Mariengrotte Rommerz - Ecke Maigrabenstraße, Grillplatzweg

Berichte der Fuldaer Zeitung zur Rommerzer Grotte  
  Hier als PDF    Grotte Rommerz                            



von Alfred Klug und Manfrede Auth, eine Kopie dieses Schriftstückes wurde in eine Flasche beim Bau der Grotte mit eingebaut.

Nachtrag von Manfred Auth, zu dem Schriftstück von Alfred Klug Rommerz:

                                                                                                                                                                          Juli 1986
Mariengrottenbau Rommerz
zu dem Schriftstück von Alfred Klug Rommerz

Am 2. August 1986 wurden große Steine in einer Wiese oberhalb der Steinkammer abgefahren. Der Landwirt hatte die Genehmigung gegeben. Sein Bauernhof hat er in Elm, Schlüchtern. Die Fahrzeuge, LKW und Bagger wurden von der Fa. Leinweber, Hauswurz und der Fa. Becker, Flieden sowie von Thomas Henkel und Josef Schad (Scholtese) gestellt.
Hendrik Atzert hat nun mit dem Bagger den Grottenplatz vorbereitet so das Hugo Imhof mit seinem Langholzfahrzeug die Steine setzen konnte. Die weiteren Arbeiten wurden nun von den Helfern getätigt. Das Eisentor wurde von Heribert Heurich und Manfred Auth gebaut und montiert. Die Abwicklung und das Bestellen der Fahrzeuge und Helfer, das Suchen von Steinen im in der Steinkammer und die Betreuung der Helfer wurde von Anna Heurich und Manfred Auth durchgeführt.

Mai 2015 von Manfred Auth  



Rechtzeitig vor Beginn des zweiten Marianischen Jahres, das von Pfingsten 1987 bis zum
15. August „Maria Himmelfahrt“  1988 stattfand und zum 70. Jubiläum des Wallfahrtortes
Fatima ausgerufen wurde, ist in Rommerz die Mariengrotte fertiggestellt worden.

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Die Grotte ist auf Initiative der Frauengemeinschaft Rommerz, die in den Jahren
zuvor durch Weihnachtsbasare und Carnevalsabende (Kräppelabend) Geld für den
Bau der Grotte gesammelt haben entstanden. Hier ist neben all den Rommerzern
Frauen die sich für die Sache eingesetzt haben und heute noch einsetzten
besonders Frau Anna Heurich zu erwähnen, die lange Jahre der Frauengemeinschaft
vorstand und Ideengeber für viele Veranstaltungen und Ausflüge war.  Mit dem Bau der
Grotte ist auch ein Wunsch der Pfarrgemeinde in Erfüllung gegangen, der schon einige
Jahre gehegt wurde.

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Das Weihwasserbecken

Als Bauplatz kamen für die Grotte verschiedene Grundstücke in und um Rommerz in
Frage. Es wurden Grundstücke in der Nähe des Jahns Boern`s, im Kreuzdorf das
Grundstück am Bildstock (Maria Ruh) am Schwebener Weg und das Grundstück am
Ende der Maigrabenstraße in Augenschein genommen. Man entschied sich für das
Grundstueck am Ende der Maigrabenstraße in Richtung Grillplatz, dieses
Grundstück wurde von dem Eigentümer (Paul Jahn) an die Kirchengemeinde
gespendet.

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Die Grottenzufahrt

Der Pfarrgemeinderat beauftragte den Künstler, Maler und Grottenbauer/planer Alois
Schiffhauer mit der Planung und Gestaltung der Rommerzer Grotte.
Planverfertiger und für die Genehmigung des Planes war der ortsansässige
Bautechniker Wolfgang Hohmann verantwortlich.
Die Steine für die Grotte wurden nach vorheriger Genehmigung in der bei
Rückers gelegenen "Steinkammer" gebrochen und abgeholt.

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           Zeitungsbericht und Helferlist zur Einweihung der Grotte    
                              Zeitungsbericht hier klicken    
     



Die Steine in der "Steinkammer" haben aufgeladen und abtransportiert:
am 12.7.1986: Josef Theurer, Oswald Wolf, Manfrede Auth, Franz Heurich, Bernhard Heil,
Floribert Leinweber
am 16.7.1986: Hugo Heil, Edmund Schad, Ernst Mattheis, Eberhard Resch, Franz Heurich
am 17.7.1986: Franz Hoera, Franz Buchmann, Franz Heurich, Winfried Schad
am 26.7.1986: Winfried Schad, Manfred Auth, Oswald Wolf, Norbert Wolf, Walter Auth, Rudolf
Atzert, Ralf Atzert, Theo Boes, Ludwig Hohmann, Thomas Henkel,
Josef Schad (Scholtese)
am 02.8.1986: Volker Koeditz, Floribert Leinweber, Thomas Henkel, Manfred Kielenz, Helmut Oestreich, Manfred Auth, Anton Henkel, Paul Diel
am 09.8.1986: Winfried Schad, Roland Klug, Michael Klug, Roland Schad,
Rudolf Mahr, Thomas Jahn, Hubert Möller, Bernhard Heil, Udo Möller, Theo Boes,
Richard Wald, Josef Neidert
am 23.8.1986: Damian Schmitt, Paul Diel

Nun wurde der Bauplatz von Hendrik Atzert mit dem Bagger so vorbereitet, dass die
Steine unter Hilfe von Hugo Imhof mit seinem Langholzfahrzeug (Gut Holz) gesetzt
werden konnten. Nur unter Hilfe der Bevölkerung und einigen Firmen aus Rommerz
konnte die Grotte erstellt werden. So sorgte der Nachbar Bernhard Balzer für
Strom an der Baustelle, die Fa. MARWITT (Martin Witwer, Paul Witwer) stellte den Bauwagen,
Bauholz kam von Erwin Möller und von dem Sägewerk Helmut Heil und die beiden
Frauen Lieselotte Foeßel (Pfarrhaushaelterin) und Anna Heurich sorgten für Kaffee
und Kuchen. Auch die Gemeinde und die Feuerwehr (Wasserversorgung) haben
geholfen und den Bau unterstützt.

