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                                                             Die Urkunde der Erstnennung von Rommerz
Urkunde

Der Text der Urkunde:
Prepoituram,  que est ad sanctum Michaehelem, pimun fundavit abbas Eigilo fecitpue  ibi capellam et cimiterium defunctorum, ut corpora fidelium ibi  sepelirentur. Postmodum vero Rutharius abbas edificavit monasterium et  ordinavit congregationem regulari conversatione ibi degenttem.
Et  hec sunt bona, que illuc pertinent: Tunnaha, Bufeleben, Rolenstete,  Haselstein, Weitaha, Rode, Rudolfeswinden, Burchartes, Sulzbah, Bonlant,  Cellingen, Tutenbrunnen, Clettestat, Slirbah, Sinna, Feltheim,  Richilfesheim, Mucstat, Clofheim, Pheterwila, Ramstat, Assenheim,  Quekaha, Mincenberc, Scurberch, Biberese, Elberes, Kebele, Cilbah,  Langete, Litolfes, Blafelt, Melpah, Capela, Marhesfelt, Echendorf,  Cretebah, Rumundus, Tugelen.

Die Übersetzung:
Die  Propstei zum heiligen Michael geht zurück auf Abt. Eigil (812-822). Er  errichtete dort eine Kapelle und einen Friedhof für die Verstorbenen,  damit die Körper der Gläubígen dort bestattet werden. Danach baute Abt.  Ruothart (1075-1096) ein Kloster und wandelte es in eine Propstei um.
Dies  sind die Güter, die der Propstei gehören: Gräfentonna, Bufleben,  Rockstedt, Haselstein, (Ober-/Unter-)weid, Roth v.d.Rhön,  Rüdenschwinden, Burkhardshof, Sulzbach, Bonnland, Zellingen,  Buttenbrunn, Klettstedt, Schlierbach, (Burg-/Mittel/Ober-) Sinn,  Feldheim, Reichelsheim, (Nieder-/Ober-) Mockstadt, Kloppenheim,  Petterweil, Ramstadt, Assenheim, Queck, Münzenberg, Scurberch (wo?)  Berfa, Elbrichshof, Brüchköbel, Zillbach, Langd, (Ober-/Unter-)  Leichtersbach, Blofeld, Melbach, Kappeln, Marisfeld oder Archfeld ?,  Ichendorf ?, Krätzbach ?, Rommerz, Ziegel oder Dalherda?

102014 rem 


 1330

Im Jahre 1330 wurden unter dem Fuldaer Fürstabt Heinrich VI. von Hohenberg die fuldischen Güter und Leute von Rummundes (Rommerz) zusammen mit denen von Opperz, Schweben und Remerz (Wüstung bei Rommerz) an die Herren von Küchenmeister verpfändet. Diese hatten ihren Sitz wohl in Flieden, dem alten Gerichts- und Pfarrort des ganzen Fliedetales.


11. Mai 1386

Ludwig (Luotze) Windolt und seine Ehefrau Elisabeth (Else) bekunden, dass sie mit Zustimmung des Friedrich [von Romrod], Abt von Fulda, ihre zwei Güter in Rommerz, bewohnt von (Glicgks) und Schultheiß, für 50 Gulden und ihre zwei Güter in Rommerz, bewohnt von Wetzel (Wiczel) Smit und (Czisichen) Butener, und drei Güter in Rode, bewohnt von Wigelchin, Hartmann Schemel und Heinrich (Henetze [?]) Schoppe, für ebenfalls 50 Gulden wiederkäuflich an die Brüder Eckhard, Otto und Heinrich von Lüder verkauft haben. Falls die Verkäufer die Güter binnen sechs Jahren nicht zurückkaufen, steht der Wiederkauf Abt oder Konvent gemäß den Kaufurkunden zu. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)

Archivaliensignatur: Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM\Urk. 75\597 Originaldatierung: Datum anno Domini M° CCC° LXXX 


1399
Leihe eines Guts zu Rommerz an Heinrich Eschenbach durch Heinrich von Romrod.


1429
Neben dem Kloster Fulda und den Propsteien Michaelsberg, Johannesberg und Neuenberg waren in Rommerz weitere Adelsfamilien als Lehnsleute des Fürstabts begütert, dies waren in 1429 die Herren vom Rommrod.


1503
Im Jahre 1503 erlaubte der Fliedener Pfarrer die Aufstellung eines Taufsteins in der Michaelskapelle zu Opperz. Rommerz gehörte nicht zu den Orten deren Kinder nun in Opperz getauft wurden, sondern die Gläubigen mussten weiterhin in Flieden, unserer Urpfarrei taufen lassen. Auch die Verstorbenen aus Rommerz wurden in Flieden beigesetzt.



1510
In 1510 erhalten wir erstmals einen Aufschluss über die Bevölkerungszahl von Rommerz. In der Viehbestandsliste werden 11 Viehhalter genannt. Das sind aber nur die Lehnsleute des Fürstabtes, nicht die der Propsteien und des Adels.


 

22. Januar 1568

Die Witwe Amalia (Amelia) von Schletten geborene Küchenmeister, bekundet, dass sie mit Zustimmung ihrer Kinder, Reinhard von Schletten, Johann Christoph (Hans Christoffs) von Schletten und Amalia (Amelia) von Schletten dem [Philipp Schenck zu Schweinsberg], Abt von Fulda, folgende Lehen des Klosters, die sie von ihrem verstorbenen Vater, Heinrich Küchenmeister in [Bad] Orb (Orba), geerbt hat, verkauft hat: die Engelsburg bei Neuhof (Newenhoff) mit allem Zubehör; ein Fischteich oberhalb Neuhof; alle Einkünfte der Engelsburg in Form von Geld, Hafer, Sommerhähnen, Fastnachtshühnern, Festbroten (schonbroten) und Käsen; alle zu der Engelsburg gehörenden Dienste; alle Zinse, Gefälle und Rechte in Neuhof; alle Einkünfte der im Amt Neuhof gelegenen Orte Büchenberg (Buchenbergk), Oberkalbach (Obernn Kalba), Mittelkalbach, Rückers und Rommerz mit den dazu gehörenden Rechten. Alle Lehen werden in dem Umfang verkauft, wie sie sie zuletzt von Wolfgang [Schutzbar genannt Milchling], Abt von Fulda, als Lehen empfangen hat. Sie verspricht durch ihren Obmann, dass alle Lehen unbelastet, unverpfändet und nicht als Morgengabe vergeben sind. Die Lehen sind für 3000 Gulden guter, genehmer Gulden Frankfurter Währung an den Abt verkauft worden. Das Geld hat Amalia vor Erstellung der Urkunde bar erhalten und sagt den Abt von der Zahlung der Kaufsumme los. Sie verzichtet für sich und ihre Erben auf alle Rechte an den verkauften Lehngütern, weist den Abt in deren Besitz ein und übergibt ihm die Urkunden und Register der Lehngüter; falls sich noch weitere Urkunden oder Register auffinden, will sie diese Abt und Kloster ohne Widerspruch zukommen lassen. Sie entbindet alle von dem Verkauf betroffenen Untertanen, die ihr verpflichtet sind, von ihren Eiden und Gelübden, und weist sie an, künftig Abt und Kloster die schuldigen Dienste zu leisten. Sie verspricht für sich und ihre Erben, sich an alle in der Urkunde genannten Regelungen uneingeschränkt zu halten, leistet Währschaft und will zukünftig mit keinerlei Recht gegen den Verkauf der genannten Güter vorgehen; sie verzichtet auf eine nachträgliche Erhöhung des Kaufgeldes und auf die Anwendung des Benefitium Senatus Consultum Velleianum. Siegelankündigung. Amalia von Schletten bittet ihren Schwager, Johann (Hanns) Georg von Erthal, die Urkunde für sie zu besiegeln; er besiegelt die Urkunde, jedoch ohne Schaden für sich und seine Erben. Reinhard, Johann Christoph und ihre Schwester Amalia bekunden für sich und ihre Erben, dass der Verkauf mit ihrem Wissen und ihrer Zustimmung getätigt worden ist. Sie verzichten auf alle Rechte an den verkauften Lehngütern und beschwören bei ihrer adeligen und jungfraulichen Ehre, mit keinerlei Recht gegen den Verkauf vorzugehen; Amalia verzichtet zusätzlich auf die Anwendung des Benefitium Senatus Consultum Velleianum. Siegel- und Unterfertigungsankündigung von Reinhard von Schletten und Johann Christoph von Schletten. Auf die Bitte ihrer Schwester Amalia besiegeln die Brüder die Urkunde für sie. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2, Avers 3)

Archivaliensignatur: Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM\Urk. 75\1616

Sonstige Erschließungsangaben: Originaldatierung: Gescheenn und gebenn Donnerstags nach Sebastiani denn zwenn unnd zwainigstenn monnats Ianuarii nach Christi unnsers lieben Herrenn unnd ainigen Heylanndts gepurth funffzehenn hundertt unnd im acht unnd sechzigistenn iare Unterschriften: (Reinhardt von Schletten subscripsi / Hans Crystoffell vonn Schlettenn) Siegler: Johann Georg von Erthal, Reinhard von Schletten, Johann Christoph von Schletten Formalbeschreibung: Ausfertigung, Pergament, drei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel



1582
wurde Neuhof eigenständige Pfarrei und die Kapelle in Opperz zur Pfarrkirche erhoben (in einigen anderen Aufzeichnungen wird dieses Ereignis bereits auf 1560 datiert). Der neu gegründeten Pfarrgemeinde gehörten die Orte Opperz, Neustadt, Ellers, Rommerz (eigene Kapelle ab 1738), Dorfborn, Tiefengruben, Niederkalbach (eigene Kapelle seit 1447), Mittelkalbach (eigene Kapelle seit 1515), Veitsteinbach und Eichenried an. Ihr erster Pfarrer war Johannes Haal (bis 1603).

Zur Festigung der neuen Pfarrei vereinigte der Fürstabt die Einkünfte der Michaelskapelle in Opperz mit denen der Schlosskapelle und der Marienwallfahrtskapelle in Rückers. Mit der Neuordnung der Rückerser Einkünfte nach Neuhof war der Pfarrer von Flieden als der bisher Begünstige nicht einverstanden. Um aber seinen Anspruch auf die Einkünfte zu untermauern, hielt der Neuhofer Pfarrer jeden Samstag in Rückers ein Amt mit Predigt. Darüber kam es in den folgenden Jahrhunderten zwischen Neuhof und Flieden immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten.

Durch die Gründung der neuen Pfarrei, ging man von nun an nach Opperz, anstatt nach Flieden, in die Michaelskirche. Auch wurden die Toten nun in Opperz auf dem Friedhof beigesetzt.

 



22.Februar 1591


Wolf Dietrich von Merlau gen. Beheim bekundet, dass Johann von Lüder die Güter zu Rommerz für 150 Gulden wieder eingelöst hat.

