenmuehlek
                                                                                                                 Die Ochsenmuehle
Hsnr 36 a Kreisers - Kreischers - Heute Kaline
'Vgl. auch die Hsnr. 13 und 20. Abgeleitet vom Beruf des Kreisers = Fluraufseher. Bis 1894 im Besitz der Familie Heurich. Damian Heurich verkaufte das Gut an Augustin Möller aus Bonese - Kaline und kaufte das Ditze Gut (Nr. 13, heute Damian Schmitt). Im alten Kreischershaus wohnt heute Frau Luzia Möller, Hauswurzer Str. 41 und im neuerbauten Haus Alfred Möller, Hauswurzer Str. 39.
Haus_0137 
Hsnr. 36 1/4 Schlagmühle
Entstand 1895 aus Grundstücken der Ochsenmühle. Der Müller Damian Beßler aus Kautz gründete die Mühle, in der anfänglich aus Lein und Buchhecken Öl geschlagen wurde, deswegen Schlagmühle genannt. Später diente sie dann wie die anderen Mühlen in Rommerz zur Getreideverarbeitung. Heute durch Einheirat von der Kemmetemühle in Hauswurz  Rudolf Schad Hauwurzer Str. 69 (Neubau).
  
 
Hsnr. 36 1/4 Tituse
Gegründet und erbaut um 1848 vom Bernhard Schad aus Adems. Nach dessen Sohn Titus Schad ist das Anwesen benannt. Durch Einheirat aus Domese Gärtner. Heute Josef und Horst Gärtner, Hauswurzer Str. 43.
 
 Haus_0132
Hsnr. 37 Belze - Bälze
Vermutlich abgeleitet vom Vornamen Balthasar oder vom Zunamen Balzer. Seit 1828 ist das Anwesen im Besitz der Familie Hofmann (von Ürzell). Heute Anna und Berthold Hofmann, Hauswurzer Str. 35. 
Haus_0017 
Hsnr. 38 Stoffels
Abgeleitet vom Vornamen Christof - Stoffel. Seit 1750 im Besitz der Familie Möller. Hier hat der weitverbreitete Name Möller z. T. seinen Ursprung (Kaline, Krüzhansjörge, Trittis). Es ist das älteste Haus mit dem Namen der Möllers. Heute Reinhard Möller, Hauswurzer Str. 29. 
 Haus_0131Stoffels Auszugshaus
Hsnr. 39 Bernards - Bänez
Abgeleitet von Bernard Hartmann, der 1780 ín das Ánwesen einheiratete. Vorher im Besitz der Familie Löffler. Ab 1872 durch Einheirat Schäfer von Magdlos, 1892 verkauft an Familie Jahn von Schweben. Zu diesem Anwesen gehörte ehemals eine Schmiede. Paul Jahn verkaufte das von seinem Vater Josef Jahn 1950 neu erbaute Haus an die jetzt hier wohnhafte Familie Geier (von Frankfurt), Hauswurzer Str. 27.
 
 Haus_0011
Hsnr. 40 Säuhirte - Daduse
Ab 1760 im Besítz der Familie Löffler, 1881 verkauft an den mit Löfflers verwandten Optatus Henkel aus Birk, deswegen auch Daduse genannt. Zu früheren Zeiten waren die Bewohner dieses Anwesens Dorfschweinehüter, deswegen auch ehemals Säuhirte oder auch Säulöfflers genannt. Es bestand zwischen Birk und Daduse ehemals eine enge Verwandtschaft (vergl. Hsnr. 42). Heute Wilhelm Henkel, Hauswurzer Str. 23, im neu erbauten Haus.
 
 Haus_0030Haus_0032
Hsnr. 41 Hannpeters - Hamperesch
Im Jahre 1800 im Besitz von Johann  Peter Kress, nach ihm ist das Anwesen Hannpeters benannt, 1854 verkaufte der Sohn Johannes Christof Kress die Hütte an die Schreinerfamilie Maul und wanderte mit seiner Frau und vier Kindern nach Amerika aus. 1870 durch Einheirat Schäfer, aus Thaise. Das alte Hannpeterhaus wurde 1983 wegen des Straßenbaues abgebrochen. Heute Heribert Schäfer, Hauswurzer Str. 23, im neu erbauten Haus. 
 