Hier eine Aufzählung der Helfer von Alfred Klug, nach dem Namen die Anzahl der Tage an denen
geholfen wurde:
Josef Heil 31, Alfred Klug 30, Augustin Balzer 24, Josef
Theurer 13, Anna Heurich 11, Josef Krah 9, Josef Gaertner 8, Pfarrer Erwin Sturm 8,
Manfred Auth 7, Adolf Staubach 7, Steffen Neidert 7, Willi Weber (Neuhof) 6,
Benno Seuring 6, Hendrik Atzert 5, Josef Neidert 5, Helmut Rübsam 4, Ernst
Mattheis 4, Hugo Imhof 4, Hubert Schiebener 4, Alfred Möller 4, Wolfgang
Hohmann 4, Walter Ruppel 4, Adolf Ruppel 4, Erentraud Finster 4, Floribert
Leinweber 3, Josef Schad 3, Alois Schiffhauer 3, Walter Auth 2, Kurt Gärtner 2,
Josef Oestreich 2, Robert Schad 2, Ewald Schleicher 2, Manfred Kielenz 2, Heribert
Heurich 2, Hubert Möller 2, Alois Kullmann 2, Richard Kollmann 2, Winfried
Jökel 2, Augustin Maul 2, Paul Jakob 2, Manfred Hack 1, Wilmar Jökel 1, Ewald
Atzert 1, Ludwig Hohmann 1, Theo Bös 1, Gerhard Bös 1, Maria Klug 1, Hedwig
Föller 1, Richard Wald 1, Norbert Schleicher 1, Werner Spitznagel 1, Rudi
Baumann 1, Ewald Schleicher 1, Wolfgang Hoßbach 1, Werner Herbert 1, Winfried
Klug 1, Paul Möller 1, Otto Möller 1, Steffen Heil 1, Robert Klüh 1, Wilhelm
Henkel 1, Ewald Henkel 1, Irmtraud Neidert 1, Leo Jökel 1, Otto Hartmann 1,
Hilmar Gärtner 1, Wolfgang Heil 1, Thomas Faulstich 1, Winfried Jahn 1.

Der Planer der Grotte Alois Schiffhauer verstand es in einzigartiger Weise, die
Gottesmutter mit einem solchen Antlitz zu modellieren. Es ist nicht nur die
Madonna die unsere Bewunderung verdient, sondern die ganze Anlage mit ihrem
schönen Weihwasserbecken und dem Baumbestand die jeden Wanderer zur Einkehr
einladen.

Am Freitag den 2. Mai 1987 wurde die Grotte in Rommerz, unter großer Anteilnahme
seitens der Bevölkerung, von Prälat Paul Burschel geweiht. Prälat Burschel feierte im Anschluss
an die Weihe auch die erste heilige Messe in der Altargrotte rechts neben der  Gottesmutter.
In seiner Predigt betonte er, dass Maria uns durch ihre stille Größe, ihr Schweigen und ihrer
Innerlichkeit ein Vorbild sein könne in der Hektik und dem Lärm unserer Zeit. Das Beispiel
der hl. Maria zeige, dass es Werte auf Erden gibt, die nicht messbar sind. Er
verwarf in diesem Zusammenhang das Leistungsprinzip, dass Menschen allein nach
ihrer Produktivkraft bewertet. In der marianischen Nachfolge sei es
besonders wichtig, sich derer anzunehmen, die beispielsweise aufgrund von
Behinderungen nichts Produktives leisten können.

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Gleichzeitig mit der Weihe der Grotte wurde auch die neue Fahne der KFD Rommerz durch Prälat
Burschel geweiht. Die Gestaltung der Feier wurde von dem Blasorchester Rommerz
und dem Gesangverein Harmonie Rommerz begleitet. Im Anschluss an die Weihe und
die Messfeier an der neuen Grotte zogen die zahlreichen Rommerzer Gläubigen in
einer Lichterprozession zur Rommerzer Pfarrkirche.

Der damalige Pfarrer von Rommerz Erwin Sturm dankte allen Spendern und Helfern für
ihr Engagement bei der Errichtung der Grotte. Lobend erwähnte Pfarrer Sturm die
KFD Rommerz, ohne deren Initiative dieses Bauwerk nicht in die Tat umgesetzt
worden wäre. Wenn man die Eigenleistung nicht mit einrechnet, ist der
Kostenvoranschlag ungefähr eingehalten worden.

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 Der Ausgang der Grotte ist als Tunnel angelegt worden
 
Am 19.August 2012 diente die Mariengrotte in Rommerz dem Einführungsgottesdienst des
neuen Rommerzer Pfarrers Dr. Dagobert Vonderau. Die Einführung von Pfarrer
Vonderau konnte durch die Innenrenovierung der Kirche nicht in dieser 
stattfinden, so hatte der Pfarrgemeinderat zur Messe an die Rommerzer Grotte
geladen und zahlreiche Gottesdienstbesucher hatten bei herrlichem Wetter den
Weg zur Grotte gefunden.
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© Heimat und Geschichtsfreunde Rommerz