HStAM Best. Urk. 80  406


 13. März 1592

Maximilian [III.], erwählter König von Polen, Erzherzog von Österreich, Hochmeister des Deutschen Ordens und kaiserlicher Kommissar und Administrator des Klosters Fulda bekennt, dass das Kloster seinen treuen Untertanen und Erben in Rommerz (Rommertz), Lorenz (Lentz) Weber dem Jüngeren und Apel Ritter sowie deren Ehefrauen Elisabeth (Bethe) und Katharina (Catharine) und allen ihren Erben auf deren Ersuchen hin mit einer Wiese belehnt haben. Diese liegt in Kemnaten (Kemmathen) [wüst] und stößt an ihrem oberen Ende an Johann (Henn) Schiffers Wiesenflecken, am unteren Ende reicht sie bis an Konrad (Cuntz) Kirchers Wassergraben und an den zu dieser Wiese führenden Weg. Die Wiese stammt ursprünglich aus dem Erbe des verstorbenen Wenzel (Wetzell) Möller und wurde von Johann Henckel, Konrad (Cuntz) Kircher und deren Ehefrauen, die diese je zu einem Drittel besaßen, um 130 Gulden abgekauft. Die Wiese in Kemnaten wurde danach Lenz Weber, Apel Ritter und deren Ehefrauen zum Gebrauch als Erblehen wieder verliehen. Dazu kommt noch die Versicherung [?] an die Mühlherren, die Einnehmer der oberen Wiese sind, die nicht an andere Grundstücke anstößt, augenscheinlich bei der Inbesitznahme der Wiese nicht zu benachteiligen. Dafür werden die Lehnsnehmer und ihre Erben verpflichtet, jährlich an Michaelis [Sept. 29] in das Schloß Neuhof (Neuennhoff) 22 Böhmische [Groschen] fuldischer Währung als Erbzins zu geben. Nach Gewohnheitsrecht wird darüber hinaus festgelegt, dass das Erblehen auf die nächsten Verwandten der Lehensnehmer übertragen werden kann. Ankündigung des Sekretsiegels des Administrators Maximilian. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)

Archivaliensignatur: Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM\Urk. 75\1680

Sonstige Erschließungsangaben: Originaldatierung: Gebenn zu Fulda Freitags den dreizehendenn Martii im funffzehennhundertten zwei und neunzigstenn jahr
Siegler: Administrator Maximilian [III.]
Formalbeschreibung: Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Sekretsiegel (fehlt)

Bemerkungen: Der 13. März 1592 war kein Freitag, sondern ein Montag.


1594

Neben dem Kloster Fulda und den Propsteien Michaelsberg, Johannesberg und Neuenberg waren in Rommerz weitere Adelsfamilien als Lehnsleute des Fürstabtes begütert, dies waren in 1594 die Herren vom Lüder.

Leihe eines halben Hofs zu Rommerz an Henn Weber durch Johann von Lüder.


1604

Im Jahre 1604 erscheint in den Neuhofer Amtsurkunden (mit Neuhof ist der Amtssitz das Schloß gemeint, die Ortschaft Neuhof wie wir sie heute kennen gab es damals noch nicht) auch der Ortsteil Kreuzdorf (Kreuzburg) jenseits der Kemmete als herrschaftliche Schäferei.



1605

Rommerz in der Türkensteuerliste von 1605

Die Namen sind nicht immer eindeutig lesbar

Caspar Merttgen
Henn Gatz
Henn Jordanns Wittib
Heitz Huen
Heintz Fürster
Geörg Fritz
Paull Maull und Petter Jhan
Petter Weber
Henn Maull
Heintz Hillgen
Jung Heintz Fürster
Petter Beßler
Heintz Maull
Heintz Maull und Henn Möller
Hannß Möller
Heintz Weber
Paull Weber
Hannß Weber
Hannß Gerstner
Clauß Will
Apell Ri...? und Endres Herzog
Henn Webers Kinder Vormünder
Bast Burckhardt
Hans Vahler
Cuntz Bauch
Heintz Buchart
Alt Henn Huen
Jung Henn Huen
Clauß Bedener
Hannß Stadtner
Hann und Paull Scheffer
Clauß Maull
Veltenn Kirchner
Heintz Kirchner
Claus Kreß
Hanns Beyer
Paull Atzert
Hannß Henkell
Adam Henkell
Jorg Mollers Dochter Vormünder
Jung Cuntz Weber
Cuntz Kirchner
Henn Weber
Cuntz Jhan
   

Das sind 44 Rommerzer Steuerzahler. Von den heute noch in Rommerz ansässigen Familien kommen Weber siebenmal, Maul fünfmal, Möller, Schäfer und Jahn je zweimal vor. Einmal werden Atzert, Fritz, Henkel und Kreß genannt. Von den ausgegangenen Familiennamen kommen Huhn dreimal, Burkhard, Förster und Kircher je zweimal, Bauch, Beßler, Bedener (Bittner), Beier, Gatz, Gerstner, Herzog, Hilgen, Jordan, Mertgen, Stadler, Wahler und Will je einmal vor. Manche dieser Namen finden wir noch in benachbarten Dörfern.

Bei den Personennamen (Vornamen) ist Heinrich am beliebtesten: neunmal Heinz und siebenmal Henn. Es folgen Johannes (Hans) achmal, Konrad (Kunz), Nikolaus (Klaus) und Paul je viermal, Peter und Georg je zweimal. Einmal kommen vor Adam, Apel (von Albert), Kaspar, Sebastian (Bast) und Valentin (Velten).

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7. Dezember 1605

Johann (Johan) Winther von Nordeck zur Rabenau und Hermann Dietrich (Herman Dieterich) von Nordeck zur Rabenau (Rabenaw) bekunden für sich, ihre Erben und ihre Lehnsnachfolger, dass sie ihrem Herrn, Balthasar [von Dernbach], Abt von Fulda, alle ihre in der Herrschaft Fulda gelegenen Güter verkauft haben. Dazu gehören ein Viertel der Burg Steinau (Steinaw) mit allen Rechten und allem Zubehör, alle Fuhr- und Spanndienste (fahrt), Äcker, Wiesen, Wäldern und Gewässern, sowie Einkünfte. Ebenso gehört dazu der Ort Allmus (Almuths) samt seinem Zubehör, der Ort Steinbach, die Mühle in Traisbach, ein Hof in Rommerz (Rommelts), ein Gut bei Spahl (Spala) im Ort Apfelbach, die Mühlteiche bei Wenigenhaun [wüst bei Steinau], sowie ein Teil der Vogtei im Gericht von Bieberstein mit angemessener Unterkunft (herrberg), Bußen, Gebots- und Verbotsrechten. Dazu kommen noch weitere Güter: ein Gut in Weyhers (Weyerß), gelegen unterhalb von Bieberstein; der dritte Teil an dem großen Haus in Fulda mit Hof und Garten; ein Haus in der Schmiedegasse (Schmitgassen) in Fulda; ein Gut in Haimbach; ein Gut in Sickels (Schinges) [?]; ein Hof samt Gütern, Wald und Wiesen in Krachenschnabel [?]; ein Gut in Oberndorf; ein Gut in Guttels (Gundels); ein Hof und das große Haus in Stockhausen samt Zubehör; alle Güter in Pfordt (Pfortt) [Stadtteil von Schlitz]; die Hofgüter samt Hintersiedlern in Kothen (Koten); ein Gut in Langenwinden [?]; ein Hof in Angersbach und Besitzungen in Ripperz (Riprechts) [?] mit allem Zubehör. Alle genannten Güter verkaufen sie unabhängig davon, ob sie die Rechte an ihnen je wahrgenommen haben (jura et actiones activè et passivè) in der Form, wie sie diese als fuldische Lehensträger innegehabt haben. Die Verkaufssumme beträgt insgesamt 4016 Gulden, 30 Gnacken und fünf halbe Pfennige in fuldischer Währung, wobei jeder Gulden zu 42 Böhmischen [Groschen] gerechnet wird. Die Verkäufer bestätigen den Empfang der genannten Summe vom Kloster, das die Übergabe des Betrags ohne weitere Einschränkungen (non numeratae pecuniae) zur freien Verfügung durch Johann Winther und Hermann Dietrich bestätigt. Im Gegenzug übergeben sie dem Abt von Fulda die genannten Güter mit allen Rechten. Ihre Erben halten sie an, diesen Verkauf nicht anzufechten, sondern dem Kloster treu zu dienen. Daher entbinden sie auch alle ihre Hintersassen und Zinsleute von ihren bisherigen Treueiden und weisen diese an, künftig Kloster und Abt in der gleichen Weise gehorsam und dienstpflichtig zu sein. Zur Bekräftigung ihrer Treue sollen sie bald dem Marschall des Klosters das Handgelöbnis geben sowie einen leiblichen Eid mit erhobenen Fingern sprechen. Über diesen Verkauf haben sie dem Kloster eine entsprechend besiegelte Verkaufsurkunde ausgestellt, außerdem die dazu gehörenden Unterlagen (acta undt documenta) übergeben. Sie versprechen in ihrem und im Namen ihrer Erben sowie ihrer adligen Ehre bei Verpfändung ihres Hab und Guts, dass die verkauften Güter frei von allen finanziellen wie rechtlichen Ansprüchen und Forderungen sind. Sollte es dazu kommen, dass der Abt von Fulda gegenüber ihnen als Teil der Ritterschaft die kaiserliche Buße (poenfals) einziehen muss, so bestimmen sie, dass man sich ausschließlich an ihnen schadlos halten soll; davor sollen sie weder ihre Erben, noch ein kaiserlicher oder päpstlicher Beschluss (constitution) oder eine Reichsordnung, auch kein Reichsabschied noch eine jetzt oder später gültige Freiheit bewahren. Den Ritterdienst für das Kloster Fulda, von dem sie dieser Verkauf entbinden könnte, leisten sie auf eigene Bitten und nach Bestätigung durch den Abt weiterhin. Sie bestätigen ausdrücklich, dass sie diesen Dienst aus Dankbarkeit, nicht aus Schuld (ex debito) leisten. Über die Verkaufsurkunde soll für den Fall, dass dieses Dokument verloren geht, ein beglaubigtes Vidimus als Kopie ausgefertigt werden. Sie erklären nochmals gegenüber Kloster und Abt von Fulda im Namen ihrer Nachfolger im Mannesstamm (agnatenn) und zukünftigen Erben, dass sie auf die genannten Güter vollständig verzichten. Siegelankündigung. Ankündigung der Unterfertigung. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel:Avers 1,Avers  2)

Archivaliensignatur: Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM\Urk. 75\1721

Sonstige Erschließungsangaben: Originaldatierung: Geschehen zu Fulda Mitwochens den siebenden Decembris nach Christi unsers lieben Herrn und Seligmachers geburt im sechtzehen hundert funfften jahre
Unterschriften: (Johan Winter von Nordeck zur Rabennaw subscripsit, Hermann Dieteriech von Nordeck zur Rabenaw subscripsit) Siegler: Johann Winther von Nordeck zur Rabenau, Hermann Dietrich von Nordeck zur Rabenau Formalbeschreibung: Ausfertigung, Pergament, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel
Weitere Überlieferung: StaM, 100: Urkundenabschriften, 17: Fulda 2, Nr. 48

Bemerkungen: Böhmische Groschen werden auch als Prager Groschen bezeichnet.