                                                                                                                  Hamperesch
Hsnr. 42 Birks - Birk
Vermutlich abgeleitet vom Familienname Birk, dieser vom Vornamen Burkhard, Burk, Bürk. Ab 1835 im Besitz der Familie Henkel. Clemens Völlinger und Frau Martha geb. Löffler (aus Daduse) erwarben das Anwesen 1902. Das alte gehöft wurde 1983 weges des Straßenbaues abgebrochen. Heute  August Völlinger, Hauswurzer Str. 19, im neu erbauten Haus.
 
 Haus_0019Haus_0020
Hsnr. 43 Bauers - Bauesch
Vermutlich abgeleitet vom Zunamen Bauer, kaum vom Berufsstand des Bauern, da dieser ja sehr häufig war. Seit 1806 Familie Schleicher 8auch vorfahren von Binuse). Durch Einheirat Familie Hack von Hauswurz, ab 1908 durch Einheirat Familie Weß von Kerzell. Heute Karl Weß, Hauswurzer Str. 17.
 
Haus_0015Haus_0016 
Hsnr. 44 Scholthes - Scholthese
Abgeleitet von Schultheis, Schulze = Bürgermeister. Ab 1750 im Besitz der Familie Föller. 1830 verkauft an Peter Schad, genannt auch der alte Ochsenpeter, aus der Ochsenmühle. Er erbaute 1831 das erste zweistöckige Fachwerkhaus mit Krüppelwalmdach in Rommerz. Er und sein Sohn Leopold besaßen alte Heilkünste, mit denen sie vielen Leuten im vergangenen Jahrhundert Genesung schenkten. Einst fand sogar eine russische Gräfin, die von der Gicht geplagt war, beim Ochsenpeter Heilung. Heute Josef Schad, Hauswurzer Str. 15.
 
Haus_0123 
Hsnr. 45 Föllers - Föllesch - Schuster - heute Jahns
Entstand aus dem Scholthesehof, dessen Besitzer ehemals mit Zunamen Föller hießen. Der Born unterhalb des Anwesens heißt auch Föllesch - Born (heute Jahns Born oder Butter Börn genannt). Ab 1750 im Besitz der Familie Weber (Vorfahren von Hannpals). 1876 verkauft an den Schuhmacher Wilhelm Möller von  Neustadt  (heute Neuhof). Nach dem 1. Weltkrieg verkauft an die Familie Jahn (vgl. Hsnr. 32). Heute Maria und Erwin Jahn, Am Backhaus 2.
 
 
Hsnr. 45 1/2 Schnäuse
1878 gründete Johann Joseph Schnaus (aus Schnause) ein kleines Anwesen in der Borngasse. Nach ihm wurde es Schnäuse genannt. Ab 1898 durch Einheirat Müller von Giesel. Konstantin Müller errichtete die Schmiede bei diesem Anwesen. Heute Emil und Willi Müller, Am Backhaus 7. 
 Haus_0120
Hsnr. 46 Adems - Fara - Binuse - Severins
Abgeleitet vom Vornamen Adam. Der Hausname Adems ging durch Teilung des Hofes verloren. Ab 1773 im Besitz der Familie Schad, ab 1898 durch Einheirat Familie Leibold. Ab 1868 durch nochmalige Einheirat Familie Hillenbrand von Hainzell. Aus dieser Familie ging die erste Ordensschwester von Rommerz, Schwester Salome, (Josephine Hillenbrand) hervor. 
1880 wurde der Ademshof von der Familie Hillenbrand an drei verschiedene Besitzer verkauft. Es entstanden somit aus einem Hof 3 selbstständige Anwesen.

a.) Das Wohnhaus (Hsnr. 46) erwarb Albert Schleicher aus Hsnr. 60 1/4 (Banade) und seine 'Ehefrau Fara, dewegen Fara genannnt. Das alte Wohnhaus wurde 1958 abgebrochen und durch das heutige ersetzt. Heute Emil und Norbert Schleicher, Hauswurzer Str. 11.

