Die "Schwedenlöcher" im Kemmetetal

Geht man von Rommerz die Straße nach Hauswurz, so sieht man zur linken Seite ein schönes Wiesental, das weiter oben von Kiefern- und Buchenwäldern umsäumt ist. Ein kleiner Bach, die Kemmete, durchzieht das mit Hecken und Bäumen geschmückte Tal. Im Frühjahr, wenn der Schnee in den anliegenden Wäldern und Bergen schmilzt, wird er zu einem reißenden Wildwasser.

Vögel aller Art finden hier noch alles, was sie brauchen. Im oberen Kemmetetal liegen einige Mühlen. Auf der linken Seite, auf halbem Wege nach Hauswurz, sieht man hügeliges Waldgelände mit tiefen Geländefalten. Im Volksmund heißen sie heute noch die "Schwedenlöcher".

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                                 Kemmetewiesen  



Hier hatten sich nach der Sage zu Ende des Dreißigjährigen Krieges drei versprengte schwedische Reiter versteckt. Zu damaliger Zeit wurde der Wald noch nicht so durchforstet wie heute; es gab daher gute Möglichkeiten, sich zu verbergen. Diese drei Schweden hatten es auf das Brot abgesehen, dass in der unteren Mühle gebacken wurde. Rauchte der Backofen, dann brauchten sie nur einige Stunden zu warten, bis sie das frisch gebackene Brot abholen konnten. Das ging einige Male gut. Da verlegten die Müllers Leute dann das Backen auf einen Sonntag. Aber auch das hatten die Schweden gemerkt. Als die Müllers Leute die Räuber wieder ankommen sahen, verließen sie das Haus und liefen nach dem nahe gelegenen Hauswurz, wo gerade die Sonntagsmesse zu Ende war. Alle Männer bewaffneten sich mit Geräten aller Art. Eilig ging es zur Mühle, in der die Schweden eingekreist und nach langem Kampf niedergemacht wurden. Bei diesem Kampf soll die Mühle abgebrannt sein.

Nicht weit von der Stelle, wo die Schweden starben, sollen sie auch ihre Ruhestätte gefunden haben.  

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                          Die Kemmete                                     Die Kemmete
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                                   Das  Kemmeteufer                                          Das Kemmeteufer     
       


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