11. März 1606

Johann Friedrich [von Schwalbach], Abt von Fulda, bekundet für sich und seine Nachfolger, dass er Georg Budner (Jorg Budtner), Untertan und Getreuer des Klosters in Rommerz (Rommerts), sowie dessen Ehefrau Anna und ihren Erben auf seine Bitten hin ein bei Rommerz gelegenes Gut verleihen hat. Zu diesem Gut gehören Haus, Hof, Scheune und weiteres Zubehör. Dazu zählen insgesamt neun verschiedene Äcker, außerdem sieben Wiesenstücke. Schon der Vater von Georg Budner hatte dieses Gut durch Erbkauf an sich gebracht und seinem Sohn vererbt. Das Kloster belehnt Georg Budner, seine Ehefrau und ihre Erben mit diesem Gut samt allem Zubehör und allen Rechten nach fuldischem Lehnsrecht. Georg Budner wird angewiesen, das ihm verliehene Gut weder aufzuteilen noch zu verkaufen. Als Zins für dieses Lehen erhält das Kloster jährlich an Michaelis [September 29] drei Gulden, der Gulden gerechnet zu 44 Böhmischen [Groschen], außerdem vier Maß Hafer, eine Meste (matzen) Hafer, vier Hähne und drei Hühner. Auf dieses Lehen verpflichtet sich Georg Budner mit dem Handeid; er wird überdies zur Treue angehalten und muss Steuern, das Besthaupt und Handlohn entrichten. Ankündigung des Sekretsiegels Abt Johann Friedrichs. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)

Archivaliensignatur: Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM\Urk. 75\1724

Sonstige Erschließungsangaben: Originaldatierung: Geben in unser statt Fulda sonnabents den eilfften Martii im sechtzehenhundert unndt sechsten jahr Siegler: [Abt Johann Friedrich] Formalbeschreibung: Ausfertigung, Pergament, angehängtes Siegel (fehlt)


 



12. Juni 1606

Johann Friedrich [von Schwalbach], Abt von Fulda, bekundet für sich und seine Nachfolger, dass er Martin Garttner, Untertan des Klosters in Rommerz (Rommerts), sowie dessen Ehefrau Margarete und allen ihren Erben, auf seine Bitten hin ein Gut in Rommerz im Kemnater Grund (Kammater grundt) samt den dazu gehörigen Gebäuden (beuthen) verliehen hat. Das Gut hatte zuvor Heinrich (Heintz) Otto von Tiefengruben (Dieffengruben) inne, der auch die ursprüngliche Waldfläche (rohem waldt) gerodet hat. Weiter gehören zu diesem Gut vier Gärten, die unter anderem an Kilian Scheffers (Schevers) Grundstück, den Spersberg, sowie die Grundstücke von Adam Jahn und des Klosters stoßen. Zu diesem Gut gehören außerdem ein beim Mühlacker (mulen acker) gelegener Acker sowie zwölf Beet (beth) Acker, die zu einer Hofreite zusammengefasst sind. Diese Grundstücke liegen nahe dem Weg nach Magdlos (Machtloser weeg) und grenzen an die Grundstücke des Klosters und das von Konrad Neu (Neu Contzen) sowie des Klosters und Möllers Acker. Außerdem stoßen diese Äcker an ein Grundstück, das Wolffs Wiese heißt, welches einst dem Kloster gehörte und dann für 30 rheinische Gulden an die bereits genannten Heinrich Otto und Kilian Scheffer, der bereits verstorben ist, sowie dessen Ehefrau Adele und dessen Erben in Rommerz verkauft wurde. Nach dem Tod Kilian Scheffers ging das genannte Grundstück nach Aufteilung (subtheilung) auf dessen hinterlassene Kinder über, darunter Veit Scheffer und dessen Ehefrau. Weiter werden sieben Beet Äcker verliehen, die oben an das Grundstück von Adam Forster und unten an den Weg stoßen, außerdem eine bei Kemnaten (Kemmaten) gelegene Wiese. Diese Äcker und Wiese hat Veit Scheffer dem Kloster abgekauft; jährlich hat er für diese Grundstücke sechs Böhmische [Groschen] an Zins in die Burg Neuhof (Newenhoff) zu entrichten. Martin Garttner wird verpflichtet, für das ausgegebene Lehen jährlich an Michaelis [September 29] folgenden Erbzins in die Burg Neuhof zu entrichten: zehn Böhmische [Groschen], ein Festbrot (schönbrodt), vier Böhmische [Groschen] als Holzgeld, drei Böhmische [Groschen] als Küchenspeise, anderthalb Maß Hafer als Küchenspeise, zwei Sommerhühner und ein Fastnachtshuhn. Darüber hinaus ist Martin Garttner zum Burgfriedensdienst und zu anderen Diensten, die Hintersassen (hindersiedler) leisten müssen, verpflichtet. Zum Hintersassendienst ist er für einen Tag verpflichtet, ebenso einen Tag zum Schmieden, einen zum Heumachen und einen zum Haferwenden (haber veziehen). Sollte es zu Streitigkeiten wegen dieses Guts oder daran gebundene Rechte und Pflichten kommen, sollen sich die Lehnsnehmer ausschließlich an das zuständige Gericht wenden oder eine entsprechende Entscheidung des Landesfürsten abwarten. Sollten sie sich jedoch in solchen Dingen an eine andere Herrschaft oder ein anderes Gericht wenden, so wird dieser Lehnbrief ungültig und das ausgegebene Lehen fällt mit allen Rechten wieder an das Kloster zurück. Ankündigung des Sekretsiegels Abt Johann Friedrichs. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)

 

Archivaliensignatur: Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM\Urk. 75\1726
Sonstige Erschließungsangaben: Originaldatierung: So geben in unser stadt Fuldt den zwölfften Junii im ein tausent sechshundert unndt sechsten jare Rückvermerk: (dießen brieff hatt Jörg [Georg] Möller zum Romertz [Rommerz] in der schulle gelernet den 1. tag Februarii anno 1696 [!])
Siegler: [Abt Johann Friedrich]
Formalbeschreibung: Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (fehlt)

Rückvermerk(dießen brieff hatt Jörg [Georg] Möller zum Romertz [Rommerz] in der schulle gelernet den 1. tag Februarii anno 1696 [!])

Siegler [Abt Johann Friedrich]

Formalbeschreibung Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (fehlt)


1613

Ein bemerkenswertes Kulturdenkmal ist der Bildstock aus dem Jahre 1613 am Schwebener Weg (heute Am Röhrig). Er stand bis zur Verkoppelung etwas weiter südlich in den nach dem 1. Weltkrieg zum teil abgetriebenen Fliedener Tannen. Er heißt auch Harengelkreuz, wohl nach einem im 19. Jahrhundert hier begrabenen Selbstmörder Harengel aus dem Neuhöfer Gerichtsgefängnis.

Der Bildstock ist einer der wenigen des Fuldaer Landes aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg und der einzige mit einer ausgeschriebenen Jahreszahl. Neben dem Bild des Gekreuzigten trägt er das Wappen des Fuldaer Fürstabts Johann Friedrich von Schwalbach (1606 - 22). Die Inschrift auf der Rückseite berichtet von der Anpflanzung von Tannen, worunter man in dieser Zeit auch häufig Kiefern verstand, dies geschah unter dem damaligen fuldischen Oberforst- und Jägermeister Caspar Moritz von Wechmar. 



 

27. Februar 1614

Johann Friedrich [von Schwalbach], Abt von Fulda, bekundet, dass er Sebastian (Bastian) Burckhardt und Peter Müller, seine Untertanen aus Rommerz, ihren Ehefrauen Gele und Katharina (Catherine) und ihren Erben das Schankrecht (weinschanck und zapffen) in Rommerz, das er ihnen für fünfzig Gulden dauerhaft verkauft hat, nach Fuldaer Lehnrecht verliehen hat. Jährlich an Michaelis [September 29] haben sie in der Burg Neuhof an Abt und Kloster einen Zins von zwölf Gulden zu zahlen. Sie sind verpflichtet, Empfang und, bei jedem Heimfall des Lehns, Lehnrecht und Handlohn zu entrichten. Andere Rechte und Gewohnheiten von Abt und Kloster bleiben von dieser Belehnung unberührt. Ankündigung des Sekretsiegels des Abtes Johann Friedrich. Ausstellungsort: Burg Neuhof. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)

Archivaliensignatur: Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM\Urk. 75\1769

Sonstige Erschließungsangaben: Originaldatierung: ... der geben ist inn unserm schloss Neuwenhoff Donnerstags den sieben und zwantzigsten Februarii im sechtzehen hundert und viertzehenden iahre
Siegler: Abt Johann Friedrich
Formalbeschreibung: Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (beschädigt)


1656

Im Jahre 1656 hatte Rommerz 27 Familien, also etwa 120 Einwohner


20. April 1708

Konrad Rüttger, derzeit Anwalt des Konvents von Fulda und der Stadt Fulda (hochadtelicher capitularischer undt der statt Fulda syndicus) und Verwalter von Neuenberg, bekundet, dass er Adalbert [von Schleifras], Abt von Fulda, die sollstadtischen Hoflehn in Haimbach, Rode (Rodten), Kemnaten (Kemeten) [Wüstung in der Gemarkung von Ellers, Gemeinde Neuhof], Wanhütten und Rommerz (Rommelts), die ihm bei der Stendorfschen Erbteilung zugefallen sind, mit allem Zubehör und allen Rechten dauerhaft verkauft hat. Es folgt eine Auflistung der zu den verkauften Hoflehn gehörenden Äcker und Wiesen; bei der Aufzählung wird auch [Johann] Martin Ludwig (Ludtwig) von Schleifras, Fuldaer Oberjägermeister, erwähnt. Der Kaufpreis beträgt 2700 Gulden, jeder Gulden im Wert von 42 Böhmischen [Groschen]. Den Geldbetrag hat der Abt durch die Rentkammer des Klosters Fulda bezahlen lassen. Konrad Rüttger sagt für sich, seine Ehefrau Maria Eleonora Rüttger und seine Erben den Abt und die Rentkammer von der Zahlung der Kaufsumme los und verzicht auf alle Ansprüche auf die verkauften Hoflehn sowie die Einlegung jedweder Rechtsmittel. Konrad Rüttger sichert dem Abt und dem Kloster den unbeeinträchtigten Besitz der Hoflehn zu, verspricht, dass diese weder verpfändet noch anderweitig belastet sind und leistet Währschaft. Die Urkunde hat Konrad Rüttger der Rentkammer des Klosters Fulda übergeben. Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Seite 1, Seite 2 und 3, Seite 4 und 5, Rückseite; Siegel: Lacksiegel)

 

Archivaliensignatur: Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM\Urk. 75\2093
Sonstige Erschließungsangaben: Originaldatierung: So geschehen Fuld den 20ten Aprilis 1708
Unterschriften: (Conradt Rüttger manu propria)
Siegler: Konrad Rüttger
Formalbeschreibung: Ausfertigung, Papier, aufgedrücktes Lacksiegel


18. November 1709

Adalbert [von Schleifras], Abt von Fulda, bekundet für sich und seine Nachfolger, dass er nach Überprüfung durch die fuldische Rentkammer und dem Bericht des Amtsverwalters, den Untertanen des Klosters in Neuhof, Heinrich Hoyl, Georg (Jörg) Peter Kennler, Johann (Hanß) Benckner und Johann (Hanß) Henckel, sowie deren Ehefrauen und Erben die sogenannten wüsten Schultheißenäcker im Ellerser Feld bei Rommerz dauerhaft verkauft hat. Im Folgenden wird die Größe und Lage der einzelnen Grundstücke genau beschrieben. Die Grundstücke sollen auf Kosten der Käufer noch mit Grenzsteinen von einander abgeteilt werden. Der Kaufpreis beträgt 250 rheinische Gulden. Die ersten 100 Gulden werden an Ostern 1710 an die fuldische Rentkammer fällig; weitere 50 Gulden bis zur endgültigen Begleichung des Kaufpreises dann jährlich am selben Termin. Als Erbzins ist jährlich ein Gulden zu 42 Böhmischen [Groschen] an die Amtsrechnung in Neuhof zu zahlen. Mit Ausnahme des Lehngelds sind die genannten Lehnsträger frei von anderen Belastungen. Damit sie zu ihren Äckern gelangen können, wird ihnen die Durchfahrt durch die umgebenden fuldischen Äcker gewährt. Die Käufer versprechen, sich an die genannten Regelungen zu halten. Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)

Archivaliensignatur: Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM\Urk. 75\2111

Sonstige Erschließungsangaben: Originaldatierung: So geschehen Fuldt denn achtzehenden 9bris deß ein taußent siebenhundert undt neunten jahrß
Unterschriften: (Adalbert abbt manu propria)
Siegler: Rentkammer des Klosters Fulda Formalbeschreibung: Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel in Holzkapsel

 



1714

Neben dem Kloster Fulda und den Propsteien Michaelsberg, Johannesberg und Neuenberg waren in Rommerz weitere Adelsfamilien als Lehnsleute des Fürstabts begütert. Im Salbuch von 1714 erscheinen Lehen der Herren von Boynburg (Bemmelburg"), von Lüder zu Loshausen ("Lasthausen") und von Schlott. 
 