Haus_0039


b.) Die Scheune erwarb Albinus Schleicher aus Bauesch, deswegen Binuse genannt. Heute Alfred und Bernhard Schleicher, Hauswurzer Str.9.

Haus_0018

c.) Das Auszugshaus (Hsnr. 46 1/2 )erwarb Severin Balzer aus Scheiche, deswegen der Hausname Severin. Er erweiterte das alte Auszugshaus des ehemaligen Ademshofes und richtete einen kleinen Kramladen darin ein. Heute Anton und Winfried Balzer, Am Backhaus 1. 
Haus_0130 

Hsnr. 47 Neupeters - Peresch
Abgeleitet vom neuen Hof des Peters = Neupeters, Peresch. Im Jahre 1800 im Besitz der Familie Nüchter, 1848 verkauft an die Familie Wehner aus Neuhanse. Ab 1873 durch Einheirat Auth (aus Mertes). 1911 nach dem Tod Anton Auth, durch Einheirat Heurich von Kreißers: Heute durch Einheirat wieder Auth. (Ebenfalls Nachkommen der vorherigen Besitzer Auth). Gashof Heurich, Hauswurzer Str.7. 
Haus_0101Haus_0102 
Hsnr. 48 Neuhhanse
Abgeleitet vom neuen Hof des Johann = Neuhanse. Ab 1757 im Besitz der Familie WEhner. 1864 im Konkurs verkauft an Floribert Leinweber von Hauswurz (Großvater des heutigen Floribert Leinweber). der alte Neuhanse-Bauer Wehner kaufte das Hettismühlchen (vgl. Hsnr. 53). Der Zuname Wehner, der in Rommerz früher häufig war, starb völlig aus. Das alte Wohnhaus von Neuhanse wurde 1970 abgerissen und an gleicher Stelle das neue erbaut. Heute Floribert Leinweber, Hauswurzer Str. 1.
 
Haus_0096 Neuhanse
Hsnr. 49 Büttners - Bünesch - Gisselmannshäuschen
Abgeleitet vom Zunamen oder Beruf des Büttners. Ab 1810 Familie Gärtner, 1870 verkauft an die Familie Hofmann, 1878 wiederum verkauft an die Familie Heil, ab 1895 durch Einheirat Gisselmann von Wüstensachsen. Später verkauft an die Familie Engelmann (Näherei). 1974 wegen Straßenbau abgerissen. Bei diesem Haus befand sich das alte Spritzenhäuschen an der Stelle der ersten Kapelle von Rommerz, an diesem Platz stand die Gerichtslinde von Rommerz. 
                                                                                                  Haus_0147       

                                                                 Im Hintergrund links Gisselmanshäuschen und rechts Neuhhanse in der Mitte das alte Feuerwehrhaus.
                                                         An dieser Stelle stand die erste Kirche von Rommerz un vorher die Gerichtslinde von Rommerz auf dem damaligen Dorfplatz.
      
Gisselmann Ortsmitte                                                                                  Giesselmannshäuschen  von der Hauswurzer Straße aus gesehen, vor dem Haus der Abzweig nach Flieden 
                                                                                        In der Haustür steht Bruno Giesselmann, der mit seiner Frau später in der Egerstraße ein neues Haus baute.

Hsnr. 50 Mittelmühle Möllesch
Weil sich diese Mühle in der Mitte des Ortes und der anderen Mühlen befand, nannte man sie Mittelmühle. Ab 1800 Auth, ab 1909 durch Einheirat aus Kehre Fröhlich. Heute verkauft an Rudolf Remmert (Schlüchtern), Hauswurzer Str. 5. 
 Haus_0092Haus_0093

 

Hsnr. 51 Aspenhof - Ritzels
Aspe = der Weideplatz, Wiesengrund. Die Wiesen in dieser Gegend heißen heute noch die Aspenwiesen und der Bach das Aspenwasser. Der Hausname Aspenhof ging verloren. Ab 1784 Familie Hack, 1829 wegen Kinderlosigkeit verkauft an die Witwe Atzert aus Lenges, deren Tocher Eva den Franz Ritzel von Hosenfeld heiratete. Letzter Besitzer des Hofes war Damian Ritzel, dessen Ehe kinderlos blieb. 1978 wurde das alte Hofgut dem Erdboden gleichgemacht. Der Neffe von Damian Ritzel Walter Auth, erbaute auf dem Grundstück ein neues Wohnhaus. Heute Fliedener Str. 4.
 