Um 1714 wurde im Kreuzdorf für den Fürstabt Adalbert von Schleifras das Forsthaus ("Rommerzer Schlößchen") als Jagdhaus errichtet. Adalbert von Schleifras gilt als der Bauherr des Dom`s zu Fulda, des Stadtschlosses in Fulda sowie von Schloss Bieberstein. 

Adalbert von Schleifras
Adalbert von Schleifras


 

18. Mai 1716

Konstantin [von Buttlar], Abt von Fulda, bekundet für die Untertanen und Getreuen des Klosters sowie alle Schuhmachermeister im Zentamt Flieden und in den Dörfern Rommerz, Hauswurz, Nieder- und Mittelkalbach sowie im Amt Sannerz (Sandertz), dass er den dort ansässigen Schuhmachern auf deren Bitten hin eine Zunftordnung gegeben hat. Diese war notwendig geworden, weil es in den genannten Orten mangels eines Zunft- oder Innungsbriefs des Öfteren zu Stümperei (stümpelereyen) und Streitigkeiten zwischen den ansässigen und den fremden Meistern und Gesellen gekommen war. Auch könnten ihre Nachkommen ohne eine Zunftordnung auf der Wanderschaft und danach auswärts nicht ihr Auskommen finden. Zur Aufrichtung einer funktionierenden Ordnung (pollicey) und für das Fortkommen des Handwerks hat Abt Konstantin den Schuhmachern die folgende Zunftordnung gegeben:

1. Wenn ein Meister vor versammelter Zunft einen Lehrjungen in das Handwerk aufnimmt, soll der Lehrjunge der Obrigkeit sechs Gulden bezahlen und der Zunft halb soviel; außerdem soll der Lehrjunge für eineinhalb Gulden Käse und Wecken für die Zunft kaufen. Die Lehrzeit beträgt drei Jahre. Vor seiner Aufdingung in die Zunft muss der Lehrjunge seine eheliche Geburt und einen tugendhaften Lebenswandel nachweisen. Ein Meister soll einen Lehrjungen nicht unter 25 Gulden Lehrgeld annehmen. Meistersöhne bleiben von der Aufdingung und Lossprechung befreit.

2. Ausgelernte Lehrjungen sind verpflichtet, im Anschluß an ihre Lehrzeit drei Jahre auf Wanderschaft zu gehen oder andernfalls der Herrschaft acht Gulden zu bezahlen, bevor sie sich häuslich an einem Ort niederlassen. Hat ein Geselle kein Meisterstück angefertigt, kann er ersatzweise auch drei Jahre lang bei einem Meister aus den genannten Orten arbeiten. Bei Verstößen gegen diese Regel sind der Herrschaft 20 und der Zunft zehn Gulden zu bezahlen.

3. Wenn ein Auswärtiger in einen der genannten Orte zieht, um dort das Handwerk auszuüben und dort eine Meistertochter zu heiraten, soll er 15 Gulden an die Herrschaft sowie zehn Gulden und ein Viertel Wein an die Zunft zahlen, um zugelassen zu werden. Ein Meistersohn muss mit Ausnahme des Viertel Weins halb soviel bezahlen. Ein völlig Fremder hat 40 Gulden an die Herrschaft und 30 Gulden an die Zunft zu entrichten.

4. Kein Meister darf mehr als einen Gesellen und Lehrjungen beschäftigen. Bei Verstößen sind der Herrschaft zwei und der Zunft ein Gulden zu bezahlen.

5. Meister, deren Lehrlinge nach ihrer Lehrzeit vor der versammelten Zunft losgesprochen werden, sollen in den darauf folgenden drei Jahren keinen Lehrjungen einstellen, ebenso keinen Jungmeister. Bei Verstößen gilt das in 4. genannte Strafmaß.

6. Wenn ein Lehrling einem Meister aufgedingt ist, diesen aber während seiner Lehrzeit ohne die Angabe von Gründen verläßt und so seine Lehrzeit unterbricht, muss er sich bei der Zunft neu aufdingen und die entsprechenden Gebühren entrichten.

7. Wenn ein Knecht zeitweilig bei einem Meister angestellt ist, diesen jedoch ohne Angabe von Gründen verläßt, soll ihm der Meister drei Wochenlöhne abziehen. Kein anderer Meister darf ihn dann wieder beschäftigen. Ebenso ist es untersagt, dass ein Meister einem anderen Meister dessen Knecht ausspannt. Bei Verstößen sind der Herrschaft zwei und der Zunft ein Gulden zu bezahlen.

8. Es ist keinem Meister erlaubt, von anderen als den Meistern in den genannten Orten Schuhe zu kaufen und wieder zu verkaufen. Bei Verstößen sind der Herrschaft zwei und der Zunft ein Gulden zu bezahlen, außerdem verliert der Schuldige seine Ware.

9. Die alten Meister werden verpflichtet, keine Lappen mit zweifachem Draht (trath) auf die Schuhe aufzusetzen und kein Leder zu schwärzen oder zu schmieren. Meister, die außerhalb ihrer Werkstätten Arbeiten annehmen (stöhr arbeit), sollen nicht weniger als sieben Böhmische [Groschen] für ein paar Schuhe verlangen. Zwei Meister sollen nicht zusammen in einer Werkstatt arbeiten. Bei Verstößen sind der Herrschaft zwei und der Zunft ein Gulden zu bezahlen.

10. Sonstige Angehörige der Zunft wie Witwen und Waisen sollen jährlich am zweiten Pfingstfeiertag, der zugleich auch der Jahrtag der Zunft ist, vor der Zunft erscheinen und dann zwei Böhmische [Groschen] entrichten. Zahlen sie diese Summe nicht innerhalb eines Jahres, werden sie aus der Zunft ausgeschlossen.

11. Bei jedem Jahrtag sollen zwei neue Meister in das Gremium der Viermeister gewählt werden. Die alten Meister müssen an diesem Termin Rechenschaft über die Einnahmen und Ausgaben des abgelaufenen Jahres ablegen. Die Rechenschaft soll vor der geöffneten Zunftlade im Haus des Oberviermeisters abgelegt werden; einer der Viermeister ist zuständig für die Verwahrung und Schließung der Lade. Der örtliche Beamte erhält von der Rechnungslegung einen Bericht; an den Beamten ist außerdem eine jährliche Gebühr von 20 Kreuzern zu entrichten.

12. Wenn Märkte in den genannten Ortschaften abgehalten werden, sollen die zünftig organisierten Meister dort Vorrang vor den auswärtigen Meistern haben.

13. Auf den Märkten sollen die Meister ihre Stände nebeneinander, nicht voreinander stellen. Die Standflächen werden vom jüngsten Meister mittels Los verteilt; zur Losstunde versammeln sich die Meister bei einem Viertel Wein. Kein Meister darf dem anderen seine Kundschaft abwerben. Bei Verstößen sind der Herrschaft ein und der Zunft ein halber Gulden zu bezahlen.

14. Durch den jüngsten Meister werden nach Anweisung durch die beiden Vormeister die Zunftversammlungen, einberufen. Jeder Meister hat das Recht, eine Zunftversammlung zu verlangen. Zur Abhaltung der Zunftversammlungen haben sich die Meister bei der Zunft einzufinden; wer dort nicht erscheint oder ohne Angabe von Gründen die Versammlung verlässt, muss der Zunft zur Strafe ein Viertel Wein bezahlen.

15. Alle bei solchen Versammlungen anwesenden Meister sollen sich friedlich verhalten und mit niemandem Streit anfangen. Wer dieser Anordnung zuwiderhandelt oder trotz des Friedensgebots des Obermeisters nicht schweigt oder sich ruhig verhält, muss der Herrschaft einen und der Zunft einen halben Gulden Strafe zahlen.

16. Wenn sich Mitglieder der Zunft gegenseitig beleidigen, soll die Strafe von der Obrigkeit festgelegt werden.

17. Wenn ein fremder Meister von den Vormeistern ein Gebot verlangt und die Zunft zusammenrufen lässt, soll er der Zunft einen Gulden für Wein geben.

18. Zu den von den Vormeistern einberufenen Versammlungen sollen Meister, Gesellen und Handwerksgenossen rechtzeitig kommen. Über die während solcher Versammlungen verkündeten Beschlüsse sollen sie schweigen und diese für sich behalten. Bei Verstößen ist ein halbes Viertel Wein zu zahlen. Sollte ein Meister oder ein Geselle zu diesen Versammlungen nicht erscheinen, wird ihnen die Ausübung des Handwerks solange untersagt, bis sie wieder an den Versammlungen teilnehmen. Außerdem müssen sie eine Strafe von zwei Gulden an die Herrschaft und von einem Gulden an die Zunft bezahlen.

19. Zur Vermeidung von Unordnung sollen auch die nichtzünftigen auswärtigen und einheimischen Schuhmacher dieser Zunftordnung unterliegen und daher ebenfalls zu den genannten Versammlungen erscheinen.

20. Bei der Zunftversammlung fungiert der jüngste Meister unentgeltlich als Knecht der Zunft. Er muss sich der Zunft gegenüber besonders ehrbar und treu verhalten. Sollten an seiner Amtsausübung Mängel festgestellt werden, muss er eine Strafe in Höhe von fünf Albus bezahlen.

21. Die Herrschaft behält sich vor, Änderungen an dieser Zunftordnung vorzunehmen, sie für ungültig zu erklären sowie unfähige durch fähige Personen zu ersetzen. Ankündigung des Sekretsiegels Abt Konstantins. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: 1. Seite, 2. und 3. Seite, 4. und 5. Seite, Rückseite)

Archivaliensignatur: Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM\Urk. 75\2132

Sonstige Erschließungsangaben: Originaldatierung: So geschehen Fuld den 18ten Maii 1716
Siegler: [Abt Konstantin]
Formalbeschreibung: Ausfertigung, Pergament, unbesiegeltes


1735
An der Straßenkreuzung nach Ellers, Flieden, Hauswurz wurde die erste Kirche in Rommerz gebaut. Auf dieser Fläche stand auch die alte Rommerzer Dorf Linde.


1738

Am 3.6 1738, dies war der Dreifaltigkeitssonntag der erste Sonntag nach Pfingsten, wurde in Rommerz die erste Kirche zu Ehren der Gottesmutter benediziert. Die kleine Kirche stand auf der heutigen Straße nach Flieden, da wo man heute vom Fuchsberg komment nach Flieden Abbiegt. Die Kirche wurde von dem Rommerzer Schreinergeselle Heinrich Gärtner erbaut und hatte schon zwei Glocken, eine Empore, eine Kanzel und einen Altar. 


1740
Fürstabt Amand von Buseck hielt am 16. November 1740 mit einer hochgestellten Jadggesellschaft eine Wildschweinjagd im Rommerzer Forst ab, am 19. November eine Wildschweinjagd  im Fliedener Forst, um am 23. November nochmals im Rommerzer Forst auf eine Sauenjagd zu gehen.


1743

Im Jahre 1743 hatte Rommerz 43 und  in 1789 waren es 28 Bauern und 29 Hüttner in unserem Dorf.


1759

In 1759 kam der erste Stationar kam zum Beichthören und zum Sonntagsgottesdienst nach Rommerz, er wurde vom Kloster Frauenberg entsandt und war Franziskanerpater.  Sein Zimmer war in der alten Schule am Fuchsberg (Lene), dort konnte er Übernachten.


1767
Christoph Köhler, Wildmeister in Rommerz erhielt als Pirschgeldzahlung im Jahre 1767  33 fl. und 48 xr. von der fürstlichen Hof- und Rentkammer in Fulda.



1773
Im Jahre 1773 hat Rommerz 46 Häuser in diesen wohnten 56 Familien mit 286 Einwohnern.


1779
Die Schule wird in Rommerz 1779 zum ersten Male erwähnt. Als Schulhaus diente das 1656 erbaute Haus Nr. 16 1/2 am Fuchsberg, heute Lene, am sogenannten Gäßchen.


1802

Rommerz fiel durch die Säkularisation vom Hochstift Fulda an das Haus Oranien, an den Prinzen Wilhelm von Oranien

1806 kam Rommerz zur damaligen französischen Provinz Fulda

1810 an das Großherzogtum Frankfurt

1813 an Österreich

1815 fiel Rommerz an das Königreich Preußen und

1816 an das Kürfürstentum Hessen


1813

Aus der Chronik von Robert Bagus: Wenn auch Rommerz nicht direkt an der Heeresstraße Frankfurt - Leipzig lag, so hatte es doch manches unter den Durchzügen der Heere Napoleons zu leiden. Teile seines Heeres streiften auch Rommerz. Schrecken befiel die Bewohner beim Anrücken der Truppen und sie flüchteten daher mit ihrer Habe in den Gieseler Forst. Nachdem Napoleon im Oktober 1813 geschlagen worden war, soll sein Durchzug auf der Straße ganze 4 Tage gedauert haben. Mehreremals kamen kleinere Streifen nach Rommerz und Plünderten.   


1831
wird das erste zweistöckige Fachwerhaus, welches mit einem Krüppelwalmdach gebaut wurde, von dem Rommerzer Bauer Peter Schad, Scholthese erbaut. Peter Schad nannte man auch den "alten Ochsenpeter", die meisten Bauern fuhren mit Kühen als Zugtiere, wenige mit Pferden oder Ochsen, dem Namen nach benutzte Peter Schad Ochsen als Zugtiere.

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Scholthese, Hauswurzer Straße  


1844

In diesem Jahr ist die erste Brücke zum Kreuzdorf erbaut worden. Bevor die Brücke gebaut wurde, gab es für die Fuhrwerke eine Furt und für die Fußgänger einen Holzsteg.




1850
Auch gab es in Rommerz um 1850 eine Bierbrauerei, an diese erinnert noch der große Felsenkeller unter dem Garten von Egon Fritz (Mande).


1854

Am 29.10.1854 brannte die Ochsenmühle in Rommerz ab.



1865

Am 27. Mai 1865 wurde der Grundstein für die Kirche gegenüber der heutigen Schule gelegt, der Bauplatz wurde von Michael Hasenau aus Büdhätte gekauft. In 1963 wurde die Kirche abgetragen und die Steine wurden zum Neubau der Kirche in Oberrode verwand.

Die Eisenbahnstrecke Frankfurt - Fulda wurde in 1865 begonnen zu Bauen, an dieser Baustelle fanden viele Rommerzer Verdienst (Arbeit).  


1866

wurde Rommerz wieder Preußisch und gehörte zur Provinz Hessen - Nassau. Eine Abteilung des preußischen Militärs bezog in Rommerz für kurze Zeit Quartier. Aus Furcht brachten die Rommerzer Bauern ihre Pferde im Wald in Sicherheit.

Am 25. September wurde, zur Freude der Rommerzer Bevölkerung, die neue Kirche durch den damaligen Bischof Christoph Florentius Kött zu Ehren der Gottesmutter konsekriert.


Aus Rommerz starben in dem Krieg 1870/71 gegen Frankreich Vinzenz Wehner und Leopold Henkel, es nahmen insgesamt 20 junge Männer aus Rommerz an dem Krieg teil.


1876

Es herschte in Rommerz unter den Kindern die sogenannte Halsbräune (Diphtherie), es starben in diesem Jahr 43 Kinder welche das Schulalter noch nicht erreicht hatten.



1880
Bis zum Jahre 1880 bestand in Rommerz eine Teerbrennerei. Der Teer- oder Schmierofen wurde 1850 von dem Rommerzer Nikolaus Schöppner, er war auch unter dem Namen Schmierkloas bekannt, betrieben. Die Teerbrennerei befand sich auf dem Weg nach Magdlos in der Nähe des Dieborns, die Flurlage heißt heute noch "Am Schmierofen.


1893

In diesem Jahr war eine große Dürre, das Futter auf den Wisen war verbrannt. Die Bauern, welche sonst 6 Fuhren Heu ernteten, bekamen nur 1 - 2 Wagen voll in ihre Scheune.


Das Schulgebäude am Fuchsberg (Lene) wird verkauft und man baute auf dem Grundstück der heutigen Schule ein neues Schulgebäude. Damit man die Schule bauen konnte, mussten die beiden Backhäuser die auf diesem Grundstück standen an anderer Stelle neu gebaut werden.


1899

Im Jahre 1899 wurde in Rommerz der Kath. Männer- und Arbeiterverein St. Josef gegründet, aus diesem Verein ist die heutige Kath. Arbeiterbewegung KAB hervorgegangen.

Die KAB entstand als Zusammenschluss von Arbeitervereinen, die sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Bildungs- und Selbsthilfevereine konstituierten. 1849 gründete sich der erste Arbeiterverein u.a. als Unterstützungskasse in Regensburg. Ab 1860 entstanden die christlich-sozialen Vereine, die angesichts der „sozialen Frage“ gleiche politische, soziale und gesellschaftliche Rechte für die Arbeiterinnen und Arbeiter einforderten. Mit ca. 22.000 Mitgliedern im Jahre 1872 waren diese Vereine zusammengenommen die mitgliederstärkste Arbeiterorganisation in Deutschland.
Durch den Kulturkampf und die Sozialistengesetze in den 1870er Jahren mussten die Arbeitervereine in weiten Teilen ihre Arbeit einstellen. Ausgehend vom Katholikentag 1884 in Amberg verbreitete sich jedoch eine innerkirchliche Aufbruchsstimmung, die zur Neugründung zahlreicher pfarrlich organisierter katholischer Arbeitervereine beitrug. Förderer und Gründer dieser Vereine waren oftmals volksverbundene und mit dem Schicksal der Arbeiterschaft vertraute junge Geistliche, die sogenannten „Roten Kapläne“.
aus: www. kab.de



1902
Die Brücke bei der unteren  Kemmetemühle wurde eingeweiht, die Brücke trägt unter der Bevölkerung den 
Namen "Neu Bröck". Die Brücke steht im Kemmetetal kurz vor Hauswurz.

 



1906
Am 8. Januar 1906 wurde mit dem Abteufen des Schachtes "Wilhelm von Recklinghausen" in Neuhof begonnen. Das Teufen dauerte zwei Jahre, der Durchmesser betrug 5,80 m und die Kosten wurden auf etwa 2 Millionen Mark geschätzt.



1907
Die politische Gemeinde Rommerz erwirbt ein Gründstück am "Stürig" und legt einen eigenen Friedhof an. Unsere Toten wurden früher in Flieden und ab 1582 in Opperz auf dem Friedhof der um die Michaelskirche  war beigesetzt. Ab dem Jahre 1865 wurden die Toten an dem neuen Friedhof in Opperz, der östlich der Michaelskirche angelegt wurde beigesetzt. Auch wurden die Verstorbenen aus Kalbach in Opperz zu Grabe getragen.

Friedhof Neuhof Zeichnung
                                          Friedhof an der Michaelskirche in Opperz                                                       




1909
Im Jahre 1909 wurde unsere Ortschaft Rommerz zur Pfarrkuratie erhoben, erster Kuratus war Aloys Hild der zunächst bei Kreischesch wohnte.



1910 

In 1910 konnte die Gemeinde ein neu erbautes Haus von Emil Auth am Fuchsberg erwerben, das dann bis 1966 als Pfarrhaus diente und anschließend an Fam. Vanderberg aus Neuhof verkauft wurde, heute wird das Haus von der Fam. Wetter bewohnt.

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Das alte Pfarrhaus im Jahre 2014  

 


1910
Gründung der "Gewerkschaft Ellers, Steinsalzwerk zu Ellers bei Rommerz"

Doch trotz aller positiven Entwicklungen belastete die Gewerkschaft Neuhof ein großen Problem. Die königlich preußische Bergbehörde forderte entsprechend der Zweischachtverordnung einen zweiten Tagesausgang für das Grubengebäude. Zu diesem Zweck war berereits am 11. April 1910 die  1.000-teilige "Gewerkschaft Ellers, Steinsalzwerk Ellers bei Rommerz", gegründet worden, der man von dem konsolidierten Bergwerksbesitz die Hälfte = 14.226,11 m² abtrat.
Verständlicherweise zeigten jedoch die Gewerken wenig Sinn für das Teufen eines zweiten Schachtes. Immerhin hatten sie nur mit hohen Zubußen den Schacht Neuhof vollenden können und hofften auf eine baldige Ausbeute, wenn die Schulden beglichen waren. Daher folgten sie gern dem Vorschlag ihres Grubenvorstandsvorsitzenden Emil Sauer. Sie verkauften ihm 990 Kuxe der Gewerkschaft Ellers für 30 Kuxe der Gewerkschaft Wilhelmshall und Obligationen der Gewerkschaft Ellers in Höhe von 280.000 Mark unter der Auflage, mit dem Abteufen des Schachtes Ellers sofort zu beginnen und die nötigen Mittel dafür zu beschaffen. So gab Emil Sauer einen Teil dieser Kuxe an ein Bankenkonsortium weiter mit der Auflage, sofort eine Zubuße von 1.000 Mark/Kuxe zu leisten. Vorwürfe aus Gewerkenkreisen, dass Emil Sauer bei dieser Transaktion einen persönlichen Gewinn von  1,2 Millionen Mark gemacht haben soll, konnten jedoch nie bewiesen werden.


1911
Die Politische Gemeinde Rommerz verlegte eine Wasserleitung von der unteren Kemmetemühle in die Ortslage Rommerz, die beiden Quellen erwarb man im Kemmetegrund bei Kauppen. Der Bau des Wasserbehälters am heutigen Grillplatz kostete weiter 7 000 Mark.    

Im Jahre 1911 begannen die Vorarbeiten für das Abteufen des Schachtes Ellers.

Der Gesangverein Rommerz "Harmonie Rommerz" wird gegründet.


1914

Der Kriegsausbruch am 1. August 1914 brachte das Abteufen des Schachtes Ellers zum Stillstand.


1916/17

Herrschte im Winter eine große Hungersnot in Rommerz sowie im damaligen Deutschland, dieser Winter ging unter dem Namen Steckrübenwinter in die Geschichtsbücher ein.  Die Steckrübe wurde in diesem sehr kalten Winter zum Hauptnahrungsmittel für die Bevölkerung.


1917

Am 25. Juli 1917 mußten von unserene Kirchenglocken 2 abgeliefert werden, um zu Kriegszwecken verwendet zu werden. Es mußten die Dreifaltigkeitsglocke  und die Josefsglocke abgeliefert werden. Als sie vom Turm herabstiegen um auch die Reise in den Krieg anzutreten, stimmte die Schwesterglocke das Abschiedsgeläut an. Die Herzen aller waren bei diesem Abschiedsgeläute mit Wehmut und Trauer erfüllt. Die abgelieferten Glocken hatten ein Gewicht von acht und vier Zentnern. Die Heeresleitung zahlte für sie 2 700 Mark. Auch die Prospektpfeiffen unserer altehrwürdigen Orgel gelangten zur Ablieferung.

Aus der Chronik von Lehrer Josef Schmitt



1918

Ende November kehrte das Artillerie Regiment Nr. 47 durch unseren Ort in seine Garnisonstadt Fulda zurück. Es kam aus der Gegend von Metz und rückte am folgenden Tage in musterhafter Ordnung in Fulda ein. Wenn es nicht als stolzer Sieger heimkehrte, so bereitete die Stadt Fulda dem heimkehrenten Regimente, das sich in zahllosen Schlachten tapfer  und treu erwiesen hatte, einen überaus herzlichen Empfang.

In der folge kamen gewaltige Truppenmassen der 3. Armee, die über Koblenz durch Nassau und quer über den Vogelsberg mussten, um dann in Fulda, Meiningen und Koburg entlassen zu werden. 14 Tage lang kamen ununterbrochen Infanterie, Artillerie und Kavallerie von Hauswurz herunter. Tagelang waren Ort- und Schulsäle dicht belegt. Eine Flackabteilung hatte hier ihre Abwicklungsstelle und blieb den ganzen Winter hindurch hier liegen. Viele Wochen dauerte es, bis die letzten Krieger zurück gekehrt waren.