 Haus_0104Haus_0103
Hsnr. 52 und 53 Engels - Engelbauer - Engelmühle (Hettismühle)
Abgeleitet vom Vornamen oder Familienname Angil, Engel, Kurzform von Angilbert, Angilhard, Angilmann. Im Jahre 1760 waren das Engelsgut (heute Auth) und die Engelsmühle (heute Kollmann) ein vereinigtes Gut. Ab 1836 im Besitz der Familie Heil, die das Gut vom Müller Albinger, der nach Amerika auswanderte, erwarb. 1842 wurde das Gut unter zwei Schwestern geteilt.

a. Hsnr. 52, den Engelhof, erhielt Kunigunde Heil, verheiratet mit Jakob Seng. 1883 durch Einheirat Ruppert, später verkauft an Edmund Auth aus Peresch. Heute Lina und Edgar Auth, Fliedener Str. 12.

b Hsnr. 53, die Engelsmühle (Hettismühle, von Hedwig?), erhielt die andere Tochter des Müllers Heil, Anna Maria, verheiratet mit Johann Georg Schnaus. 1863 durch Einheirat Schad, 1894 verkauft an die Familie Wehner (Neuhanse, vgl. Hsnr. 48). Durch nochmalige Heirat der Witwe Franziska Wehner dann Kollmann aus Neuhof. Die alte Hettismüllerin, Veronika Schad, wohnte zuletzt mit ihrer Tochter Rosa im Firleshäuschen. Nachkommen sind Familie Albert Möller, Fuchsberg 13 und Familie Karl Spruck, Josefstraße 18. Ehemalige Engelmühle heute Adolf Kollmann, Forststraße 2.
 
 
 
Hsnr. 54 Dehlers - Dähler
Wohl abgeleitet vom Zunamen eines früheren Besitzers Dehler. Ab 1750 im Besitz der Familie Mahr von Niederkalbach. 1832 verkauft an die Familie Kreß. Zuletzt Bonifatius Kreß. Heute durch Einheirat Kullmann von Magdlos, Magdloser Weg 4.
  
 Haus_0033Haus_0034
Hsnr. 55 Kreuz - Krüz
Abgeleitet wahrscheinlich von einem alten hölzernen Wegkreuz, das sich in der Gegend des Hofes befand und durch das heutige steinerne ersetzt wurde. Der Hof ist seit 1813 im Besitz der Familie Henkel. Der zweite Priester von Rommerz, Anton Henkel, ging aus diesem Hof hervor. Heute Anton Henkel, Magdloser Weg 6. 
 