Aus der Chronik von Lehrer Josef Schmitt


1919

Die Gewerkschaft Ellers nahm nach Kriegsende das Weiterteufen des Schachtes wieder auf. Am 29. Oktober 1920 erfolgte dann bei 533,4 m der Durchschlag zur Verbindungsstrecke. Nach Abschluss der Teufarbeiten und der Errichtung der Produktionsstätte kam am 10. Mai 1921 das erste Salz aus Ellers zum Versand.


1920

Im Jahr 1920 wurden die Fliedener Tannen abgeholzt, denn der Hunger war nach dem 1. Weltkrieg groß und jeder suchte sich selbst etwas zu ziehen. Daher wurden die Tannen abgeholzt und der Boden an solche, die keinen Grundbesitz hatten verkauft und von diesen urbar gemacht. Der Gemeinde Rommerz wurden 19,41 Hektar zugewiesen, diese wurden an 53 Hüttner zu je einem Morgen (2 500 qm) verteilt. Der Kaufpreis betrug 400 Mark (z. Z. der Inflation).

Im August 1920 wird die Spielgemeinschaft Blau Weiß Rommerz in der Gastwirtschaft Imhof gegründet.


1921

Das Überlandwerk Fulda-Hünfeld-Schlüchtern errichtete in Rommerz eine Stromversorgung und es brannte erstmals das elektrische Licht. Die Analge kostete 70 000 Mark, jeder Grundbesitzer mußte pro Quatratmeter Baufläche 4 Mark an das Überlandwerk zahlen. 


1920
Das Waldstück "An den Fliedener Tannen" wird gerodet und die Grundstücke der Politischen Gemeinde Rommerz zugewiesen. Gemeinde verkauft die Grundstücke an 53 Rommerzer Hüttner, damit diese sich in der Nachkriegszeit  (1. Weltkrieg) selbst versorgen konnten.

Die Spielgemeinschaft Blau Weiß Rommerz wird gegründet.


1925

Mit dem Bau des Schwesternhauses (heute Tagungshaus) am Fuchsberg wurde begonnen

Die Freiwillige Feuerwehr Rommerz wird gegründet.


1926

In diesem Jahr wurde ein Bauplatz für die geplante neue Kirche erworben

Am 23. Mai 1926 beschloss die Versammlung der Gewerkschaft Ellers ihre eigene Liquidaton. Dieser Beschluss war Nachvollziehbar, da vom Dezember 1911 bis Dezember 1924 in Summe 4.359.527 Goldmark Zubuße gezahlt werden mussten, ohne je eine Ausbeute erzielt zu haben. Auch die Gewerkschaft Hewigsburg mit dem Kaliwerk Neuhof beschloss am 20. September 1926 die eigene Liquidation, damit gehörten beide Werke der Kali-Industrie.AG.

 Am 26. Juni 1926 wurden die beiden Kaliwerke Neuhof und Ellers stillgelegt und als Reservewerke betrachtet.


1927 

Das Schwesternhaus am Fuchsberg wurde in diesem Jahr fertiggestellt, auch kamen zum Ende des Jahres drei Vinzentinerinnen aus Fulda für den Kindergarten, die ambulante Krankenpflege und für die Nähschule der Rommerzer Mädchen in das Schwesternhaus.


1928

Am 3. Juni diesen Jahres wurde der Grundstein für die neue Rommerzer Kirche, in der heutigen Maigrabenstraße gelegt.




1929

Aufgenommen in die Schule in Rommerz wurden am 10. April 1929 folgende Knaben und Mädchen

 Ernst Hermann Schleicher, Sohn des Bergmanns Hermann Schleicher  geb. 6.3.1923

Anton Wilhelm Schad, Sohn des Landwirts Emil Schad, geb. 17.21923

Karl Schleicher, Sohn des Maurers Eduard Schad, geb. 10.12.1922

Erhard Balzer, Sohn des Zimmermanns Hermann Balzer, geb. 11.12.1922

Aloys Schiebener, Sohn des Maurers Josef Schiebener, geb. 16.4.1923

Anton Ferdinand Mahr, Sohn des Maurers Ferdinand Mahr,  geb. 12.1.1923

Ludwig Jakob Döppenschmidt, Pflegevater Wilhelm Seufert, am 22.1.1934 nach Neuhof überwiesen, geb 22.2.1923

Karl Hohmann, Sohn des Maurers Emil Hohmann, geb. 24.2.1923

Franz Leinweber, Sohn des Maurers Magnus Leinweber, geb. 4.2.1923

Helmut Robert Gärtner, Sohn des Maurers Emil Gärtner, geb. 21.9.1923

Karl Otto Jahn, Sohn des Josef Schuhmachers Josef Jahn, geb. 28.5.1923

Augustin Müller, Sohn des Schmieds Emil Müller, geb. 6.8.1923

Frieda Jahn, Tochter des Elektrotechnikers Theodor geb 3.11.1922

Minna Heil, Tochter des Bürgermeisters Franz Josef Heil, geb. 29.11.1922

Augusta Kreß, Tochter des Schmiedemeisters Damian Kreß, geb. 3.10.1922

Elisabeth Biba, Tochter des Molkereivorarbeiters Konrad Biba,  nach Frankfurt zur Arndt Schule überwiesen am  8.11.1929 geb. 19.12.1922

Maria Brigitta Schmitt, Tochter des Landwirts Karl Schmitt, geb 2.4.1923 

Paula Maria Schad, Tochter des Elektotechnikers Hermann Schad,geb. 28.3.1923 

Maria Elisabeth Fritz,  Tochter des Maurers Leo Fritz, geb. 8.9.1923

Maria Augusta Jahn, Tochter des Arbeiters Franz Jahn, geb. 17.9.1923

  Alle wurden am 24.3.1937 aus der Schule entlassen.

Die Spielgemeinschaft Blau Weiß Rommerz erhält in 1929 eine feste Spielstätte, am Dieborn (ehem. Sägewerk Heil) in Richtung Flieden. 



1934

Am 11. November 1934 erfolgte die Weihe der neuen Kirche. Da Bischof Dr. Joseph Damian Schmitt aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen konnte, wurde sie durch Generalvikar Robert Günther lediglich benediziert. Das Allerheiligste wurde von der alten Kirche feierlich in die neue übertragen.


1941

Ab 1941 begann das Schuljahr nach den Sommerferien, auch wurde die deutsche Sütterlinschrift durch die Normalschrift mit lateinischen Buchstaben abgelöst. Nach dem 4. Schuljahr wurde die Hauptschule eingeführt.


1945
am Ostersonntag 145 wurde Rommerz kampflos von amerikanischen Truppen besetzt, während Hauswurz zum Teil niedergebrannt war.


1946
kamen etwa 170 Heimatvertriebene, vorwiegend aus Falkenau im Egerland nach Rommerz.

Die Putzfrau unserer Schule kündigte ihren Dienst, weil es an dem nötigen Putzzeug fehlte. Bis Ostern 1947 reinigten die älteren Schülerinnen die Klassenräume und die Jungen besorgten die Öfen. Das Schulholz wurde erst zu Weihnachten angefahren, aber es war unmöglich, damit zu heizen. Die Schüler brachten trockene Holzscheite von zu Hause mit oder tauschten es gegen nasses Schulholz aus.

Weihnachten 1946 wurde in den Schulen Weihnachtsferien mit Bescherungen für die Heimatvertriebene abgehalten.


1947

Im April 1947 wurde das 9. Schuljahr, zunächst auf freiwilliger Basis eingeführt auch wurde eine Schulspeisung eingeführt.


1952

Im Jahre 1952 wurde die Betonstraße im Lützgrund gebaut.

Am 30.11.52 hatte die Schule zu einem Dorfabend eingeladen. Der große “Weise Saal” von Imhofs war bis auf den letzten Platz gefüllt. Er war zur Erntedankfeier, die eigentlich am kirchlichen Erntedankfest am 16. November stattfinden sollte. Wegen des Volkstrauertages und des Totensonntages konnte er erst am letzten n Sonntag im November abgehalten werden.


1954
In diesem Jahr weihte die SG  Blau Weiß die erste Tribünenhalle am Sportplatz am Dieborn (ehem. Sägewerk Heil) ein.

sg sgewerk

1955

Feierliche Orgelweihe am 20. November 1955

Am Sonntag den 20.November 1955 wurde die Orgel feierlich eingeweiht. Pfarrer Roßmann wies in der Einleitung zur Sonntagspredigt auf die besondere Bedeutung des Tages hin und dankte allen, die zur Beschaffung der Orgel Beiträge geleistet haben. Unter Leitung des Organisten – Lehrer Grieger – sang der Männerchor „Harmonie“ die Messe „In honorem St. Caroli Boromaei“ von Max Filke mit Orgelbegleitung.



1958

Am  27. August 1958 wurde diese Lanzenspitze in der Mühlenstraße gefunden. Zeugen dieses Fundes sind Franz Gärtner, Adolf Maul und Lothar Vogel.

 
Lanzenspitze aus der Mühlenstraße



1959

Gründung der Mähdrescher Genossenschaft Rommerz, es wurde ein Fahr Mähdrescher
von der Fa. Heil in Hauswurz gekauft.

Maehdrescher
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Land und Leute, Handwerk und Beruf

 



1963

Die Feuerwehr Rommerz bekommt ihr erstes motorgetriebenes Fahrzeug, ein Opel Blitz als LF 8. Im gleichen Jahr wird das Feuerwehrgerätehaus gebaut.

Am 15.4. wird Kaplan Erwin Sturm, zuletzt in Hanau tätig, zum Kooperator von Pfarrer Johannes Roßmann ernannt. Kaplan Sturm zieht nicht in das Pfarrhaus (heute Fam. Wetter) am Fuchsberg, sondern er nimmt im damaligen Schwesternhaus (heute Tagungshaus) eine Wohnung.

In 1963 wird von Pfarrverweser Erwin Sturm die Abendmesse am Mittwoch eingeführt, die beiden Schülermessen dienstag und freitag um 7.15 Uhr werden für die Schüler, die in Rommerz zur Schule gehen, gehalten. Für die Meßdiener wird die Meßdienerstunde eingeführt, es wird zum erstenmal der Fatima-Rosenkranz um den Frieden der Welt gebetet. Auch wird zum ersten Mal ein Erntegabentisch vor dem Altar aufgebaut.

Der 31.5. ist für Pfarrer Johannes Roßmann der letzter Arbeitstag in Rommerz, am 9.6 dem Dreifaltigkeitssonntag wird Pfarrer Roßmann bei einer Feierstunde im weißen Saal von der kath. Kirchengemeinde verabschiedet.

In 1963 fand die erste Fahrrad - Ministranten fahrt der Rommerzer Messdiener, mit Pfarrverweser Erwin Sturm, statt. Die Tagesfahrt führte über Hattenhof, Büchenberg, Uttrichshausen, Sparhof,Schweben, Flieden wieder nach Rommerz.

Das neue Feuerwehrgerätehaus in der Fliedenerstraße wird am 23.6. in Verbindung mit dem Bezirksfeuerwehr eingeweiht.

Die Seelsorgstunde wird für Rommerzer Schüler eingeführt, wöchentlich donnerstag für die Unterstufe um 15.00 Uhr, um 16.00 Uhr die Oberstufe Jungen und um 17.00 Uhr die Oberstufe Mädchen.  

Im Oktober wird der Streit mit der politischen Gemeinde um die Pfarrbauumlage mit Hilfe des Landratsamtes Fulda und des Generalvikariats beigelegt. Hierdurch wird der Weg für die Genehmigung des Pfarrhausneubaus frei.