Hsnr. 56 Schulzejörge - Scholzjörge
Abgeleitet vom Hof des Schulzen (Bürgermeister) Georg (Jörg). Ab 1790 im Besitz der Familie Haseneier, 1814 durch nochmalige Heirat der Witwe Haseneier Möller, ab 1869 durch Einheirat Jahn von Schweben. Heute durch Einheirat aus Bowels Leo Jöckel, Fliedener Str. 16. 
 Haus_0127
Hsnr. 56 a Oberförsterhaus - Schlößchen
Das stattliche Gebäude der Oberförsterei wurde kurz vor 1714 erbaut und wird wegen seiner Größe und Schönheit auch als "Rommerzer Schlößchen" bezeichnet. In diesem Anwesen waren die Oberförster von Rommerz wohnhaft. Ab 1813 Oberförster Graner von Uttrichshausen. Der Sohn des Oberförsters Bernhard Graner, Damian Graner, wurde 1837 zum Priester geweiht und wirkte lange und segensreich als Pfarrer in Giesel, wo er auch die alte, inzwischen abgebrochene Kirche erbaute. Am 27.10.1854 brannte das Wirtschaftsgebäude und ein Teil des Schlößchens ab. Ab 1875 im Besitz des Oberförsters Joseph Leopold Vomberg. Dieser verkaufte es 1879 an den Staat. Es wohnten dann noch folgende Förster in diesem Haus: Virneburg, Spang, Klippert, Vetter, Klotz, Sasse, Mainz, Götting und Tänzer. 1961 von der Gemeinde an die hier wohnhafte Familie Elend, Forststraße 1 verkauft. Im Jahre 1953 wurde ein neues Forsthaus in Richtung Hauswurz erbaut, in dem der jetzige Förster Heumüller von Steinhaus seit 1956 wohnhaft ist.  
 Haus_0003Haus_0004
Hsnr. 56 1/4 Etzels
Heinrich Etzel aus Großentaft gründete um 1890 neben Schlolzjörge ein kleines Anwesen. Ab 1920 durch Einheirat Emil Hohmann, der das jetzige Haus 1926 erbaute. Heute Ludwig Hohmann, vermietet an die Familie Klaus, Fliedener Str. 18.
 Haus_0038
Hsnr. 57 Schmitts
Abgeleitet von einem ehemaligen besitzer names Schmitt. Ab 1802 im Besitz der Familie Wiegand, 1832 verkauft an die Familie Balzer (aus Belze - Mertes - Fritze). Der letzte Besitzer, Karl Balzer, verkaufte das Haus 1975 an die Familie Berger von Berlin, die das Anwesen 1980 abriß und daneben 1979 ein neues Wohnhaus erbaute, Fliedener Str. 11.

Haus_0111

rechts ist Schmitts 
Hsnr. 57 a Fuße - Fußte
Johannes Fuß gründete um 1760 in der heutigen Fliedener Str. ein kleines Anwesen. 1830 erbaute Johann Georg Fuß an dieser Stelle ein neues Haus, das wegen der Straßenverbreiterung abgebrochen wurde. Das Anwesen existiert somit heute nicht mehr. Die Familie Fuß siedelte in das Neubaugebiet.
Haus_0050

Hsnr. 58 Schützehäuschen
Vermutlich abgeleitet vom ehemaligen Beruf der Bewohner. Flurschütz = Flurhüter, Fluraufseher. Ab 1816 im Besitz der Familie Nüchter, 1846 verkauft an die Familie Kreß, 1856 wieder Nüchter, 1872 verkauft an Johannes Möller, genannt auch Schützenhannes. Nach dem 1. Weltkrieg verkauft an Josef Jahn, genannt auch Brücken-Jahn. Die Söhne verkauften das Haus an die heute hier wohnhafte Familie Will, Brunnenweg 1. 

Haus_0051
Hsnr. 601/4 Bernade - Banade
Dieses Anwesen wurde 1850 vom Rommerzer Einwohner Niclas Schleicher erbaut. Dieser verkaufte es 1873 an Werner Gerst und Ehefrau Sabina (Wine). Werner Gerst verkaufte das Anwesen an Leopold Auth aus Mertes und Ehefrau Bernarda geb. Kreß (von ihr der Hausname). Bei dem Anwesen richtete Leopold Auth eine Schreinerei ein. Das Haus wurde unter den beiden Söhnen Alois und Gustav geteilt, so daß zwei Wohnungen entstanden. Heute Elisabeth Auth, Am Fuchsberg 18, im einen Teil des Hauses, im anderen Teil Toni Auth (vermietet an die Familie Beck), Am Fuchsberg 16.
 