Am 17. November 1963 wurde in Rommerz eine CAJ Gruppe (Christliche Arbeiterjugend) gegründet. die ersten Mitglieder sind Ewald Henkel, Helmut Möller, Eberhard Östreich, Günther Matzner, Hugo Kopp, Walter Möller, Heinz Schleicher und Helmut Schöppner.

Die Steine der Rommerzer Kirche die noch gegenüber der Grundschule steht, wird nach Oberrode verkauft und abgebrochen. Die Steine dienen zum Bau einer neuen Kirche in Oberrode.

Die Kirche bekommt eine Lautsprecheranlage und an den Ortseingägen werden Hinweisschilder für die kath. Gottesdienste aufgestellt.


1964

Die Rommerzer Meßdiener nahmen an der Altenberger Lichterstaffel teil, die in diesem Jahr zum letzten mal stattfand.

Die Kfd veranstaltet den ersten Kräppel - Kaffee - Abend, der aus kleinen Anfängen bis heute eine erfolgreiche Veranstaltung ist.

Am Montag den 23. März 1964 wird Lehrer Max Grieger, nach 32 Jahren im Schuldienst, verabschiedet. Am Abend vorher fand eine Feier im weißen Saal Imhof, auf Einladung der Gemeinde Rommerz statt. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte Bürgermeister Josef Atzert dem Jubilar im Namen des Gemeinderates und der Bevölkerung von Rommerz einen Plattenspieler mit einigen wertvollen Platten ausgewählter Chormusik. Die Feier wurde umrahmt von der Kapelle "Heimatklänge Giesel" und dem Rommerzer Chor. Die Schulkinder erfreuten den Lehrer und die Eltern mit einem Theaterstück und eine Mädchengruppe führte Volkstänze auf. Regie führte Lehrer Baumgartl, Lehrer Krah, Fräulein Meurer und Fräulein Schlitzer.

Pfarrverweser Erwin Sturm wird am 1. Juni zum vom Fuldaer Bischof zum Pfarrer von Rommerz ernannt.

Am 10. Juni wurde das Erdreich für das neue Pfarrhaus ausgeschachtet, die Fundamente sind am 19. Juni gelegt worden. Architekt war der Fliedener Ewald Henkel, die Bauaufsicht hatte der Rommerzer Helmut Rübsam. Der Kostenvoranschlag betrug 126 500 DM, die tatsächlichen Baukosten betrugen durch Eigenleistung 110 736 DM.

An der diesjährigen Bonifatius Wallfahrt nach Fulda nahm erstmals eine Gruppe aus Rommerz (Messdiener, Erwachsene) teil. Die Rommerzer schlossen sich in Neuhof der Wallfahrt der Neuhöfer und Kalbacher an.

Der langjährige Lehrer von Rommerz, Josef Schmitt wird am 8. Otober in Gläserzell beigesetzt. In 1964 wurden in Rommerz 47 Neugeborene begrüßt, von diesen wurden wie damals üblich 24 schon im Krankenhaus getauft.

Im Oktober wird die erste Buchausstellung des Borromäusvereins durchgeführt.


1965

Die Kfd feiert den ersten "Frauen Kräppel Kaffee Karneval", diese Veranstaltung ist bis heute (2015) ein fester Bestandteil der Rommerzer Fastnacht.

Für den Bau des Jugenheimes wird vom Kirchenvorstand eine Haussammlung durchgeführt. Am 15. Juni wurde mit dem Ausschachten gegonnen, das Richtfest war am 28. Juli und die Einweihung fand am 9. Februar 1967 statt. Die Spielräume im Keller konnten schon ab dem 5. Dezember 1965 genutzt werden. Architekt war Otmar Hohmann aus Künzell und Polier Helmut Rübsam aus Rommerz.

Für die Brasilien Aktion wird erstmals die Gebrauchtkleider - Sammlung durchgeführt.

Der Bonifatius Boten hat in Rommerz 212 Bezieher, dies ist die höchste Leserzahl die er bisher in unserem Ort erreicht hat.

Am 16.7. wird durch Pfarrer Sturm das neu gebaute Pfarrhaus bezogen.

Am 22.7. trifft die Pfarrhaushälterin Fr. Lieselotte Fößel aus Zeyern/Oberfranken in Rommerz ein.

Die Kirchenzählung erreichte am 19.9. 379 Personen in der Frühmesse und 552 Personen im Hochamt, dass waren zusammen 931 Kirchenbesucher. Dies ist ein Besuchszahl die bis heute nicht mehr erreicht wurde.

Erstmals wird am 14.11. der Martinszug mit Brezelverteilung an die Kinder durchgeführt.


1966

Die Kanzel in der Pfarrkirche wird entfernt, die Predigt findet seit 1963 von dem Altarraum aus statt.

Am 25.4. wird erstmals eine Markusprozession der Kinder durch die Josefstraße zum Bildstock am Pfarrhaus durchgeführt. Die Prozession wird später wieder eingestellt, da die Unterrichtsbefreiung  entfallen ist.

Beim ersten Flurgang wird anstatt des Bildstocks am "Heiligestöckele" in Richtung Neuhof, erstmals einer der ältesten Bildstöcke im Fuldaerland, der Bildstock am Schwebender Weg "Maria Ruh" angelaufen.

Am 11.9 brennt die Sakristei, danach wird ein neuer Fußboden und eine neuer Schrank angeschafft.

Unser alter Rommerzer Pfarrer i. R. Johannes Roßmann feiert  am 9.12. seinen 80. Geburtstag.


1967

Das Jugendheim wird am 9. Februar 1967 neben unserer Kirche eingeweiht, der untere Raum diente zeitweise als Klassenraum für die Rommerzer Schule. Zur Einweihung wird von den Kindern das Eselsspiel "Es recht zu machen, jedermann, ist eine Kunst, die niemand kann.

Das Jugendheim wurde ohne Genehmigung des Gerneralvilarariats gebaut, da diesem der Kostenvoraschlag von 110 000,- DM zu niedrig erschien. Der Bau wurde mit 104 278,- DM Gesamtkosten trotzdem unterschritten. Die Bundesrepublik und das Land Hessen gaben 50 000,- DM, unser Landkreis 10 000,- DM, die politische Gemeinde Rommerz 4 000,- DM und die Wintershall AG (heute K+S) 1 000,- DM. Der Rest wurde durch Spenden in Rommerz und durch Eigenleistung erbracht

Mit der Ausleihe in der neuen Pfarrbücherei wurde am 19.2. mit ca. 800 Bänden begonnen.

Die erste Fahrzeugsegnung fand am 25.6 nach der Andacht vor dem Pfarrhaus statt.

Das Kemmete Stadion wird am 5. August 1967 durch Pfarrer Sturm, unseren Bürgermeister Willi Herr und Winfried Heim (erster Vorsitzenter der SG) eröffnet. Das erste Spiel endete 2:2 vor 1 000 Zuschauern gegen Flieden, die beiden Rommerzer Tore erzielte Rudi Zährl. 

Am 24.9 wird die neue Johannesglocke (Ton f, 1020 kg, 9 400 DM) durch Dechant Paul von Flieden gweiht. Sie wird zum Teil von Pfarre Roßmann und den Vermächtnissen von Damian Heurich und Herrmann Heil bezahlt. Gleichzeitig wird auch eine elektrische Läuteanlage eingebaut (5 778 DM). Die Uhrzeiger werden vergoldet und der untere Teil des Turmes wird neu verfugt. Die Dachziegeln auf der Kirche werden nach erheblichen Sturmschäden zum Teil befestigt.

An St. Martin wird erstmals ein Martinszug mit anschließender Brezelverteilung an die Kinder durchgeführt.

Die Madonnen- und Josefsfiguren und die Schmerzensmutter bekommen ihre heutigen Plätze in unserer Kirche. Auch wird ein Zelebrationsaltar "versus populum" im Altarraum aufgestellt. (
Die Heilige Messe kann sowohl "versus populum" (zum Volk hin) als auch versus absidem ("zur Apsis hin") oder versus Deum ("auf Gott hin") gefeiert werden.

Am 3. Dezember wird der erste Pfarrgemeinderat in Rommerz gewählt, daran haben sich 228 Wähler beteiligt.


1968

Die KAB veranstaltet eine Unterbezirks (Neuhof und Flieden) Fremdensitzung am 27 Januar in Rommerz.

Der erste Rommerzer Pfarrgemeinderat wird am 25. Februar konstituiert, sein erster Vorsitzender
wird Karl Hack aus der Egerstraße.

Die vier Rommerzer Kirchenglocken sind am 6. April im Hessischen Rundfunk zu hören.

Die SG Blau Weiß Rommerz gründet eine Leichtathletikabteilung, Trainer wird Helmut Ruppert. Im August des gleichen Jahres finden Dorfmeisterschaften in der Leichtathletik für unterschiedliche Altersgruppen statt. Die Sieger dieser Veranstaltung finden Sie unter auf dieser Hompage unter  Vereine, Sportverein, Leichtathletik

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Wegen der zahlreichen Meßbestellungen werden die "Missionsmessen" eingeführt, die abwechselnd an ca. 15 Missionsorden überwiesen werden, dies sind jährlich ca. 10 000 DM.



1969

Am Sonntag den 16. Februar fand erstmals ein Kinder Karneval der Rommerzer kath. Jugendgruppen im neuen Jugendheim in Rommerz statt. Auch wurde im April ein erster Diskussionsabend der Jugend veranstaltet.

Am 16. Juni erscheint die erste Ausgabe des "Rommerzer Wochenblattes" auf Initiative von Bürgermeister Willi Herr

Die Rommerzer KAB feierte am 4. Okober ihre 70 jähriges Bestehen

In 1969 wurde das alte Pfarrhaus am Fuchsberg an die Fam. Vanderberg verkauft. In der Rommerzer Kirche wurden an der Orgel die Trompeten erneuert


1970

Vom 10 - 12 Juni feierte die SG Blau Weiß Rommerz im neuen Stadion ihr 50 jähriges Bestehen

In der Nacht vom Dienstag den 23. Juni auf Mittwoch kamen bei einem Brand Maria, Raimund und ihr Sohn Josef Möller aus Trittis ums Leben.  


1971
Gründung der Kali und Salz GmbH, ab 1974 Kali und Salz AG
Anfang der 70er Jahre gab es für die westdeutschen Kaliindustrie bedeutende Entscheidungen in der Firmenentwicklung. Nachdem die BASF auch die Salzdetfurth AG, die konkurrierende Kaliwerke betrieb, übernommen hatte, fusionierte sie beide Gesellschaften am 1. Juli  1971 zur Kali und Salz GmbH
Drei Jahre später am 27.August 1974 wurde die Kali und Salz AG umgewandelt, wobei die Erdölproduktion bei der Wintershall AG verblieb.


Erstmals wird in Rommerz am 27. Januar eine hl. Messe mit modernen und rhythmischen Liedern durch eine Gruppe der Wienfriedschule in Fulda gestaltet

Am 1. April wurde die Trägerschaft des Kindergartens vom Mutterhaus in Fulda in die Hände der Kirchengemeinde Rommerz gegeben. Die bisherige Leiterin Schwester Annuntiata scheidet aus, als neue Kindergartenleiterin wird von der Kirchengemeinde Fr. Samol eingestellt

Im April erkrankte Pfarrer Sturm, hierdurch wurde die Feier zur Erstkommunion auf den 9. Mai verlegt

Die neue Friedhofshalle wurde am 21. November eingeweiht, auch wurde in diesem Monat mit der Außensanierung der Rommerzer Kirche begonnen


1972

Am 27. Februar wurde eine Pfarrversammlung mit Domkapitular Prof. Dr. Pralle und Diözesanbaurat Schick in Sachen Kirchenrenovierung und hier ging es besonders um die schönen alten Fenster in unserer Kirche.