Hsnr. 62 Melchersch - Mölkesch
Um 1860 gegründet und erbaut von Melchior Schleicher aus Rothemann, nach dem das Anwesen auch benannt war. 1976 wurde das alte Kellerstallhaus abgebrochen. Letzter Eigentümer war Elmar Schleicher, der in das Neubaugebiet umsiedelte. Das alte Mölkeschhaus befand sich zwischen der heutigen Gastwirtschaft Imhof (Wirths) und der Schule.
Haus_0091

Rommerzer Anwesen und Hausnamen, die um 1900 entstanden
 
Ännis
1896 erbaut und gegründet vonWigbert Nüchter aus Neuhof und Ehefrau Maria geb. Schad aus Tituse (Schwester von Titus Schad). Die Mutter von Maria Nüchter geb. Schad war Anna Schad geb. Maul, die auch "Änne" genannt wurde. Nach ihr heißt das Haus Ännis. Wigbert und Maria Nüchter betrieben in dem Haus auch einen kleinen Kramladen, 1913 durch Einheirat Karl Emmert aus Jönges. Die Tochter Frieda (verh. Volkmar) verkaufte das Haus 1968 an Oskar Leuschner, Hauswurzer Str. 39.
Haus_0006
Cille - Zill
Erbaut und gegründet von Liborius Bagus von Federwisch bei Magdlos und dessen Ehefrau Cäcilia geb. Balzer aus Scheiche. Nach ihr wird das Anwesen"Cille" oder "Zill" genannt. Der Sohn Franz Bagus erbte den Hof. Heute durch Einheirat von Rönshausen Kremer, Fliedener Straße 17. Der Sohn Karl Bagus erbaute 1916 neben seinem Vaterhof ein Haus. Heute Albert Bagus, Fliedener Str. 15.
Haus_0111links Zill rechts Schmitts
Clementine - Atzerts
Dieses kleine Anwesen wurde um 1885 von Valentin Atzert und seiner Ehefrau Josepha geb. Enders gegründet. Valentin Atzert war ehemals Eigentümer des Lenngeshofes, den er wegen schlechter wirtschaftlicher Lage seinen Stiefschwestern Dorothea und Coletta übergab (vgl. Hsnr. 1). Der Sohn Karlmann war in zweiter Ehe mit Clementine Löffler aus Daduse verheiratet, nach deren Vornamen man das Haus "Clementine" nennt. Heute Maria und Familie Karl Atzert, Am Fuchsberg 10.
Haus_0029
Hacks - Hacke Hannes
Erbaut und gegründet 1904 von Johannes Hack aus Firles und Ehefrau Berta geb. Föller. Das Haus hat keinen besonderen Hausnamen. Man sagt einfach "Hacks" oder auch manchmal "Hacke Hannes" nach Johannes Hack. Heute Ewald Hack, Bergstraße 4.
Haus_0055Haus_0054

Hannese - Schöppners
Dieses kleine Anwesen wurde 1903 von Johannes Schöppner (Klenneres), dem Sohn des Teerbrenners Nikolaus Schöppner, erbaut. Der Sohn Bardo erbte das Anwesen. Er war mit Martha Schöppner geb. Weber verheiratet, die heute im Haus "Hannese" am Brunnenweg 4 wohnt.
Haus_0060Haus_0063
Hohmanns - Häuschen
Um 1890 erbaut und gegründet von Leonard Hohmann aus Niederkalbach. Zuletzt war die Familie Deutrich und Karl Hohmann in diesem Haus wohnhaft. Die Tochter von Karl Hohmann, Karola verkaufte das Haus 1981 an den jetzigen Besitzer Horst Mönke (aus Berlin), Mühlenstraße 12. 
Haus_0069
Lukase
1905 erbaut und gegründet von Eduard Kress. Nach dessen Vater Lucas Kress wird das Haus "Lukase" genannt. 1934 durch Einheirat Herbert von Magdlos. Heute Karl und Werner Herbert, Eichweg 6.
Haus_0084
Mathilde
1922 gegründet und erbaut von Joseph Schleicher aus "Bauesch" und Ehefrau Mathilde geb. Born aus Mittelkalbach, nach der das Haus "Mathilde" genannt wird. Heute Ewald Schleicher, Hauswurzer Str. 28. Joseph und Mathilde Schleicher wohnten zuvor in Schnause "Äschehütt". Dies war eine kleine Hütte beim Schnausehof.
 