Am 14. Mai wird am Nachmittag unser langjähriger Pfarrer Johannes Roßmann in Gegenwart einer großen Anzahl Rommerzer Bürgern und 60 seiner Mitbrüder auf den neuen Friedhofsteil beigesetzt. Pfarrer Roßmann war der erste der auf diesem Teil des Friedhofes beigesetzt wurde.

Am Vormittag des gleichen Tages fand in der Kirche die Firmung von 145 Jugendlichen durch Generalvikar Plettenberg statt.

Die Pfarrkirche wird am 5.6 ausgeräumt und mit der Renovierung der Kirche wird begonnen. Die hl. Messe wird Werktags im Jugendheim und Sonntags im Weißen Saal Imhof gehalten. Die Kosten der Renovierung belaufen sich auf 289 164,26 DM.

Pater Alfons Rehm aus dem Kloster Salmünster, der lange in Rommerz gesammelt hat und von den Meßdiener mit einem Handwagen bekleidet wurde verstarb am 25.9. im Kloster Frauenberg in Fulda.

Nach vollendeter Renovierung wird unsere Kirche am 5.11. durch Weihbischof Schick feierlich konsekriert.
Der erste Sonntagsgottesdienst fand schon am Sonntag den 29.11. statt.  

 



1973

Die bis dahin höchste Anzahl an Kindern die zur Erstkommunion gingen hatte die Kirchengemeinde am
29. April, es gingen 46 Kinder an diesen Tag zur ersten hl. Kommunion.

Es wurde am 6. Mai eine Unterschriften-Aktion für "Lebensrecht für alle" gegen Abtreibung in Rommerz durchgeführt, auch nahm eine Gruppe aus Rommerz an den Demonstrationen in Fulda und Bonn teil.

Im Sommer 1973 wurde das Schwesternhaus (heute Tagungshaus Eidmann) aufgelöst, als Schwester Sieglindis im Krankenhaus liegt und Schwester Maria Annutiata durch einen Unfall hineinkommt. Schwester Siglindis Leibold war 27 Jahre lang Kranken- und Küchenschwester in Rommerz und hat in dieser Zeit einige Rommerzer aufopferungsvoll gepflegt, sie verstarb am 30. November 1973 in Fulda und wurde auf dem Zentralfriedhof beigesetzt.  



1974


In 1974 am 6.Januar gibt es in Rommerz die erste Vorabendmesse, weil Pfarrer Sturm in Magdlos durch den Tod von Pfarrer Anton Müller den Sonntagsgottesdienst übenehmen muss.
 
Am 19. Mai 1974 findet die Einweihung des Sportlerumkleidehauses statt.

Der Bezirkstag der KAB (Katholische Arbeiter Bewegung) findet am 13.10. in Rommerz statt.

Das Einläuten des Sonntages wird erstmals am 17.10. von 18.00 Uhr auf 15.00 Uhr vorverlegt.

Am 23.11. feiert die KAB ihr 75- jähriges Bestehen.

Nach fas 30 Jahren legt aus Altersgründen H. Augustin Schiebener (Nolls) seine Ämter als Kirchenrechner und Küster nieder.



1975

Am 20.12. werden erstmals in der Rommerzer Pfarrkirche Kommunionhelfer eingesetzt, es dies Josef Faulstich und Stefan Heurich.


1976

Zu dem neuen Einheitsgesangbuch, dem Gotteslob, finden Übungsabende von Pfarrer Sturm statt. Auch wird ein eigener Rommerzer Anhang in die Bücher eingeklebt, da Pfarrer Sturm einige Lieder in dem neuen Buch fehlen. Genutzt wird das Gotteslob erstmals am 3. Fastensonntag.

Am 26.9. fand die Firmung in Rommerz statt, gefirmt wurde von Bischofsvikar Plettenberg. Es gingen 132 Rommerzer Kinder zur Firmung.

Erstmals spielte nach der Christmette das Blasochester Rommerz vor dem Hauptportal der Kirche auf.


1979

Am 24. Juni 1979 wurde der Erweiterungsbau des Umkleidehauses eingeweiht, die Erweiterung umfasst die Gaststätte mit Sanitäranlage.


1977

Am 11.3 verstirbt der langjährlicher Kantor und Organist Max Krieger.

Der Sankt Nikolaus Besuchsdienst wird erstmals am 6.12 durchgeführt

Für ca. 11 044 DM wird von der Fa. Hey aus Urspringen eine neue Posaune in die Kirchenorgel eingebaut.


1978

Am 7.5. wird der versetzte und erneuerte Bildstock, welcher bei einem Verkehrsunfall umgefahren wurde, am Ortsausgang nach Hauswurz beim letzten Bittgang eingeweiht.

Die 50 Jahr Feier der Grundsteinlegung unserer Pfarrkirche wurde bei herrlichem Wetter am 4.6. gefeiert.

Am 19.7. feierte Pfarrer Sturm sein silbernes Pristerjubiläum. Als Geschenk bekam er einen neuen Vespermantel, ein violettes Meßgewand und Segensvelum.


1980

Die SG Blau Weiß feierte ihr 60-jähriges Vereinsjubiläum.


 

1985
Vom 2. - 5. August 1985 fand das 65-jährige Vereinsjubiläum in einem Festzelt am Feuerwehrgerätehaus statt. Die Sportlichen Jubiläumsveranstaltungen fanden vom 19. - 21. Juli im Kemmetestadion statt.



1987
Einweihung der Mariengrotte

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Die neu erbaute Turnhalle in der Josefstraße wurde eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben.


Die SG Blau Weiß gründet eine Damengymnastikgruppe, eine Seniorengymnastikgruppe und eine Kinderturmgruppe.



 

 Am 1. September 1994 wird der Bürgerladen Rommerz eröffnet.



2004
übergabe des Jugendwagens, als Jugendraum der Gemeinde, am Feuerwehrgerätehaus durch Bürgermeisterin Fr. Schultheis und Ortsvorsteher Horst Michel.  Gleichzeitig ist der Jugendwagen das erste Projekt, welches durch die Dorferneuerung gefördert, durchgeführt und zum Abschluss gebracht wurde.

Der Wagen wurde von Achim Desch zur Verfügung gestellt und von den Jugendlichen renoviert. Die Schlüssel wurden von Fr. Schultheis und Horst Michel an den Sprecher der Jugendlichen Sascha Nüchter übergeben. Zur Einweihungsfeier überreichte Horst Michel, neben dem Schlüssel noch eine Kiste Hochstift an die Jugendlichen.


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Sascha Nüchter nimmt die Schlüssel entgegen, rechts im
Hintergrund Andreas Theilig Jugendbetreuer der Gemeinde Nhf
       Der Jugendwagen mit den Festgästen davor





2006

Rommerz war als Oddset Champion 2006 Ausrichter des Spiels gegen die Bundesligamannschaft der Eintracht aus Frankfurt.
Am 22.8.2006 war es dann soweit, 2000 Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit eine Mannschaft aus Rommerz, verstärkt mit Spielern aus Osthessen, die 9 Tore von den Frankfurtern in den ersten 45 Minuten bekamen. Nach der Halbzeit spielte eine Art "Hessenauswahl". Hier merkte man schnell einen deutlichen Unterschied zur ersten Halbzeit. Das Spiel wurde wenn auch nicht ausgeglichen interessanter. Prompt fiel auch das erste Tor für "Rommerz", Daniel Betz aus Mittelkalbach schoss erfolgreich ab.

Das Debüt - Tor für die Eintracht Frankfurt erzielte Neuzugang Naohiro Takahara.

 


2013

Am Samstag den 6. Juli 2013 wurde das letzte Projekt der Dorferneuerung Rommerz, die Neugestaltung des Platzes gegenüber der Schule, seiner Bestimmung übergeben.

Die Heimat und Geschichtsfreunde Rommerz übergaben zu diesem Anlass einen Stein mit einer Informationstafel die auf die zweite Rommerzer Kirche hinweist.

Die Pfarrer Einweihung Dorfmittelpunkt Mittelpunkt Bushaus
    Beide Pfarrer     Die offiziellen Vertreter        Infotafel



Am Montag den 28. 10. 2013 wurde ein 29-Jährige aus dem Grebenhainer Ortsteil Metzlos-Gehaag  tot in der Kemmete am Rommerzer Sportplatz aufgefunden.

Der junge Mann war seit der Nacht zum Sonntag verschwunden, gegen 3 Uhr war er letztmals auf der Kirmes in Hauswurz gesehen worden. Am Montag gegen 10.15 Uhr wurde er nun leblos nahe des Rommerzer Sportplatzes im Bachlauf der Kemmete gefunden.



2015 

850 - jähriges Bestehen unseres Dorfes Rommerz

11.7.
Dorfabend am Samstag den 11. Juli im großen Saal Imhof, Elke Götz und Horst Michel trugen unterhaltsam die Dorfchronik vor 


18.7.
Am Samstag den 18.7. wurde ab 20.00 Uhr mit einer Open-Air Veranstaltung das Festwochenende eröffnet

19.7.
Festsonntag, heute war ganz Rommerz auf den Beinen und tausende Gäste dazu

3.11.
Im Rahmen des Jubiläums fand um 19.00 Uhr die erste Hubertusmesse in der Pfarrkirche Rommerz statt. Angeregt und Organisiert wurde die Messe unter anderen von Georg Atzert, welcher die Jagd in Rommerz ausübt.


2020

Die Corona Krise setzt das normale Leben auser Kraft, geschlossen wurden die Kirchen, Gasthäuser, Jugendheim und alle Vereinsheime, somit kam das ganze soziale Zusammenleben unseres Ortes zum erliegen. Es finden keine Chorproben, kein Fußballtraining, keine Probe des Orchesters statt. Der Spielbetrieb aller sportreibenden Vereine (Gut Holz, Königsblau, SG Rommerz, Tischtennisverein, Turnerfrauen, Lauftreff) inkl. Feuerwehrübungen wurden abgesagt.

Auch sind alle kirchlichen Veranstaltungen wie die hl. Messe abgesagt, es fand in unserer Kirche kein Ostergottesdienst statt. Alle Jahreshauptversammlungen der Rommerzer Vereine fielen im Frühjahr aus und mussten auf einen neuen Termin verschoben werden. Unser Bürgerladen hat in dieser Zeit einen Service eingerichtet welcher die vorher Bestellten Lebensmittel den Kunden Nachhause fährt, hierzu haben sich einige Rommerzer Bürger kostenfrei zur Verfügung gestellt um diese Aufgaben zu übernehmen.

Auch dürfen bei Spaziergängen, oder bei Gesprächen auf der Straße oder in der Öffentlichkeit nicht mehr wie 2 Menschen mit einem Mindestabstand von 1,50 Meter zusammen stehen oder gehen, ausnahmen sind wenn man unter den eigenen Familienmitglieder sich bewegt. Beim Bäcker oder im Bürgerladen dürfen sich nur eine bestimmte Anzahl von Kunden aufhalten und dies auch mit Mindestabstand.

3.6 Am Mittwodch den 3.6 um 11.23 Uhr ereignete sich in der Hauswurzer Straße ein Verkehrsunfall, es ist ein Linienbus der ÜWAG und ein Auto zusammengestoßen. Die Polizei beschrieb den Unfallhergang wir folgt: Der 29 jährige Busfahrer fuhr von der Maigrabenstraße auf die Hauswurzerstraße und übersah den Ford, hierdurch kam es zu einem Zusammenstoß. Ein 85-jähriger Mann und seine 78-jährige Frau aus Flieden, wurden in ihrem Fahrzeug eingeschlossen und von den Ersthelfern aus ihrem Ford befreit.  


 

 
Quellennachweis: Heimat- und Geschichts0freunde Rommerz
50 Jahre Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, Hessisches Staatsarchiv Marburg, Fuldaer Zeitung, 100 Jahre Kaliwerk Neuhof - Ellers

 

   
© Heimat und Geschichtsfreunde Rommerz