Metria
Abgeleitet von Demetria Schad geb. Weber (aus Hannpals), die mit ihrem Gatten Ferdinand Schad (aus Deck) das Anwesen 1898 erbaute. Heute Anna Schad und Familie Ewald Schad, Am Fuchsberg 11.
Haus_0090
Rhabans - Hettis - Schreiners
Am Haus des heutigen Schreiners Albert Möller, Am Fuchsberg 13, können wir in einem alten Türsturz folgende eingehauene Inschrift lesen: B.H.H.H.D.1858. Diese Buchstaben lauten ausgeschrieben:Bau Herr Heinrich Haseneier M.D. ?1858. Dies ist ein Beweis dafür, dass an der stelle des heutigen Hauses, das 1910 erbaut wurde, ehemals ein anderes, kleineres Haus stand, von dem dieser alte Grundstein stammt. Das alte Häuschen hatte die Familie Haseneier bis 1875 im Besitz. Nach ihm wurde es auch früher "Rhabans" genannt. Ida Kreß erreichte das hohe Alter von 97 Jahren und war somit die älteste Einwohnerin von Rommerz in 1945. Der Sohn von Rhaban und Ida Kreß, Gustav Kreß, erbaute 1910 das jetzige Haus. Er verkaufte es nach dem 1. Weltkrieg an Wilhelm Balzer (aus Schmitts) und Frau Rosa geb. Schad (aus Hettis). Da Rosa Balzer geb. Schad aus der Hettismühle (Engelsmühle) stammt, übertrug sich der Hausname "Hettis" auf dieses Haus (vgl. Hsnr. 53). 1940 kam es durch Einheirat an die Familie Albert Möller, der 1948 eine Schreinerei gründete. Deswegen sagt man auch heute manchmal Schreiners. 
 
Sale
1902-1907 gegründet und erbaut von Emil Auth aus Peresch und Ehefrau Rosalia geb. Klug aus Wächters (Kluge). Nach Rosalia Auth wird das Haus "Sale" genannt. Heut Sophie und Familie Manfred Auth, Werrastraße 2. Emil Auth hatte zuvor auch das heutige alte Pfarrhaus gebaut, das er aber 1910 an die Kirchengemeinde verkaufte.
 
Spatze
1911 erbaut und gegründet von Eduard Möller und Ehefrau Martha geb. Siebert. Sie stammte vom Hauswurzer Spatzenhof. Deswegen nennt man das Haus auch "Spatze". Heute Karl und Floribert Möller, Forststraße 13.
 
Spitzeheurich
1905 erbaut und gegründet von Damian Heurich aus Schnieresch "Spitzeheurich" deshalb, weil das Haus damals am Ende bzw. an der Spitze von Rommerz stand. Bei diesem Anwesen befand sich ehemals ein alter Bildstock, der einst auf dem Grundstück von Baiesch stand, deren Vorfahren ihn auch errichtet haben. Er kam durch Versetzung auf das Grundstück von Spitzeheurichs. Hermann Heurich veräußerte leider dieses alte Rommerzer Kunstwerk. Das Anwesen, den ehemaligen Schindlerbetrieb, verkaufte er an die heute hier wohnhafte Familie Damm (Jeansshop), Am Fuchsberg 24. Der Sohn August des Damian Heurich gründete am Fuchsberg weiter oben ebenfalls einen Schindlerbetrieb. Der Schwiegersohn Arnold Ritzel führt das Geschäft heute als Fassadenverkleidungsbetrieb fort. Am Fuchsberg 30 (Oderstraße 2).
 
Schusters
Dieses Anwesen wurde 1902 vom Schuhmacher Karl Auth aus Scholzheinriche und seiner Ehefrau Rosa geb. Gärtner aus Domese erbaut und gegründet. Heute durch Einheirat Robert Nüchter von Höf und Haid, Mühlenstraße 15.
Haus_0128


Heimat und Geschichtsfreunde Rommerz e. V Rudolf Emmert 2010





 

   
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